Es muss nicht immer der Kinderteller sein! | EAT SMARTER
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Essen im Restaurant

Es muss nicht immer der Kinderteller sein!

Schnöder Kinderteller? Muss nicht sein!  ©-BeTa-Artworks-Fotolia.com Schnöder Kinderteller? Muss nicht sein! ©-BeTa-Artworks-Fotolia.com

Eigentlich ganz schön gemein: Während wir Erwachsene im Restaurant die Wahl aus einer langen Liste von Gerichten haben, gibt es für kleine Gäste oft nur den meistens fantasielosen Kinderteller. Es geht aber auch anders – EAT SMARTER verrät, wie.

Wenn der Nachwuchs keine Lust hat, essen zu gehen, liegt es vielleicht am Kinderteller. Denn grundsätzlich finden Kinder es ja cool, auswärts zu essen. Mal zum Griechen, mal türkisch essen gehen, mal chinesisch, thailändisch oder zum Italiener – Kinder sind schließlich grundsätzlich neugierig und lernen gern dazu.

Kinderteller: Fantasielos abgespeist

Wenn es allerdings nach den üblichen Speisekarten geht, ist damit Fehlanzeige: Für kleine Gäste bieten die meisten Restaurants den berühmt-berüchtigten Kinderteller, und der besteht in aller Regel aus Pommes mit Schnitzel oder aus Spaghetti mit Tomatensoße. Neue kulinarische Erfahrungen sind da kaum angesagt, und der Spaß bleibt auf der Strecke.

Kinderteller einfach selbst erfinden

Es muss aber nicht immer der meistens fantasielose Kinderteller sein. Manche Restaurants bieten inzwischen auch kleine Portionen der ganz normalen Gerichte von der Speisekarte an, die dann natürlich auch weniger kosten.

Wo das noch nicht zum Service gehört, können Eltern nachfragen, ob eine halbe Portion auch möglich wäre. Öfter als man denkt wird der Wunsch nach einem solchen Kinderteller erfüllt.

Lehnt der Wirt oder die Wirtin das ab, kann man überlegen, ob man nicht nächstes Mal ein kinderfreundlicheres Lokal besucht. Oder man sucht einfach zusammen mit dem Nachwuchs von der Karte etwas aus, das auch für Kinder gut geeignet ist.

Das passt auf den Kinderteller „de luxe“

Dass auf den selbst kreierten Kinderteller nur kindgerechtes Essen kommen sollte, versteht sich von selbst. Wasabi, Chili, Ingwer und andere scharfe Sachen sind natürlich von vorneherein ausgeschlossen. Auch Speisen, die Alkohol enthalten, sollten Sie streichen. Leider steht nicht immer auf der Speisekarte, ob das jeweilige Gericht alkoholische Zutaten enthält – fragen Sie also vor der Bestellung nach und suchen Sie mit Ihrem Kind schon vorher eine mögliche Alternative aus.

Ob Spezialitäten wie Scampi oder Muscheln auf den selbst erfundenen Kinderteller passen, kommt drauf an: Gerade noch sehr kleine Kinder können damit wenig anfangen, größere probieren vielleicht gerne mal davon.

Immer gut und auch für kleine Kids verträglich: Pasta mit milden Soßen, nicht zu scharf gewürzte Reisgerichte, Geflügelgerichte mit Gemüse,  Fleischspieße oder Hackfleischgerichte wie Bifteki (beim Griechen). Beim Spanier darf es gern eine Tortilla sein, im chinesischen Restaurant begeistern sich viele Kinder für Frühlingsrollen oder gefüllte Teigtäschchen (Wan Tan).

Noch ein Tipp, damit aus dem Spaß mit dem kulinarischen Experiment „Kinderteller der besonderen Art“ kein Stress wird: Schimpfen Sie nicht, wenn Ihr Kind das Bestellte dann doch nicht wirklich mag oder seinen Teller nicht leer isst! Lieber daraus lernen und das nächste Mal den selbst zusammengestellten Kinderteller noch gezielter bestücken.

(Koe)
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