Stillen und Schnuller – was für Kinderzähne wichtig ist | EAT SMARTER
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Aktueller Ratgeber

Stillen und Schnuller – was für Kinderzähne wichtig ist

Gesunde Kinderzähne für ein strahlendes Lachen Gesunde Kinderzähne für ein strahlendes Lachen

Viele junge Mütter sind unsicher, wenn es um das Thema Stillen geht: Gilt hier das Motto „je länger, je lieber“ – oder ist weniger mehr? Auch die Frage, ob man nach der Uhr oder eher nach Bedarf stillen sollte, beschäftigt die meisten. Und was tut den kommenden Kinderzähnen eigentlich gut? Antworten auf diese und andere wichtige Fragen bringt ein eben erschienener Ratgeber.

Das zahnlose erste Lächeln eines Babys gehört zu den größten Freuden, die Eltern erleben. Wer denkt dabei schon daran, dass bereits jetzt – ganz am Anfang – die Weichen dafür gestellt werden, ob der ersehnte Nachwuchs auch später noch ein schönes Lächeln hat! Trotzdem ist es so: Von Anfang an können Eltern viel dafür tun, dass ihr Kind einen gesunden Kiefer und gute Kinderzähne bekommt. Wichtige Infos dazu hat die Berliner Initiative Kiefergesundheit e.V. (IKG) in einer gerade erschienenen Ratgeber-Broschüre zusammengestellt.

Stillen: Saugen und Lutschen ist gesund

Der angeborene Saugreflex macht Sinn - nicht nur,  weil Babys so ihre lebenswichtige Nahrung bekommen. Das Saugen und Lutschen beruhigt die ganz Kleinen außerdem und tut ihrer Seele gut. Aber auch das spätere Gebiss profitiert schon jetzt davon, denn das Saugen formt den Kiefer von Anfang an in die richtige Richtung. Für besonders wichtig halten die Experten des IKG dabei, dass Mütter nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf stillen – also dann, wenn ihr Kind Hunger hat. Das kann zwar anstrengender sein, hat aber nach Ansicht der IKG einen Vorteil: Wenn Säuglinge nicht nach festgelegten Zeiten, sondern nach ihrem Bedürfnis an Mamas Brust gelegt werden,  bekommen sie ein ganz natürliches Verhältnis zum Saugen und Lutschen und brauchen das Nuckeln am Schnuller oder am Finger seltener. Und das wiederum ist ebenfalls günstig für die gesunde Entwicklung von Kiefer und Kinderzähnen!

Schnuller oder Daumen – was ist besser für Kinderzähne?

Trotzdem braucht fast jedes Baby zumindest ab und zu das beruhigende Saugen selbst dann, wenn es keinen Hunger oder Durst hat. Auch das ist in Ordnung für den Kiefer, beruhigen die IKG-Experten besorgte Eltern. Der Schnuller sollte dabei nicht tabu sein, ganz im Gegenteil. Denn er ist viel besser für Kiefer und Kinderzähne als sein Ruf und auf jeden Fall gesünder als der viel zu harte Daumen oder Finger, der nicht die passende Form hat, um den Kiefer in seinem Wachstum zu fördern. Wichtig ist allerdings: Längst nicht alle Schnuller sind aus Expertensicht kieferfreundlich bzw. dazu geeignet, den Kiefer in die richtige Form zu bringen. Lassen Sie sich darum beim Nuckel-Kauf beraten (z.B. in der Apotheke) und geben Sie lieber etwas mehr aus. Immer noch billiger (und besser für Ihr Kind!), als später aufwendige Kieferkorrekturen machen zu lassen.

Stillen und Schnuller: Für gesunde Kinderzähne lieber nicht zu lange

Alles hat bekanntlich seine Zeit. Egal, was andere Eltern oder auch selbst ernannte Experten sagen: Zu langes Stillen tut Babys und den Kinderzähnen genauso wenig gut wie das Dauer-Lutschen am Schnuller. „ Es ist wichtig, den Saugreflex nicht über die von der Natur vorgesehene Zeit künstlich zu verlängern“, stellt die IKG klar. Spätestens wenn sich die ersten Kinderzähne zeigen, ersetzt allmählich der natürliche Kaureflex den Saugreflex. Statt Brust oder Fläschchen und Schnuller ist jetzt eher was Festes angesagt: Beißringe erleichtern Ihrem Kind dann die Schmerzen und das Unbehagen, die das Durchkommen der Kinderzähne macht. Eltern, die es allzu gut meinen, richten zumindest in Sachen Kiefergesundheit eher Schaden an. Ab dem siebten, achten Monat sollte es darum bei Hunger immer öfter einen leckeren Brei geben, denn auch das erste Kauen unterstützt den kleinen Kiefer optimal bei seinem gesunden Wachstum.

Wichtig für Kinderzähne: Der Trinkbecher

Die Experten der IKG raten außerdem dazu, ab diesem Zeitpunkt dem Baby bei Durst nicht mehr Brust oder Fläschchen zu geben, sondern es allmählich an den Trinkbecher zu gewöhnen. Auch der Schnuller hat jetzt ausgedient und sollte nach und nach kommt auch der perfekte Moment, langsam auf den Schnuller zu verzichten. Viele weitere Infos und Tipps für gesunde Kinderzähne gibt die aktuelle Broschüre „Stillen und Schnuller“, die Sie hier bestellen können. (koe)
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Da stellt sich mir die Frage, ab wann spricht man von "zu langem Stillen". Was ist die von "..der Natur vorgesehene Zeit.."? Was ist mit "Eltern, die es allzu gut meinen, richten zumindest in Sachen Kiefergesundheit eher Schaden an." Insgesamt hilft dieser Artikel überhaupt nicht weiter. Klingt wie von einem Volontär geschrieben, der sich die zugrundeliegende Literatur nicht richtig durchgelesen hat und aus dem Zusammenhang zitiert.