Ist selbst gemachte Kindernahrung besser als gekaufte? | EAT SMARTER
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Ist selbst gemachte Kindernahrung besser als gekaufte?

Selbst zubereitet bedeutet insbesondere im Bereich der Baby- und Kinderkost nicht automatisch, dass die Speisen für Ihr Kind gesünder oder besser verträglich sind. Dies betrifft vor allem den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Schadstoffgehalt in Lebensmitteln. Was Sie bei der Kinderernährung unbedingt beachten sollten, lesen Sie im Folgenden.

Der vom Gesetzgeber für Baby- und Kinderkost vorgeschriebene sehr niedrige Schadstoffgehalt ist im Haushalt nur schwer zu erreichen. Vor allem die Nitratwerte liegen bei gekauftem oder im Garten gezogenem Gemüse oft zu hoch. Darüber hinaus können Sie die Zutaten vor der Zubereitung nicht so überprüfen, wie es die Industrie tut. Falls Sie Ihr Kind ab dem 6. Lebensmonat trotzdem lieber mit selbst Gekochtem statt mit fertigem Gemüsebrei füttern möchten, kaufen Sie Bio-Möhren und -Kartoffeln. Hier ist das Risiko übermäßiger Nitratmengen nicht groß.

Wenn Sie selbst sich alternativ ernähren und sich dabei wohlfühlen, sollten Sie aber Ihrem Kind auf keinen Fall anstelle von Milch Frischkornmilch, Frischkornmandelmilch oder Sojamilch ins Fläschchen geben. Der Nährstoffgehalt dieser Flüssigkeiten entspricht nicht dem der Milch, und es kann zu einer bedrohlichen Unterversorgung mit Eiweiß, Calcium und Vitaminen kommen! Außerdem entwickeln Kinder mit entsprechender Veranlagung durch diese Flüssigkeiten eventuell Allergien.

Kinderbrei ‑ aus der Packung oder selbst gekocht ‑ sollten Sie mit Trinkwasser zubereiten. Falls Ihnen kein gutes Leitungswasser zur Verfügung steht, sollten Sie nur Mineral-, Quell- oder Tafelwasser nehmen, das den aufgedruckten Hinweis "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" auf der Packung trägt. Mineralwässer, die von Erwachsenen wegen ihres hohen Mineralstoffgehalts geschätzt werden, können Kindern unter einem Jahr schaden.

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