Vollwerternährung: Gesund nicht nur für mich, auch für alle anderen | EAT SMARTER
1
0
Drucken
0
Vollwerternährung: Gesund nicht nur für mich, auch für alle anderenDurchschnittliche Bewertung: 1151

Ernährungslehre

Vollwerternährung: Gesund nicht nur für mich, auch für alle anderen

Vollwerternährung Vollwerternährung

Die Vollwerternährung der Internationalen Gesellschaft für Nahrungs- und Vitalstoff-Forschung (IVG) legt Wert auf die Gesundheit und ökologische Aspekte.

Namensverwirrung: Vollwerternährung - Vollwertige Ernährung

Der Begriff “Vollwerternährung” wird oft mit dem Begriff “Vollwertige Ernährung” verwechselt. Gleichbedeutend aber sind die beiden Begriffe nicht. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, doch auch ein paar Unterschiede. Zunächst einmal stammt der erste Begriff von der Internationalen Gesellschaft für Nahrungs- und Vitalstoff-Forschung (IVG), der zweite von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Beide Begriffe wurden um die Mitte des 20. Jahrhunderts herum geprägt, und beide haben gemeinsame Wurzeln. Der vielleicht wichtigste Unterschied ist, dass die Vollwerternährung der IVG auch ökologische Aspekte wie naturgemäße Tierhaltung und biologisch ausgerichtete Landwirtschaft berücksichtigt, also die gesamte Umwelt des Menschen, während die DGE bei der Defintion der Vollwertigen Ernährung ausschließlich auf die Gesundheit der Menschen schaut.

Etwa die Hälfte der Nahrung sollte nicht erhitzt worden sein

“Vollwerternährung ist eine überwiegend pflanzliche (lakto-vegetabile) Ernährungsweise, bei der gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugt werden”, heißt es in der Eigendefinition der IVG. “Die hauptsächlich verwendeten Lebensmittel sind Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie Milch und Milchprodukte, daneben können auch geringe Mengen an Fleisch, Fisch und Eiern enthalten sein. Ein reichlicher Verzehr von unerhitzter Frischkost wird empfohlen, etwa die Hälfte der Nahrungsmenge.”

Nachhaltig, ökologisch, fair gehandelt

Die Vollwerternährung basiert auf der Überzeugung der Vollwertkost von Werner Kollath, der Lebensmittel nach dem Grad der Bearbeitung bewertete: Möglichst naturbelassen = hochwertig, stark bearbeitet = geringerwertig. Darüberhinaus fordert die IVG für ihre Vollwerternährung, dass Lebensmittel möglichst nachhaltig, ökologisch und regional produziert, saisonal passend eingekauft, umweltverträglich verpackt und fair gehandelt wurden. 
Die Vollwerternährung der IVG bezieht in Abgrenzung zur Vollwertigen Ernährung der DGE ökologische und soziale Aspekte ein und fordert, etwa die Hälfte der Ernährung solle Frischkost sein.

 

Ähnliche Artikel
Heidelbeermuffins
Vollwertkost ist bei manchen Menschen immer noch als langweilig, trocken und teuer verschrien. Die Anhänger setzen entgegen, wie lecker Vollwertgebäck sein kann – und wie viel besser sie sich damit fühlen. Ich habe mit einem Vollwertfan über Backen ohne Fabrikzucker und Auszugsmehl gesprochen.
Wer auf Mischkost setzt, muss sich nicht groß einschränken. Erlaubt ist in Maßen alles. Das Geheimnis für eine schlanke Figur.
Vor gut 60 Jahren veröffentlichte Werner Kollath die Grundlagen der Vollwertkost. Auch heute wirken einige Ideen frisch und knackig.
Schreiben Sie einen Kommentar