Tipps: So gelangen keine Schadstoffe in Babytee | EAT SMARTER
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Neue Trinkwasserverordnung

Tipps: So gelangen keine Schadstoffe in Babytee

Babytee aus Leitungswasser – darauf müssen Sie achten Babytee aus Leitungswasser – darauf müssen Sie achten

Abwarten und Tee trinken – das ist auch für Babys und Kinder ein gutes Rezept. Jedenfalls dann, wenn der Babytee selbst aufgebrüht wird und das Wasser dazu einwandfrei ist. Für eine möglichst perfekte Trinkwasserqualität soll die neue Trinkwasserverordnung sorgen, die seit kurzem noch strenger als bisher regelt, welche Materialien mit dem kostbaren Nass in Berührung kommen dürfen.

Die beste Nachricht vorweg: Wer bei uns in Deutschland seinem Kind Wasser aus der Leitung zu trinken gibt bzw. Babytee daraus kocht, braucht sich in aller Regel keine Sorgen zu machen. Ob Verbraucherorganisationen, Umweltschützer oder Behörden: Sämtliche Untersuchungen des Trinkwassers ergeben regelmäßig, dass es wenig zu beanstanden gibt. Im Gegenteil – Wasser aus dem Hahn eignet sich nach Ansicht aller Experten generell ausdrücklich auch zum Zubereiten von Babytee und Säuglingsnahrung. Doch es gibt ja nichts Gutes, was man nicht noch besser machen könnte. Nach dieser Devise ist vor gut einem Monat eine neue Trinkwasserverordnung in Kraft getreten, die noch strengere Kriterien anlegt an das, was mit Trinkwasser in Berührung kommen darf und was nicht. Besonders im Blickpunkt liegt dabei die Belastung durch Bleirohre. Denn während ihre Verlegung in Süddeutschland bereits seit rund 100 Jahren verboten ist, können sie im Rest der Republik immer noch vorkommen. Betroffen sind dabei Altbauten und Häuser, die noch vor 1973 gebaut und seitdem nicht saniert wurden.

Babytee aus Leitungswasser: Warum Bleirohre riskant sind

Fließt das Wasser durch solche Bleirohre, nimmt es dabei relativ hohe Mengen des giftigen Schwermetalls auf. Das kann vor allem für Babys und Kleinkinder, aber auch für Schwangere gefährlich werden. Denn bei ihnen können schon sehr niedrige Bleikonzentrationen bei regelmäßiger Aufnahme die Blutbildung behindern und das Nervensystem schädigen. In der neuen Trinkwasserverordnung wurde darum der Grenzwert um mehr als die Hälfte gesenkt – er liegt seit dem 1. Januar bei 0,010 mg Blei pro Liter statt bei den bisherigen 0,025 mg. Trotzdem raten Experten, speziell bei der Zubereitung von Babytee und Säuglingsnahrung besonders vorsichtig zu sein.

Für unbelasteten Babytee: So prüfen Sie die Wasserrohre

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Eltern, die nicht ganz sicher sind, was für Rohre im Haus verlegt sind, sollten Detektiv spielen, bevor Sie Babytee zubereiten. Am einfachsten lassen sich natürlich freiliegende Rohre checken: Bleirohre erkennt man an ihrer silbergrauen Farbe sowie daran, dass sie beim Dranklopfen dumpf metallisch klingen. Ritzt man sie mit dem Daumennagel oder einem scharfen Gegenstand an, bleiben Kratzer sichtbar. Falls Sie solche Rohre bei sich in der Wohnung oder im Haus entdecken, keine Panik: Um Ihr Kind vor schädlichem Blei im Babytee oder im Essen zu schützen, können Sie fürs Erste Babytee mit abgefülltem stillem Mineralwasser statt mit Leitungswasser zubereiten. Handlungsbedarf besteht aber trotzdem!

Für unbelasteten Babytee: Wichtige Maßnahmen bei Bleirohren

Sollte Ihr Check ergeben, dass tatsächlich noch schädliche Bleirohre im Haus verlegt sind, ist ein Brief an den Vermieter angesagt – denn die Beseitigung ist nach aktueller Rechtslage eindeutig Eigentümersache. Wer sich nicht ganz sicher ist oder vermutet, dass auch Leitungen aus Blei bestehen, die er in der Wohnung nicht sehen und prüfen kann, hat eine weitere Möglichkeit, das herauszufinden: Das jeweilige Wasserwerk bietet eine Blei-Analyse für etwa 20 Euro an. Familien mit einem Baby bekommen die Untersuchung des Trinkwassers gegen Vorlage von Geburtsurkunde oder Mutterpass sogar gratis. Wollen Sie ganz genau wissen, wie gut das Wasser ist, mit dem Sie Babytee zubereiten, können Sie übrigens auch eine spezielle Säuglings-Analyse machen lassen. Hier wird nicht nur nach Blei gefahndet, sondern auch genau geprüft, ob eventuell weitere Schadstoffe wie beispielsweise Nitrat und Nitrit in Ihrem Trinkwasser stecken. (koe)
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