So gefährlich ist Bubble Tea für Kinder | EAT SMARTER
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So gefährlich ist Bubble Tea für KinderDurchschnittliche Bewertung: 5151

Bunt, beliebt und riskant

So gefährlich ist Bubble Tea für Kinder

So gefährlich ist Bubble Tea für Kinder So gefährlich ist Bubble Tea für Kinder

Ein bisschen Spaß muss sein, finden auch Eltern und können gut verstehen, dass das neueste Trend-Getränk Bubble Tea bei Kindern heiß begehrt ist. Diese sehen mit ihren knallbunten Farben besonders für Kinder einfach verlockend aus. Die "Bubbles", kleine Tapiokaperlen, finden Kids besonders. Experten hingegen finden den Modetrend allerdings wenig witzig und sind der Meinung: Bubble Tea kann gefährlich sein.

Auf den ersten Blick scheint Bubble Tea ein toller Trend zu sein: Gemixt aus grünem oder schwarzem Tee mit Milch, Joghurt und Frucht – das klingt doch gesund! Ist es aber keineswegs. Nicht nur die Stiftung Warentest warnte jetzt vor dem In-Getränk, das es je nach Sorte pro Becher auf bis zu 90 g Zucker und 500 Kalorien bringt und in dem jede Menge Chemie für Farbe und Geschmack sorgt. Natürlich, so die Verbraucherorganisation in Berlin, ist an dem Modedrink aus Asien so gut wie nichts. Statt angeblich natürlicher Farb- und Aromastoffe tummeln sich darin unter anderem gesundheitlich bedenkliche Azofarbstoffe. Diese machen Bubble Tea gerade für Kinder gefährlich: Nach Ansicht vieler Mediziner können sie zu Aufmerksamkeitsstörungen führen. Die Tests ergaben außerdem, dass natürliche Fruchtaromen nur in winzigen Mengen nachweisbar sind – der Rest an Geschmack kommt aus der Retorte. Gesund ist anders!

So gefährlich ist Bubble Tea für Kleinkinder

Alarm schlägt auch der Berufsverband der deutschen Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Und das nicht nur deshalb, weil Azofarbstoffe und extrem hoher Zuckergehalt im Bubble Tea für Kindern und Jugendlichen nicht gut tun. Die Mediziner warnen außerdem, dass der bunte Bubble Tea für kleine Kinder sogar gefährlich werden kann. Gerade der eigentliche Clou des Mode-Drinks ist dabei das Problem: Die „Bubbles“ aus Stärke bzw. Tapioka sind im Durchschnitt so groß wie eine Erdnuss und haben eine Konsistenz wie Kaugummi. Sie flutschen beim Trinken durch den extra dicken Strohhalm in den Mund und sorgen so für einen gewissen Spaßeffekt. Bei Kleinkindern besteht die Gefahr, dass sie sich an den bunten Bubbles verschlucken – und das könnte gefährliche Folgen haben: „Geraten die Kügelchen über die Luftröhre in die Lunge, können sie zu einer Lungenentzündung oder sogar zu einem Lungenkollaps führen,“ erklärte Dr. med. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Bubble Tea: Was Sie im Notfall tun können

Der BVKJ ist der Ansicht, dass Bubble Tea für Kinder als „nicht verkehrsfähig“ gelten muss und will beim Bundesministerium für Verbraucherschutz darauf drängen, dass Hersteller und Händler zu entsprechenden Warnhinweisen verpflichtet werden. Ein Verbot ist allerdings nicht in Sicht, sodass Eltern selbst dafür sorgen müssen, dass ihre Kinder kein Bubble Tea trinken. Sollte Ihr Kind sich an den Bubbles verschlucken, plötzlich Hustenanfälle bekommen oder in Atemnot geraten, rät der BVKJ, sofort den Notarzt zu rufen und das Kind ins Krankenhaus zu bringen. (koe)
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