Abnehmen durch Fett | EAT SMARTER
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Abnehmen durch Fett: Forscher machen Wahnsinns-EntdeckungDurchschnittliche Bewertung: 3.9157

Kampf gegen Übergewicht

Abnehmen durch Fett: Forscher machen Wahnsinns-Entdeckung

Weißes Fett macht übergewichtig, braunes Fett lässt Pfunde schmelzen. Forscher haben nun entdeckt, wie sich das Wachstum von braunen Fettzellen vermehren lässt. Und das hat Vorteile: denn je mehr braune Fettzellen der Körper hat, desto mehr Energie aus weißen Fettzellen wird verbraucht.

Im Kampf gegen Übergewicht haben amerikanische Forscher eine interessante Entdeckung gemacht. Die Blockade eines Hormons kann die Vermehrung von braunen Fettzellen im Körper anregen. Das Besondere: durch die erhöhnte Menge an braunen Fettzellen, wird insgesamt weniger Fett gespeichert und gleichzeitig auch mehr Körperfett verbrannt. Denn braune Fettzellen verbrauchen Energie aus weißen Fettzellen. Das Wachstum brauner Fettzellen anzuregen könnte übergewichtigen Menschen daher helfen, ihr Körpergewicht zu normalisieren, schreiben Wissenschaftler im Journal „Cell Metabolism“. Fett ist nicht gleich Fett: Beim menschlichen Körperfett kann zwischen braunen und weißen Fettzellen unterschieden werden. Das weiße Fett speichert Energie, die der Mensch in Form von Nahrung aufnimmt. Es setzt sich vor allem an Bauch, Hüften und Gesäß ab. Ein Kilo Körperfett speichert die Energie von etwa 7000 Kalorien. Zum Vergleich: Die Energie reicht für einen 10-Stunden-Lauf.

Braunes Fett: verantwortlich für die Wärmeproduktion

Braunes Fettgewebe ist dagegen für die Produktion von Körperwärme verantwortlich. Die Zellen sind reich an Mitochondrien. Diese Zellorganellen werden auch „als Kraftwerke des Körpers“ bezeichnet, weil sie die Nahrung in Energie umwandeln. Erzeugen die braunen Fettzellen nun Wärme, zapfen sie dafür die Reserven aus den weißen Fettzellen an. „Wenn wir den menschlichen Körper dazu bringen könnten, „schlechtes Fett“ in „gutes Fett“ zu verwandeln, würden wir über eine neue Strategie verfügen, die Fettleibigkeit zu bekämpfen“, sagt Sheng Bi von der Johns Hopkins University in Baltimore. Zumindest im Tierversuch ist dies nun gelungen: Sheng Bi untersuchte die Wirkung des Hormons Neuropeptid Y (NPY). Dieses wird vor allem in der Hirnregion des Hypothalamus gebildet. Aus bisherigen Studien ist bekannt, dass eine Überproduktion dieses Hormons zu Fettleibigkeit führen kann. Sheng Bi und seinen Kollegen gelang es nun, dieses Hormon zu blockieren. Die Forscher injizierten den Ratten gentechnisch veränderte Viren, die das NPY-Gen abschalteten.

Behandelte Ratten nahmen weniger stark zu

Innerhalb der Untersuchungszeit nahmen die Ratten weniger Körpergewicht zu als ihre unbehandelte Vergleichsgruppe. Als beide Gruppen dann sechs Wochen lang fettreiche Nahrung bekamen, wurden nur die Kontrolltiere fettleibig. Dabei machten die Wissenschaftler eine weitere interessante Beobachtung: Während der Untersuchungszeit hatten sich bei den behandelten Ratten braune Fettzellen in der Leistengegend gebildet und dadurch weiße Fettzellen ersetzt. Wie sich das braune Fettgewebe allerdings bilden konnte, ist derzeit noch nicht bekannt. Ob sich diese Erkenntnisse auch auf den Menschen übertragen lassen, müsse durch weitere Versuche geklärt werden.

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