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Neue Studie

Bewegungsmangel tötet jährlich fünf Millionen Menschen

Erfahren Sie, warum Bewegungsmangel schlecht für die Gesundheit ist Erfahren Sie, warum Bewegungsmangel schlecht für die Gesundheit ist

Wenn Bewegungsmangel tödlich wird: Nach Angaben von Wissenschaftlern der Havard Universität sterben jährlich mehr als fünf Millionen Menschen, weil sie sich nicht genügend bewegen. Dabei können schon kleine Veränderungen die Lebenserwartung deutlich steigern.

Seit Jahren versuchen Ärzte, Gesundheitsexperten oder staatliche Initiativen, den weltweiten Bewegungsmangel zu bekämpfen und die Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren. Die Gründe sind einleuchtend: Wer sich regelmäßig bewegt, kann seine Lebenszeit verlängern. Doch nach wie vor fahren die meisten Leute lieber mit dem Auto statt mit dem Rad, nehmen lieber den Fahrstuhl statt die Treppe. Welche Folgen der Bewegungsmangel hat, zeigen nun zwei Studien aus dem Fachmagazin „The Lancet“. Nach den Berechnungen ist Bewegungsmangel weltweit für den Tod von mehr als 5,3 Millionen Menschen verantwortlich.

Bewegungsmangel für zehn Prozent der weltweiten Todesfälle verantwortlich

Und das ist immerhin fast jeder zehnte Todesfall, wie die Forscher um I-Min Lee von der Havard University schreiben. Die Forscher analysierten die insgesamt 57 Millionen Todesfälle aus dem Jahr 2008: Mehr als fünf Millionen Tode konnte die Gruppe dabei auf Bewegungsmangel zurückführen. Weltweit sei Bewegungsmangel für sechs Prozent der Herzkreislauferkrankungen, für sieben Prozent der Diabetes-Typ-II-Erkrankungen und für zehn Prozent aller Brust- und Dickdarmkrebserkrankungen verantwortlich.

Bewegungsmangel bei jungen Menschen besonders groß

Von Bewegungsmangel spricht man, wenn Menschen sich nicht mindestens fünfmal in der Woche in einem gemäßigten Tempo bewegen oder dreimal in der Woche einer anstrengenden körperlichen Tätigkeit nachgehen. Eine weitere Studie von Pedro Hallal von der brasilianischen Universität Pelotas zeigt, wie viele Menschen weltweit davon betroffen sind: Mehr als ein Drittel der Menschen über 15 Jahren bewegen sich zu wenig, Frauen trifft es häufiger als Männer. Bei den 13- bis 15-Jährigen sind es sogar vier von fünf. Es sind deutlich Zahlen die zeigen, wie bequem die Welt offenbar geworden ist.

Der Kampf gegen den Bewegungsmangel

Dabei können schon kleine körperliche Aktivitäten den Bewegungsmangel eindämmen und die Lebenserwartung verlängern. Erst im vergangenen Jahr zeigten Wissenschaftler aus Taiwan, dass bereits 15 Minuten Bewegung am Tag, die Lebenserwartung um bis zu drei Jahren verlängern kann. Ähnliche Hinweise liefert eine Amerikanische Studie, die kürzlich im Magazin „British Medical Journal Open“ erschienen ist. Zwar lässt sich nicht genau bestimmen, wie häufig man sich bewegen muss um ein bestimmtes Lebensalter zu erreichen, weil die genetischen Faktoren auch eine wichtige Rolle spielen. Aber dass regelmäßige Bewegung das Leben verlängern kann, gilt unter Experten mittlerweile als erwiesen.

Was tun gegen Bewegungsmangel?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sich 150 Minuten in der Woche regelmäßig zu bewegen. Darunter versteht die WHO zum Beispiel einen zügigen Spaziergang. Alternativ kann man sich aber auch 75 Minuten in der Woche Sport betreiben, zum Beispiel Joggen oder Schwimmen. Es braucht nicht viel, um ein gesünderes Leben führen zu können. EAT SMARTER hat die besten Tipps gegen Bewegungsmangel für Sie zusammengestellt.

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