Der optimale Beikostplan für das Baby | EAT SMARTER
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Sophie Thiel
Der optimale Beikostplan für das BabyDurchschnittliche Bewertung: 4.61516

Hilfe für Eltern

Der optimale Beikostplan für das Baby

Hilfe für Eltern: Beikostplan fürs Baby © drubig-photo - Fotolia.com Hilfe für Eltern: Beikostplan fürs Baby © drubig-photo - Fotolia.com

Das eigene Kind gesund zu ernähren, ist eines der wichtigsten Ziele junger Eltern. Nach den ersten Monaten mit ihrem Baby stehen sie vor einer neuen Herausforderung: Brei statt Milch, Löffel statt Brust. Aber wo fängt man an, wenn es um die ersten Lebensmittel in der Ernährung des Kindes geht? Ein Beikostplan kann helfen, Zweifel auszuräumen und den Nachwuchs optimal zu versorgen.

Start in die Beikost 

Die meisten Eltern ernähren den Säugling in den ersten Monaten ausschließlich mit Muttermilch. Zwischen dem fünften und dem siebten Lebensmonat sollten sie beginnen, das Baby auch mit Beikost zu füttern. Das heißt nicht, dass die Mutter aufhören muss zu stillen – die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt vielmehr, parallel zum Beikostplan die Brust zu geben. „Der genaue Zeitpunkt, ab wann ein Säugling reif für Beikost ist, kann individuell unterschiedlich sein“, erklären die Experten. Eltern können sich zum Beispiel daran orientieren, ob ihr Kind bereits vom Löffel essen kann und Interesse an neuen Lebensmitteln zeigt.

Beikostplan: Von Gemüse bis Fleisch

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) hat einen Beikostplan entwickelt, an dem sich Eltern orientieren können. Zwischen dem fünften und dem siebten Lebensmonat sollte das Baby zunächst einen Brei aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch testen, empfehlen die Experten. Je einen Monat später folgen ein Milch-Getreide-Brei (zwischen dem sechsten und dem achten Monat) und ein Getreide-Obst-Brei (zwischen dem siebten und dem neunten Monat). 

Rezepte rund um Babybrei

Um das Interesse des Kindes aufrecht zu erhalten, gilt das Gleiche wie bei Erwachsenen: Abwechslung macht Appetit. Eltern sollten immer mal wieder neue Gemüse- und Obstarten wählen, den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei manchmal mit Nudeln zubereiten, ab und zu Fisch anstelle von Fleisch kochen. Ideen dafür liefern zum Beispiel folgende Rezepte:

Weitere Tipps zum Thema Babybrei hat Ihnen EAT SMARTER hier zusammengestellt: Der erste Babybrei und Babybrei selber machen.

Idealer Schutz vor Zöliakie

Die DGE rät dazu, vom Start der Beikostnahrung an auch kleine Mengen glutenhaltigen Getreides zu füttern. Das soll das Risiko, an Zöliakie zu erkranken, um 50 Prozent mindern. Zöliakie ist eine chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Sie wird verursacht durch eine Überempfindlichkeit gegen Klebereiweiß, also Gluten. Letzteres sollte die Mutter der DGE zufolge der Beikostnahrung zuführen, solange sie noch stillt.

Kochtopf versus Glas

Sowohl selbst gekochte Beikost als auch Gläschennahrung haben ihre Vorteile: Kochen Mama und Papa selber, können sie individuell entscheiden, welches Obst und Gemüse, Fleisch oder Fisch sie verwenden. Das verhilft meist zu mehr Vielfalt im Beikostplan als Nahrung aus Gläsern. Außerdem wissen die Eltern genau, was im Essen für ihren Nachwuchs enthalten ist.

Kost aus dem Glas hingegen kann zu viel Salz oder Zucker enthalten. Diese Beikost aus dem Supermarkt wiederum spart Zeit und Mühe. In Deutschland gibt es außerdem hohe rechtliche Anforderungen, gerade bei Lebensmitteln für Babys und Kleinkinder. Deshalb können Eltern in der Regel darauf vertrauen, dass Gläsernahrung ihrem Kind nicht schadet.

Marken- oder Billigprodukt?

Der Markt an Fertigprodukten für den ganz jungen Nachwuchs ist groß. Ausschlaggebend bei der Qual der Wahl sollte nicht der Markenname der Beikost sein, sondern der Inhalt. Um die richtige Kost auszusuchen, empfehlen Experten des Netzwerks „Junge Familie“ Folgendes: 

● Das Produkt sollte wenige Lebensmittelzutaten enthalten,

● der Zusatz von Salz oder Aromen und starkem Süßgeschmack ist zu meiden,

● die Eltern sollten auch bei Gläschen darauf achten, dem Kind eine gewisse Vielfalt zu bieten.

Kuh- kann Muttermilch nicht ersetzen

Grundsätzlich kann keine tierische Milch die der Mutter ersetzen. Allerdings vertragen Kinder im ersten Lebensjahr in kleinen Mengen auch normale Trinkmilch, im Idealfall als Zutat des Milch-Getreide-Breis. Pur sollten Babys das Produkt allerdings erst zum Ende des ersten Lebensjahres hin zu sich nehmen und nur im Rahmen von Brotmahlzeiten, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. 

Ab dem siebten Monat: Wasser und Tee

Sobald das Baby Beikost zu sich nimmt, reichen viele Eltern zusätzlich Getränke. Das ist nicht nötig. Erst ab der Gabe von Getreide-Obst-Brei, also frühestens mit Beginn des siebten Lebensmonats, benötigen Babys zusätzliche Flüssigkeit. Die DGE schränkt diese Regel allerdings ein: „Ausnahmen sind Perioden mit erhöhtem Flüssigkeitsbedarf wie Fieber und Durchfall.“

Der Nachwuchs sollte die ersten Getränke aus einem Becher oder einer Tasse trinken, nicht aus so genannten Dauernuckeln. Die können nämlich Zahnschäden verursachen. Ideale Flüssigkeitslieferanten sind zunächst ganz normales Leitungswasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Befolgen junge Eltern diese Ratschläge rund um den Beikostplan, steht einer gesunden Ernährung ihres Kindes nichts im Wege. Im Zweifel können sie sich aber immer an Kinderärzte oder Hebammen wenden.

EAT SMARTER wünscht dem Nachwuchs schon mal einen guten Appetit!

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