Können B-Vitamine gegen Alzheimer helfen? | EAT SMARTER
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Können B-Vitamine gegen Alzheimer helfen?

Können B-Vitamine gegen Alzheimer helfen? Können B-Vitamine gegen Alzheimer helfen?

Seit langem suchen Hirn-Forscher nach Mitteln, mit denen der Hirnschwund bei älteren Menschen gestoppt werden kann. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass B-Vitamine möglicherweise helfen können.

Wie Vitamine tatsächlich helfen können, ist noch längst nicht vollständig geklärt. Allerdings fanden Forscher aus Norwegen und von der britischen Universität Oxford nun heraus, dass eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung bei älteren Menschen den Hirnschwund eindämmen und somit der Altersdemenz vorbeugen könne. Die Studie wurde im Fachmagazin „PLoS ONE“ veröffentlicht. Demnach könnte Vitamin B eine wirksame Waffe gegen Demenz sein. Das Vitamin steckt beispielsweise in Fleisch, Fisch, Eiern, Reis und grünem Gemüse. Der Grund für die Wirkung: Vitamin B ist am Abbau der Aminosäure Homocystin beteiligt ist. Ein erhöhter Homocystinspiegel kann Blutgefäße schädigen und somit Alzheimer fördern. Die Alzheimer-Demenz ist mit rund 60 Prozent die häufigste Demenzerkrankung. Während der Mensch altert, wird häufig auch seine kognitive Leistungsfähigkeit geschwächt. Bei Menschen mit Anzeichen eines „mild cognitive impairment“ (MCI), einer Art Vorstufe von Alzheimer und anderen Demenztypen mit kleineren Gedächtnislücken und Sprachproblemen, zeige sich die Entwicklung jedoch stärker als bei anderen. Nach Angaben der Wissenschaftler könne gerade diesen Patienten durch die Einnahme von Vitamin B geholfen werden. Insgesamt nahmen 168 Freiwillige über 70 Jahre an der Studie teil. Sie alle zeigten Anzeichen von MCI. Sie bekamen über zwei Jahre entweder eine hohe Dosis Vitamin B6, B12 oder ein Placebo. Das altersbedingte Schrumpfen bei den Vitamin-B-Konsumenten wurde um durchschnittlich 30 Prozent reduziert. „Wir hoffen, dass diese einfache und sichere Behandlung die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit bei vielen Menschen verlangsamen kann, die unter eine leichten kognitiven Beeinträchtigung leiden“, sagte Wissenschaftler David Smith, der an der Studie beteiligt war. Allerdings muss das Ergebnis nun noch von weiteren Studien bestätigt werden. Gleichzeitig warnen die Wissenschaftler aber vor zu hohen Dosen: der Langzeiteffekt müsse erst genau untersucht werden, zumal zu hohe Dosen mit Krebs in Verbindung gebracht werden.
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