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Verbraucherministerin Ilse Aigner

Die 100 Tage-Bilanz von "lebensmittelklarheit.de"

Anfang Juli ging das Portal "lebensmittelklarheit.de" online, auf dem sich Verbraucher über irreführende Lebensmittelkennzeichnungen beschweren können. 100 Tage später zieht Verbraucherministerin Ilse Aigner eine positive Bilanz: "Die überwältigende Resonanz zeigt, dass es richtig war, dieses Portal zu gründen." Doch von den 3800 Beschwerden, die bislang eingegangenen sind, wurden gerade einmal 900 bearbeitet.

Drei Monate nach dem Start von "lebensmittelklarheit.de" zieht Verbraucherministerin Ilse Aigner eine positive Bilanz. "Das von den Verbraucherzentralen betriebene Internetportal ist ein voller Erfolg", sagte Ilse Aigner in einem Gespräch mit dem EAT SMARTER-Magazin. Die neue Plattform ermögliche einen offenen Dialog zwischen den Herstellern und den Verbrauchern. Hersteller können auf die Hinweise und Beschwerden eingehen und ihre Produkte bei Bedarf anpassen. 3800 Meldungen bis Oktober
Bis Oktober verzeichnete das Portal nach Angaben der Verbraucherzentrale Bundesverband über 3800 Produktmeldungen und mehr als 2500 sonstige Anfragen. Häufig handelte es sich um Beschwerden über Produkt-Aufmachungen, von denen sich Verbraucher getäuscht fühlten. Dazu gehören zum Beispiel Bilder von Früchten, die auf der Zutatenliste gar nicht auftauchen. Viele dieser Aufmachungen sind gesetzlich erlaubt, dennoch fühlen sich Verbraucher davon getäuscht. Ein Team von Experten der Verbraucherzentrale Hessen überprüft diese Beschwerden, schreibt den Hersteller an und veröffentlicht Bilder des Produkts, die Stellungnahme des Anbieters und eine eigene Bewertung auf dem Portal. Allerdings konnten von den 3800 Beschwerden erst etwa 900 bearbeitet werden. "Verbraucher legen Wert auf Transparenz"
Nach Angaben von Ilse Aigner stoße das Portal bei vielen Verbrauchern auf große Resonanz. "Die Verbraucher legen großen Wert auf Transparenz und Information." Mittlerweile hätten auch einige Hersteller ihre Produkte nach den Beschwerden entsprechend angepasst. Das Verbraucherministerium wolle die Diskussion auf dem Portal aufmerksam weiter verfolgen, um auch in Zukunft Verbesserungen bei der Lebensmittelkennzeichnung auf den Weg zu bringen. Das vollständige Interview mit Ilse Aigner finden Sie in der aktuellen Ausgabe des EAT SMARTER-Magazins. (wil)
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