Rapsöl auf Karrierekurs | EAT SMARTER
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Flüssiges Gold für Genießer

Rapsöl auf Karrierekurs

Der Shooting Star unter den Speiseölen: Rapsöl Der Shooting Star unter den Speiseölen: Rapsöl

Wenn das keine Karriere ist: In rund 30 Jahren schaffte es das Rapsöl, vom kulinarischen Nobody zum absoluten Favoriten aufzusteigen. Längst hat es traditionsreichere Konkurrenten in der deutschen Küche überholt und steht mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 1,7 Litern ganz oben an der Spitze aller Speiseöle.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die meisten Raps vor allem als hübsch blühende Pflanze kannten. Allenfalls wusste mancher noch, dass man aus Raps einen preiswerten Brennstoff herstellen kann. Dass Rapsöl es trotzdem in nur 30 Jahren zum Marktführer bei den Speiseölen geschafft hat, hat natürlich gute Gründe.

Rapsöl: Vom Lampenöl zum meistverkauften Speiseöl

Obwohl es bei uns noch als Newcomer gilt, kennt man Rapsöl in Europa schon seit ungefähr 600 Jahren. Unsere Vorfahren verwendeten es aber vor allem als Treibstoff oder Lampenöl. Kulinarisch hatte Rapsöl Jahrhunderte lang keine Chance, denn ursprünglich machten Stoffe wie die Erucasäure und Senfölglykoside es nur bedingt genießbar.

Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gelang es findigen Forschern und Züchtern, erste eruncasäurefreie Rapssorten zu züchten. Rund zehn Jahre später erfolgte ein weiterer bahnbrechender Züchtungsschritt. Das Ergebnis waren 00-Züchtungen, aus denen heute Rapsöl gepresst wird, das mit Recht zum Shootingstar bei Genießern avancierte und bei uns mit etwa 65,5 Litern pro Jahr als meistverkauftes Speiseöl gilt.

Ein Großteil davon entfällt auf raffiniertes, geschmacksneutrales Rapsöl, das eine helle Farbe hat. Aber auch kalt gepresste und native Rapsöle werden mit ihrer goldenen Farbe, der sämigen Konsistenz und einem ausgeprägten Geschmack zunehmend beliebter. Eine besondere Spezialität für Gourmets sind nussig schmeckende Rapskernöle, für die man – meist in kleinen regionalen Ölmühlen – ausschließlich den inneren goldgelben Kern des Rapskorns schonend presst.

Rapsöl: Allroundtalent für alle Fälle

Den kometenhaften Aufstieg hat Rapsöl sowohl aus der Sicht von Köchen als auch aus der von Ernährungsexperten redlich verdient, denn die Liste seiner Vorzüge ist lang:

  • Raffiniertes Rapsöl hat die perfekten Eigenschaften zum Braten und Grillen bei Temperaturen von bis zu 180° C.
  • Für sehr hohe Temperaturen gibt es außerdem sogenannte High-Oleic-Varianten: Diese Rapsöle bleiben durch den erhöhten Anteil von Ölsäure extrem hitzestabil.
  • Rapsöl eignet sich hervorragend als Ersatz für Butter oder Margarine beim Kochen und sogar beim Backen. Eine kostenlose Broschüre mit köstlichen Rezepten für Kuchen und Torten können Sie sich hier herunterladen; raffinierte Ideen für Desserts mit Rapsöl finden Sie außerdem hier.
  • Kalt gepresstes und natives Rapsöl ist ideal für Salate, Rohkost, Marinaden und alle anderen Gerichte aus der kalten Küche.
  • Rapsöl kann mit einem hohen Gehalt an wichtigen ungesättigten Fettsäuren in perfekt ausgewogenem Verhältnis punkten und wird deshalb unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. als besonders günstig empfohlen.

 

(koe)

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