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Befragung unter Ärzten

Gesundheit von Kindern verschlechtert sich

Sie leiden häufiger an Depressionen, Übergewicht oder Rückenschmerzen: Der Gesundheitszustand von deutschen Kindern hat sich deutlich verschlechtert. Dies geht aus einer Befragung von 100 deutschen Kinder– und Jugendärzten hervor. Dabei registrierten die Ärzte vor allem einen Anstieg von psychischen Problemen.

Die Gesundheit von Kindern hat sich in den letzten zehn Jahren verschlechtert: Das geht aus einer Befragung von 100 Kinder- und Jugendärzten im Auftrag der DAK hervor. Mehr als die Hälfte der befragten Ärzte (51 Prozent) gaben an, dass sich der Gesundheitszustand im Vergleich zum Jahr 2000 aus ihrer Sicht „eher“ verschlechtert hat. Vier der befragten Ärzte gaben an, dass sich der Zustand sogar „deutlich“ verschlechtert habe. Besonders stark betroffen seien Grundschüler im Alter von sechs bis acht Jahren. Hier treten nach Ansicht der Ärzte vor allem Gesundheitsprobleme durch Übergewicht auf. Bei Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren bemerkten die Ärzte einen Anstieg von motorischen Defiziten, sowie von Sprach – und Hörproblemen. Daneben gaben die befragten Ärzte an, dass vor allem psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten zugenommen hätten. Altbekannte Ursachen: zu fettes Essen, zu wenig Bewegung
Als Gründe gaben die Ärzte altbekannte Ursachen an: falsche Ernährung, mangelnde Bewegung und zu viel Zeit vor dem Fernseher. Daneben bemerkten die Ärzte aber auch die schlechte Vorbildfunktion der Eltern und den mangelnden Sportunterricht an Schulen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte beobachte die zunehmende Zahl von Kindern mit Entwicklungsdefiziten und Schwierigkeiten „mit großer Sorge“.
„Die Einschätzung der Kinderärzte ist alamierend“, sagt Christina Sewekow von der DAK, „die Gesundheitserziehung unserer Kinder muss ein stärkeres Gewicht bekommen“. Dabei müsse das Konzept der Früherkennung dringend überarbeitet werden. Es gehe nicht darum, die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen auszuweiten. Allerdings müssten einzelne Aspekte wie psychische Probleme oder Übergewicht stärker in den Fokus gerückt werden. Dabei sollten auch die Eltern verstärkt eingebunden werden.
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