Sind Kokosmehl, Grünkern und Co. die neuen Superfoods? | EAT SMARTER
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Sind Kokosmehl, Grünkern und Co. die neuen Superfoods?

Chia-Samen, Quinoa und Amarant sind mittlerweile in aller Munde. Doch plötzlich ist es hip, nur noch mit Kokosmehl zu backen und seinen morgendlichen Green Smoothie mit Maca oder Baobab anzureichern. Sind diese und andere komisch klingende Lebensmittel etwa die neuen Superfoods?

Kokosmehl

Das Mehl eignet sich besonders zum glutenfreien Backen und ist daher bei Menschen mit Zölliakie, aber auch bei Veganern und Personen, die sich nach Paleo ernähren, sehr beliebt. Gewonnen wird es wie folgt: Zuerst wird frisches Kokosnussfleisch getrocknet und anschließend entölt. Danach wird das trockene Fleisch zu feinem Mehl gemahlen. Anders als Kokosflocken und -raspel enthält Kokosmehl nur noch ein Viertel Fett, denn dieses wird bei der Herstellung des Mehls extrahiert und später als Kokosöl verkauft. Kokosmehl ist nicht nur fettarm und glutenfrei,  es ist außerdem cholesterinfrei und enthält weniger Kohlenhydrate als herkömmliche Mehlsorten.

Besonders die gesunden mittelkettigen Fettsäuren (MCT) sind in Kokosmehl enthalten. Diese regen nicht nur den Stoffwechsel an, sondern fördern auch die Aufnahme von Mineralien (z. B.  Magnesium und Calcium) und fettlöslichen Vitaminen aus den verzehrten Lebensmitteln.  Aufgrund des hohen Ballaststoffanteils (38 g pro 100 g) sättigt Kokosmehl langanhaltend. Da ein Esslöffel Kokosmehl bereits 5 Gramm Ballaststoffe enthält, eignet sich das Mehl nicht nur zum Backen von Brot oder Kuchen, sondern für die Zugabe in Smoothies oder Müslis.

Weil Kokosmehl leicht süßlich ist, kann beim Backen zudem an Süßungsmitteln gespart werden.

Grünkern

Quinoa könnte als Superfood von Grünkern echte Konkurrenz bekommen. Doch total neu ist die Getreideart nicht. In ganz Nord- und Osteuropa ist Grünkern bekannt und beliebt. Seine eigentliche Heimat liegt in Eurasien. Im Gebiet von den Kanaren über Nordafrika bis zum Kaukasus wächst das Getreide am Wegesrand.  Im Gegensatz zu anderen Getreidearten erntet man den Dinkel, aus dem Grünkern gemacht wird, schon recht früh – nämlich dann, wenn die Stärke noch nicht ausgebildet ist und die Körner daher noch weich und saftig sind. Nach dem Dreschen werden sie gedörrt oder geröstet. Grünkern zeichnet sich durch seinen typischen herzhaften und nussartigen Geschmack aus. Außerdem hat er ein leicht rauchiges Aroma. Grünkern verdient die Bezeichnung Superfood zu Recht. Denn die Getreideart hat einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, die besonders für Gehirn und Nerven wichtig sind. Außerdem ist sie reich an Magnesium und Phosphor. Für Vegetarier und Veganer dürfte der hohe Eisenanteil interessant sein. 4 mg des Spurenelements stecken in 100 g Grünkern. Grünkern gibt es als ganzes Korn oder zerkleinert als Schrot, Grütze, Flocken, Grieß und – wie andere Getreide - natürlich auch als Mehl zu kaufen.

Rezepte mit Grünkern finden Sie hier.

Baobab

Bei Baobab handelt es sich um die Frucht des afrikanischen Affenbrotbaums. Und diese liefert nicht nur wertvolle Ballaststoffe, sondern auch Vitamin C, Eisen und Calcium. Der Affenbrotbaum wächst in vielen Teilen Afrikas und kann mehrere tausend Jahre alt werden. Die Früchte trocknet der Baum nach dem Reifen selbst aus und speichert das Wasser wieder in dem Fasergewebe seines Stamms. Für die Herstellung von Baobab-Pulver wird das getrocknete Fruchtmark von Samen und Fasern getrennt und gesiebt.  Das Superfood ist probiotisch und präbiotisch wirksam, zeichnet sich durch ein ideales Ballaststoffverhältnis aus und ist somit gut für die Verdauung.  Das Pulver eignet sich für die Zubereitung von Smoothies, Shakes oder als Topping für Müslis und Porridges.

Maca

Noch gilt Maca als Geheimtipp, aber die unscheinbare kleine Wurzelknolle könnte das neue Superfood werden. Denn die Liste der angeblichen Wirkungen von Maca klingt beeindruckend: So soll Maca die Potenz und Fruchtbarkeit steigern, den Cholesterinspiegel senken, Stress ausbremsen, Depressionen und Angstzustände lindern, für schnelleren Muskelaufbau sorgen, die Lust auf Liebe erhöhen und gegen Wechseljahrbeschwerden helfen. Auch auf die Haut soll Maca positiv wirken und einen Anti-Aging-Effekt haben.

Botanisch gehört Maca zur Familie der Kreuzblütler und zur Gattung der Kressen und stammt aus Südamerika. Bei uns gibt es das Superfood vor allem als Pulver zu kaufen. Dieses kann man zum Backen und Kochen verwenden, mit heißem Wasser oder heißer Milch als süßes Getränk mixen, mit Fruchtpüree zu einem Brei verrühren oder einfach in Smoothies und Shakes geben.

 

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Bild des Benutzers silbertuerkis
Ich bin zufällig durch eine Rezeptsuche bei EatSmarter gelandet und finde die Rezepte und die Informationen super. Für mich ist gesunde leckere Ernährung sehr wichtig und das finde ich hier. In meinem Rezeptbuch sind schon etliche Rezepte und die habe ich zum größten Teil auch schon gekocht. Alles lecker!!! :-)