Übergewicht bei Kindern: Was die Kleinen dick macht | EAT SMARTER
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IDEFICS-Studie

Übergewicht bei Kindern: Was die Kleinen dick macht

Seit 2006 befasst sich die sogenannte IDEFICS-Studie mit den Ursachen für Übergewicht bei Kindern. Die aktuelle Publikation der Autoren befasst sich mit der Frage, wie der Medienkonsum mit dem Übergewicht bei Kindern zusammenhängt. Das Ergebnis: Je länger Kinder am Bildschirm sitzen und je kürzer sie in der Nacht schlafen, desto schneller legen sie an Gewicht zu.

Glotze und Computer statt Sport? Ist dies zu häufig der Fall, kann es zu Übergewicht bei Kindern führen. Das haben wir uns doch schon immer gedacht. Diesen Eindruck bestätigen nun auch die Autoren der IDEFICS-Studie. Das von der EU geförderte Projekt für "Identifikation und Prävention von ernährungs- und lebensstilbedingten Gesundheitsfaktoren bei Kleinkindern und Kindern" – koordiniert vom Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin der Universität Bremen (BIPS) - ergab, dass jede Stunde sogenannte Bildschirmzeit zählt und buchstäblich Gewicht hat.

Übergewicht bei Kindern: Auf den Snack kommt es an

Führt Fernsehen also zu Übergewicht bei Kindern? Das legen die Ergebnisse der 5 Jahre dauernden europaweiten Studie mit mehr als 16.000 Kindern zwischen 2 und 9 Jahren jedenfalls nahe. Von den verschiedenen untersuchten kindlichen Verhaltensweisen hing das Fernsehgucken am deutlichsten mit einem möglichen Übergewicht bei Kindern zusammen. Dabei gilt: Je mehr Zeit Kinder mit passiven Beschäftigungen wie Fernsehen oder Sitzen am PC verbringen, desto höher wird ihr Hüftumfang. Ganz klar wurde in der Studie allerdings nicht, ob das Sitzen allein dick macht oder ob die dabei geknabberten Snacks der eigentliche Übeltäter sind.
Fakt ist aber, dass es Zusammenhänge gibt: Die IDEFICS-Forscher in allen Studienländern stellten fest, dass fast die Hälfte der Kinder häufiger beim Essen fernsehen; die Kinder, die viel fernsehen, aßen außerdem auffällig oft fett- und zuckerreich. Keine gute Gewohnheit also, wenn Kinder schlank und gesund bleiben sollen und so das Übergewicht bei Kindern verhindert werden soll! Die europäischen Studienergebnisse machen darum eine klare Ansage: Fernsehen und Essen sind kein gutes Paar. Aber wenn schon Essen vor dem Bildschirm, dann bitte Obst und Gemüse statt Schokoriegel und Chips.

Übergewicht bei Kindern: Die richtige Mischung macht´s

Zu den eindeutigen und wenig überraschenden Erkenntnissen der europäischen Wissenschaftler gehört auch, dass Bewegung bei Kindern Übergewicht verhindert und so für eine schlanke Linie sorgt. Spielen, Toben, Sport – all das gehört zu einem gesunden Kinderleben dazu. Allerdings müssen auch die Bedingungen dafür stimmen. Natürlich sind wir Eltern als gutes Vorbild gefragt: Wer selbst die Dauer-Couchpotatoe gibt, muss sich nicht wundern, wenn der Nachwuchs auch wenig Lust zu einem aktiven Leben zeigt.

Übergewicht bei Kindern: Auf der Schlaf ist wichtig

Zu viel des Guten kann allerdings das Gegenteil bewirken: Bewegung muss sein, aber ausreichender Schlaf ist für das Gewicht bei Kindern mindestens genauso wichtig. Auch das ergab die IDEFICS-Studie ganz eindeutig: Kinder, die zu wenig schlafen, werden leichter moppelig. Schlafmangel kann also auch zu Übergewicht bei Kindern führen.

Kinder, die im Durchschnitt 9-10 Stunden im Bett liegen, werden seltener übergewichtig als Altersgenossen, die nur 7-8 Stunden Nachtruhe bekommen. Das Fazit der Forscher: Die optimale Schlafzeit liegt bei neun Stunden pro Nacht. Schlafen Kinder regelmäßig weniger, sind sie doppelt so anfällig für Übergewicht als Kinder mit elf Stunden Schlaf – und das gilt sogar dann, wenn sie Snacks vor dem Fernseher essen.

(koe)

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Ein gesundes Kind hat normalerweise auch ein gesundes Essverhalten. Übergewicht ist in den meisten Fällen anerzogen, durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Letzteres ist ein wesentlicher Faktor für Übergewicht, weil Kinder viel zu viel vor dem Fernseher oder dem Computer sitzen.