Die 5 größten Ernährungsfallen | EAT SMARTER
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Die 5 größten Ernährungsfallen

Auszugsmehle, gehärtete Fette, Dioxin - es gibt viele Fallen, in die man auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung tappen kann. Das Problem: Auf den ersten Blick sind sie nicht immer erkennbar. EAT SMARTER deckt die fiesesten von ihnen auf, erklärt ihre Wirkung und zeigt, wie man sie umgehen kann.

Falle 1: Auszugsmehl Es ist zwar sehr lange haltbar, doch es hat kaum Vitamine: Wenn Auszugsmehle in den Lebensmitteln stecken, fehlen meistens wichtige Inhaltsstoffe der Getreidekörner. Das Mehl wird vor allem in der Industrie eingesetzt. Durch verschiedene technische Verfahren wird das Innere, der Mehlkörper, aus dem Getreidekorn herausgelöst. Auf diese Weise werden Brote, Brötchen und Kuchen haltbarer. Doch es gibt auch einen Nachteil: Wichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente gehen bei der Produktion verloren. Denn diese Bestandteile stecken vor allem in den äußeren Schalen des Getreidekorns. Sie landen als Reste in der sogenannten Kleie, mit der unter anderem Tiere gefüttert werden. Im Auszugsmehl selbst bleibt nur ein geringer Anteil der Mineralien. Der Gehalt ist an der E-Nummer abzulesen. Das Auszugsmehl E 405 zum Beispiel enthält pro 100 Gramm etwa 405 Milligramm Mineralstoffe. Vollkornprodukte werden dagegen aus dem vollen Getreidekorn hergestellt. So enthalten die Produkte mehr wichtige Vitamine. Wer auf Auszugsmehle verzichten will, sollte verstärkt auf Vollkorn setzen. Falle 2: Salz Eigentlich ist Salz für den Menschen lebenswichtig. Salz enthält Natrium und Kalium, die Stoffe sind unter anderem wichtig für den Aufbau von Knochen, für die Verdauung und den Wasserhaushalt im menschlichen Körper. Mehr als sechs Gramm pro Tag braucht man allerdings nicht aufzunehmen. Doch bei vielen Menschen sieht der Verbrauch anders aus: Laut der deutschen Verzehrstudie kommen wir im Schnitt auf acht bis neun Gramm am Tag. Dies liegt unter anderem daran, dass in vielen Fertigprodukten sehr viel Salz steckt. Ein erhöhter Salzkonsum gilt als Risikofaktor für erhöhten Bluthochdruck. Und dieser wiederum erhöht das Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfälle. Dabei lässt sich Salz beim Kochen sehr einfach sparen: Wer sein Fleisch zum Beispiel dünstet, anstatt es zu braten, schont die natürlichen Aromen. So muss man dann weniger stark nachwürzen. Weitere Beispiele, wie Sie Salz sparen können, finden Sie hier. Falle 3: Fabrikfette Sie stecken in Margarine, Salatöl, Kartoffel-Chips oder Fleischkonserven und haben eigentlich keinen Nutzen mehr für den Menschen. Denn viele dieser Fabrikfette werden durch technische Verfahren entsäuert, vakuumdestilliert, laugenraffiniert, gebleicht, geschönt und mit Geschmacksstoffen, Emulgatoren und Antispritzmitteln versetzt. Dabei verlieren die Fette ihren eigentlichen Wert für den Körper. Besonders macht sich dies bei der Fetthärtung bemerkbar: Eigentlich lebenswichtige ungesättigte Fettsäuren werden bei der Verarbeitung erhitzt und härten somit aus. Dabei gehören Fette neben Kohlenhydraten und Proteinen zu den Grundnährstoffen. Sie haben für den Körper wichtige Funktionen, etwa als Wärmepolster, Stoßdämpfer unter den Füßen oder als Energiespeicher. Mehr Informationen zum Thema Fette finden sie hier. Die Energie, die der Körper durch das Fett aufnimmt und nicht verbraucht, speichert er im Fettgewebe. Nimmt man nun über eine längere Zeit hinweg mehr Energie auf, als man benötigt, wächst auch der Fettspeicher an. Und das macht sich vor allem am Bauch, an den Hüften oder am Po bemerkbar. Lebenswichtige Fette stecken dagegen vor allem in naturbelassenen, kaltgepressten Pflanzenölen, zum Beispiel in Olivenölen oder Sonnenblumenölen. Sie sind für eine gesunde Ernährung äußerst wichtig. Falle 4: Dioxine Die Belastung durch Dioxin nimmt zwar insgesamt ab, aber Meldungen über Dioxinbelastungen finden sich auch heute noch. Erst vor rund zwei Wochen warnte das saarländische Umweltministerium davor, Fische aus der Saar zu essen. Die Tiere werden derzeit untersucht. Es sind vor allem fetthaltige, tierische Lebensmittel, die häufig von Umweltgiften betroffen sind, denn die Dioxine werden vom Fett geradezu angezogen. Über Fleischwaren nehmen wir etwa 20 Prozent der täglichen Dosis an Dioxinen auf. Durch Milchprodukte kommen noch einmal etwa 30 Prozent hinzu. Und immer wieder gibt es Meldungen, die von Produkten mit einer erhöhten Dioxin-Belastung berichten. Verbraucherschützer empfehlen hier, dass man beim Einkaufen bewusst auf die Herkunft achten soll. In der Regel sind Bio-Produkte weniger anfällig für Belastungen als andere. Falle 5: Stress Wer im Job unter Zeitdruck steht, verzichtet gern auf die Mittagspause. Laut einer aktuellen Umfrage des Berufsportals Monster nutzen nur 34 Prozent der deutschen Arbeitnehmer die Zeit, um sich richtig zu ernähren. Die Anderen greifen dagegen auf schnelle Snacks zurück. Dagegen helfen feste Rituale. Richten Sie sich mehrmals pro Woche feste Termine ein, an denen Sie bewusst genießen. Dies kann ein erster Schritt sein, um Hektik und Stress aus dem Berufsalltag zu entgehen. Wie Sie ansonsten möglichen Futter-Fallen im Büro umgehen, erfahren Sie hier.

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Hi, kleiner Kommentar zu den anderen Kommentaren: Gramm und Milligramm sollte man dann doch auseinander halten... Kleiner Hinweis noch, ein Link im letzten Beitrag (Stress) fehlt im "hier" (waere auf jeden Fall einer zu erwarten, so wie der Satz gebaut ist...) Ansonsten gefaellt mir der Inhalt des Beitrags doch wirklich gut - macht weiter so. VG M
 
Und wie verhält es sich bei Mehl Type 1050? Enthalten 1000 g Mehl 1050 g Mineralstoffe????? Tatsächlich gibt die Typebezeichnung an,wieviel Gramm Asche entsteht,wenn das Mehl verbrannt wird.Durch die Oxydation können so auch aus 1 Kg Mehl 1050 gr.Asche entstehen. Auch Ernährungsexperten lernen nie aus!!
 
"Das Auszugsmehl E 405 zum Beispiel enthält pro 100 Gramm etwa 405 Gramm Mineralstoffe." wow. Interessante Rechnung! :) Ihr meint sicher "pro 100 Kilogramm".
 
"Der Gehalt ist an der E-Nummer abzulesen. Das Auszugsmehl E 405 zum Beispiel enthält pro 100 Gramm etwa 405 Gramm Mineralstoffe." Das macht ihr mir mal vor, wie das gehen soll... :-) Gerne ein paar Nuller verteilende, muimui