Familienessen halten gesund und schlank | EAT SMARTER
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Übergewicht

Familienessen halten gesund und schlank

Ihr Kind nascht zu viel, isst zu wenig Obst und Gemüse und mag nur Fast Food? Da helfen Schimpfen und Diskutieren genauso wenig wie Verbote. Viel sinnvoller ist: Setzen Sie sich wieder zusammen an einen Tisch. Denn US-Studien mit über 180 000 Kindern und Jugendlichen haben ergeben: Die beste Vorbeugung gegen Über- und Untergewicht oder Essstörungen von Kindern sind gemeinsame Mahlzeiten mit den Eltern.

Dass kleine Kinder alleine essen, ist sicher die Ausnahme. Aber schon wenn Kids zur Schule gehen, bleibt in vielen Familien kaum noch Zeit fürs gemeinsame Einnehmen von Mahlzeiten – besonders, wenn beide Eltern arbeiten ist der Alltag einfach zu hektisch fürs gemütliche Zusammensitzen. Und wenn Tochter oder Sohn dann ins Teenie-Alter kommen, fallen Familienmahlzeiten oft buchstäblich ganz unter den Tisch. Das ist nicht nur schade, sondern kann sogar richtig ungesund werden. Forscher der amerikanischen Universität von Illinois haben bei der Auswertung von insgesamt 17 Ernährungsstudien mit mehr als 180 000 Teilnehmern zwischen 3 und 17 Jahren herausgefunden: Kinder und Jugendliche, die mehrmals pro Woche gemeinsam mit ihren Eltern essen, haben ein gesünderes Ernährungsverhalten und leiden seltener an Übergewicht. Dabei gilt die Regel: je öfter, desto besser. Jugendliche, die mindestens drei Mal in der Woche mit der Familie essen, haben ein 12 Prozent geringeres Übergewichtsrisiko. Wenn Heranwachsende an fünf Familienmahlzeiten wöchentlich teilnehmen sinkt die Gefahr, zu viele Pfunde anzusammeln, sogar um 35 Prozent. Auch Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht sind bei diesen Teenies deutlich seltener; dafür greifen 24 Prozent häufiger zu gesunden Lebensmitteln wie Obst oder Gemüse und 20 Prozent essen weniger Süßigkeiten und Fast Food als Altersgenossen, die häufiger alleine am Tisch sitzen. Sie wissen nicht, wie Sie Job, Alltag, Haushalt und die verschiedenen Termine aller Familienmitglieder unter einen Hut bringen und dem Chaos gute und gemütliche gemeinsame Mahlzeiten abtrotzen sollen? Das ist gar nicht so schwer, wie es auf Anhieb aussieht: Fangen Sie klein an und einigen Sie sich gemeinsam erst einmal auf drei feste Termine in der Woche, an denen wirklich alle Zeit haben, um pünktlich und regelmäßig zusammen zu essen. Klappt das reibungslos und haben alle Spaß daran, können Sie weitere verbindliche Termine festlegen.

Ob Sie mittags oder abends zusammen essen, ist nebensächlich. Und es muss nicht unbedingt eine warme Mahlzeit sein, wenn Sie abends zu müde sind, um zu kochen. Wichtiger als das Essen selbst ist das gemeinsame Genießen.

Bleiben Sie entspannt: Auch wenn gekocht werden soll, muss das nicht heißen, dass Sie Stunden am Herd stehen. Schnelle und trotzdem gute, gesunde Gerichte gibt es jede Menge – schauen Sie sich doch einmal hier in unserer Rezeptsuche nach Zubereitungszeit um.

Lassen Sie sich helfen: zum Beispiel kann jeder aus der Familie für die gemeinsame Mahlzeit an einem der vereinbarten festen Termine verantwortlich sein, oder die Zuständigkeit wechselt jede Woche.

Zur Gemeinsamkeit gehört auch die Verteilung von Aufgaben wie Tischdecken oder Abräumen. Je mehr alle mithelfen, desto entspannter wird das gemeinsame Essen – und darum geht es vor allem. (koe)
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