Feines Herbstgemüse mit Tradition | EAT SMARTER
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Feines Herbstgemüse mit TraditionDurchschnittliche Bewertung: 4152

Alte Bekannte neu entdeckt

Feines Herbstgemüse mit Tradition

Feines Herbstgemüse

Bei uns seit Langem heimisch, aber tatsächlich aus dem Mittelmeerraum und dem Orient stammend; seit Generationen für rustikale Gerichte im Einsatz, aber auch tauglich für die Sterne-Küche: Ganz schön überraschend, was alte Bekannte wie Rote Bete, Kürbis und Linsen kulinarisch alles können

Ganz schön raffiniert: Rote Bete

Erdig-süß ist ihr Aroma; tiefrot die Farbe, die sich auch beim Garen nicht verflüchtigt und dem natürlichen Farbstoff Betanin zu verdanken ist. Dazu schmeckt die Rote Bete ausgesprochen delikat – das haben auch Sterneköche in den letzten Jahren entdeckt.

Auf viele Spitzenrestaurant-Tische kommen mittlerweile Gaumenkitzler wie Rote-Bete-Cremesuppe, Pasta oder Risotto mit Roter Bete. Fantasievolle Kreationen mit Roter Bete sind aber keineswegs nur ein Profi-Privileg: Raffiniertes wie zum Beispiel eine gratinierte Rote-Bete-Pfanne oder Rindfleischgeschnetzeltes mit Schmand und Roter Bete kriegen Sie zu Hause garantiert auch ganz locker hin!

Übrigens: Je kleiner die Knollen, desto zarter und aromatischer sind sie. Wer großes Glück hat, findet die ganz junge, kleine Rote Bete namens „Little Ball“, die es auf maximal 4 cm Durchmesser bringt. Knapp weich gegart und dann in Walnussbutter geschwenkt ist diese Sorte ein Gedicht zu gebratenem Geflügel. Oder Sie geben den „kleinen Bällen“ einen ganz besonderen Ehrenplatz – zum Beispiel auf der feinen Gemüsetarte. Sie wird mit Mürbeteig gebacken und eignet sich als festliches kleines Abendessen ebenso wie als edle Vorspeise.

Ganz schön köstlich: Kürbis

Mal ehrlich – wenn man so einen ausgewachsenen Riesenkürbis mit seinem imposanten Umfang sieht, denkt man nicht unbedingt an feine Küche. Dabei lässt schon der amerikanische Kürbiskuchen (Pumpkin Pie) zu Thanksgiving ahnen, dass in dem Gemüse mehr steckt.

Und tatsächlich: Hat man die dicke Schale und die Kerne erst einmal entfernt, kommt ein erstaunlich zartes Fleisch zum Vorschein, aus dem sich eine Menge Gutes machen lässt. Zu den Favoriten aller Kürbis-Fans gehört zum Beispiel eine Suppe aus dem gelben Riesen – der eine mag sie am liebsten cremig, der andere bevorzugt eine klare Suppe mit ganzen Kürbisstücken.

Wer gern auch mal Ungewöhnliches probiert, der kombiniert seinen Kürbis mit exotischen Gewürzen wie Ingwer, Chili, Koriander und Curry. Das passt beispielsweise perfekt zu einem hinreißenden herbstlichen Gemüsecurry mit Rind. Milder, aber mindestens genauso köstlich schmeckt der Gemüseauflauf mit Nusskruste, bei dem Möhren die feine Süße vom Kürbis noch unterstreichen.

Ganz schön lecker: Linsen

Nichts gegen traditionell deutsche Gerichte wie Linsensuppe mit Speck oder die schwäbischen Linsen mit Spätzle und Würstchen – aber Linsen haben wesentlich mehr zu bieten! Und das gilt keineswegs nur für die geschälten roten Linsen, die inzwischen immer öfter für Leichtes wie Salate oder schnelle Süppchen zum Einsatz kommen.

Aber auch die grünen und braunen Tellerlinsen lassen sich ganz anders als gewohnt zubereiten. Ein echtes Aha-Erlebnis für Linsenfans bieten zum Beispiel der würzige Herbstsalat mit Hackbällchen oder die scharfe Linsensuppe mit spanischer Chorizo. Apropos Spanien: Dort erwärmt man bissfest gegarte Tellerlinsen auch gern mit in Olivenöl gebräunten dünnen Knoblauchscheiben und serviert sie als Vorspeise.

Das bei Oma noch übliche Einweichen von Linsen über Nacht ist übrigens überflüssig. Es genügt vollkommen, die leckeren Hülsenfrüchte gut mit frischem, leicht gesalzenem Wasser aufzusetzen und dann je nach Größe zugedeckt 35–45 Minuten bei mittlerer Hitze zu garen.

Ein anderer Tipp aus Omas Zeiten ergibt aber immer noch Sinn: Geben Sie Essig oder andere saure Flüssigkeiten immer erst zum Schluss an die Linsen, sonst bleiben sie hart!

Mehr zum Thema Herbstgemüse

Hier geht es zu unserem großen Herbstgemüse-Special.

Hier geht es zu den herbstlichen Markenrezepten von Knorr.

(Koe)

 

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