Wenn Kinder plötzlich nicht mehr essen wollen | EAT SMARTER
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Stresstisch statt Esstisch

Wenn Kinder plötzlich nicht mehr essen wollen

Wenn Kinder plötzlich viel zu wenig oder nur noch ganz bestimmte Lebensmittel essen, ist das nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. Meist geht so eine Phase schnell vorbei. EAT SMARTER verrät, wie man kleinen Essensverweigerern wieder Lust auf Genuss macht.

Wenn Klein-Anna auf einmal nur noch Toast mit Käse, Klein-Lucas ausschließlich Nudeln oder Klein-Sophie nichts anderes als Würstchen zu sich nehmen wollen, sind ihre Eltern ratlos. Das kann doch nicht gesund sein, meinen sie, und haben damit natürlich erst mal ganz recht. Noch unruhiger reagieren Papa und Mama, wenn der Sprössling aus heiterem Himmel den Appetit verliert und nur noch das Allernötigste zu sich nimmt. Doch Kindermediziner und Ernährungs-Experten trösten: das alles ist durchaus normal und in der Regel kein Grund zur Sorge. Phasen, in denen Kinder sehr einseitig essen, gehören zur kindlichen Entwicklung. Solange Ihr Kind trotzdem aktiv, fröhlich und gesund ist, besteht kaum eine gesundheitliche Gefahr. Trotzdem macht es natürlich Sinn, solche Phasen möglichst schnell zu beenden. Üben Sie aber auf keinen Fall Druck aus; Zwang und Strafen führen eher dazu, dass Ihr Kind erst recht die Nahrung verweigert. Kinderpsychologen raten stattdessen zu Geduld und Fantasie:

Bieten Sie weiterhin unterschiedliche gesunde und abwechslungsreiche Gerichte an.

  • Lassen Sie Ihr Kind selbst entscheiden, ob, was und wie viel es essen möchte und schimpfen Sie nicht, wenn die Portionen klein sind.
  • Trauen Sie Ihrem Kind zu, dass es selbst weiß, ob es hungrig ist oder nicht – das tut der Entwicklung seines Selbstvertrauens gut.
  • Räumen Sie auch fast volle Teller ohne Kommentar ab, wenn das Kind nicht mehr essen mag.
  • Denken Sie daran, dass ein solches selbstbestimmtes Essen auch sehr positive Effekte hat: Es trägt wesentlich dazu bei, das Risiko für Übergewicht zu senken.
  • Schränken Sie süße und fette Snacks sowie zuckerhaltige Getränke ein – nicht als „Strafe“, sondern um den natürlichen Appetit wieder zu wecken.
  • Tricksen Sie notfalls, um Ihrem Kind mehr Vitamine und Mineralstoffe zukommen zu lassen: sie stecken auch in Säften, Mineralwässern und Produkten wie Cornflakes oder Müslis.
  • Lassen Sie Ihr Kind beim Einkaufen und bei der Vor- und Zubereitung der Mahlzeiten mithelfen. Den meisten Kids macht das Spaß und dadurch fast automatisch auch Lust aufs Essen.

Wichtig: Dauern solche Phasen der einseitigen Ernährung länger an oder wirkt Ihr Kind müde, schlapp und blass, fragen Sie unbedingt den Kinderarzt um Rat.

(Koe)

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