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Fit & clever mit Omega-3-Fettsäuren

Gesunde Omega-3-Fettsäuren Gesunde Omega-3-Fettsäuren

Dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren gut für Herz und Kreislauf sind, wissen wir inzwischen - für Kinder zum Glück allerdings noch kein Thema. Viel interessanter für Eltern: Omega-3-Fettsäuren können nachweislich die Entwicklung des Gehirns fördern und sorgen so dafür, dass Kids in Kindergarten und Schule leistungsfähig bleiben. Was die Omega-3-Fettsäuren alles bringen und worin sie enthalten sind, erfahren Sie hier.

Omega-3-Fettsäuren: Power für die grauen Zellen

Omega-3-Fettsäuren spielen im Gehirn und für die Gehirnfunktion eine besonders wichtige Rolle. Sie sind entscheidend an der Bildung von Verknüpfungen sowie Übertragung von Signalen im Gehirn beteiligt und machen Denken, Lernen und Erinnern überhaupt erst möglich. Das Dortmunder Institut für Kinderernährung (IKE) empfiehlt darum schon für Babys Rapsöl als Fett, das besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist und obendrein alle anderen wichtigen Fettsäuren in idealer Zusammensetzung enthält. Die Forscher vom IKE konnten nachweisen, dass die mit dem Rapsöl aufgenommenen Omega-3-Fettsäuren im Blut vorhanden sind, der Körper sie also aufnimmt. Der Zusammenhang von Rapsöl und geistiger Entwicklung ist zwar noch längst nicht völlig erforscht, aber vieles spricht dafür, dass die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren Kinder tatsächlich cleverer machen. Zum Beispiel hatten Einjährige, die mit Omega-3-reicher Babynahrung (Mutter- oder Fertigmilch) gefüttert worden waren, in einem einfachen Intelligenz- und Sehtest deutlich bessere Ergebnisse als die Vergleichsgruppe, die herkömmliche Säuglingsnahrung bekommen hatten. Doch auch sonst bringen Omega-3-Fettsäuren für die Gesundheit von Kindern eine Menge Pluspunkte.

Omega-3-Fettsäuren: Hilfe bei ADHS

Ist Ihr Kind ein kleiner Zappelphilipp oder hat sogar die Diagnose ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung)? Dann könnten die Omega-3-Fettsäuren spürbare Erleichterung und Beruhigung bringen. Das jedenfalls ist das Ergebnis mehrerer Studien, bei denen ein Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeitsstörungen und der Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren festgestellt wurde. Forscher vom Zentrum für Mikronährstoffmedizin in Essen zum Beispiel konnten nachweisen, dass Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung oft mit Omega-3-Fettsäuren unterversorgt sind. Experten raten darum den Eltern von kleinen ADHS-Patienten dazu, als erstes die Ernährung umzustellen, bevor Kinder Medikamente bekommen. Tatsächlich gibt es eine auffallende Ähnlichkeit von typischen Mangelerscheinungen bei einem Omega-3-Mangel und den Symptomen von ADHS: In beiden Fällen reagieren Kinder mit Nervosität, Gedächtnisstörungen und motorischer Unruhe. Omega-3-Fettsäuren haben außerdem entzündungshemmende Eigenschaften: Ein Mangel kann die Entwicklung von Ekzemen, Schuppenflechte und Neurodermitis fördern. Auch bei entzündlichen Gelenk- oder Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn) und Asthma können mit Omega-3-reicher Nahrung oft gelindert werden. Außerdem stärken Omega-3-Fettsäuren schon bei den Kleinsten die Abwehrkräfte und das Immunsystem: Kinder werden nicht so schnell krank, Wunden heilen besser.

Omega-3-Fettsäuren: Am besten aus der Natur

So hilfreich die wertvollen Omega-3-Fettsäuren sind – Experten raten davon ab, sie gesunden Kindern in Form von Kapseln bzw. Nahrungsergänzungsmitteln zu geben. Viel besser: Lebensmittel, die von Natur aus reich an Omega-3-Fettsäuren sind wie vor allem
  • Rapsöl, aber auch Walnuss-, Soja-, Weizenkeim- und Olivenöl.
    fettreicher Fisch wie Lachs, Forelle, Makrele, Thunfisch, Hering.

  • Manche Gemüse wie Paprika, Lauch, Sojabohnen und Spinat enthalten Omega- 3- Fettsäuren.

  • In Milchprodukten und Käse stecken von Natur aus Omega-3 -Fettsäuren, wenn die Milch von Kühen kommt, die mit frischem Gras gefüttert wurden.

  • Nüssen und Samen sind ebenfalls reich an Omega-3-Fettsäuren; besonders gilt das für Walnüsse und Leinsamen.
(Koe)
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Und wo sind die Kinder, die reichlich Makrele, Thunfisch, Lachs, Lauch und Sojabohnen verzehren, dass es einen therapeutischen Nutzen hat? Wo gibt es noch Kühe, die auf der Wiese Gras fressen und nicht nur im Stall stehen? Die Natur ist mit sicherheit der bessere Arzt, doch um therapeutisch dem ADHS-Problem entgegenzuwirken, komme ich an guten Nahrungsergänzungen nicht herum.