Das hat im August Saison | EAT SMARTER
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Lecker

Das hat im August Saison

Das hat im August Saison Das hat im August Saison

Wie schon im vergangenen Monat zeigt EAT SMARTER, welche Früchte und welches Gemüse im August Saison haben. Zwei leckere Obst- und drei schmackhafte Gemüsesorten sind mit von der Partie.

Das hat im August Saison: Lollo Rosso

Der attraktive Krauskopf gehört zur Gruppe der Schnitt- und Pflücksalate und ist daher bei genauerem Hinsehen gar kein Kopf, sondern bildet eine Rosette. Es gibt verschiedene Sorten, darunter solche mit fast durchweg roten Blättern. Andere haben grüne Blätter, die sich erst zum Rand hin dunkel- bis weinrot färben. Lollo rosso besteht zu 92 % aus Wasser – das macht ihn zum absoluten Figurschmeichler. In den restlichen 8 Prozent stecken vor allem Vitamin A und Vitamin C sowie Kalium und Eisen. Außerdem enthalten die roten Blätter des Lollo rosso eine beachtliche Portion Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben erwiesenermaßen einen schützenden Effekt für die Körperzellen und die Gefäße.
Wie bei allen Salaten gilt auch beim Lollo rosso: Als Erstes evtl. vorhandene welke Blätter ablösen und entsorgen. Dann die einzelnen Blätter vom dünnen Strunk zupfen und gründlich waschen, am besten mehrmals im sauberen, mit Wasser gefüllten Spülbecken. Das ist deshalb wichtig, weil sich in den krausen Blättern speziell bei Freiland-Salat viel Erde, Sand oder kleine Insekten verstecken können.

Das hat im August Saison: Porree

Porree-RezepteDer Porree ist viel milder in Geschmack und Geruch als seine engen Verwandten Zwiebeln und Knoblauch, doch er besitzt die gleichen Wirkstoffe wie die übrigen Mitglieder der Familie, allerdings etwas weniger. Dafür kann man vom Lauch, wie der Porree in Süddeutschland heißt, wegen seines feineren Geschmacks erheblich mehr essen. Porree enthält in seinen grünen Pflanzenteilen reichlich Beta-Carotin, einen Farbstoff, der vor Zivilisationskrankheiten schützt und gleichzeitig eine Vorstufe des Vitamin A ist. Hervorzuheben sind beim Porree außerdem die Spurenelemente Zink und Fluor. Porree ist ein unproblematisches Gemüse. Auch sein Nitratgehalt ist nicht sehr hoch: Mit 500 bis 1000 Milligramm Düngerrückstand pro Kilogramm liegt der Porree im mittleren Bereich. Häufig wird der grüne Teil der Porreestange weggeschnitten und nur das zarte Weiße verwendet. Dabei steckt im Grün 300-mal so viel Beta-Carotin wie im weißen Abschnitt.

„Porree war schon um 2100 v. Chr. bekannt. Auch im alten Ägypten wurde das Gemüse, als Nahrung für die Pyramiden-Bauer, verwendet und wurde in der Antike im gesamten Mittelmeerraum geschätzt. Wegen der großen Leidenschaft des römischen Kaisers Nero zu diesem Gemüse, wurde es als „Porrophagus“ (Laufresser) bezeichnet. Man geht davon aus, dass Porree im Mittelalter aus Italien nach Mitteleuropa kam. Heute wir das Gemüse aufgrund seiner fettsenkender und verdauungsfördernden Wirkung bekannt. Durch den würzigen Geschmack ist er auch als eigenständiges Gericht sehr köstlich“, so Sternekoch Heinz O. Wehmann.

Das hat im August Saison: Weißkohl

Bei uns gilt Weißkohl als die wichtigste, weil am meisten verkaufte aller sogenannten Kopfkohlarten. Rund 90 % des in Deutschland verputzten Weißkohls kommt aus heimischem Anbau, den kleinen Rest importieren wir aus anderen Anbauländern und -gebieten wie Polen, Russland, Skandinavien, Großbritannien und Asien. Das größte geschlossene Anbaugebiet Europas liegt aber immer noch in Dithmarschen, wo man gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Kiel sogar eigene Qualitätsvorschriften für Weißkohl aufgestellt hat. Geerntet werden Weißkohlköpfe übrigens bis heute meistens noch per Hand; nur die Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie – zum Beispiel zu Sauerkraut – erledigen überwiegend Maschinen. Der hellgrüne „Dickkopf“ hat's in sich: Schon 200 g Weißkohl enthalten mit 94 mg fast unser gesamtes Tagessoll an Vitamin C. Damit nicht genug: On Top gibt es pro Portion auch bis zu 400 % der von Ernährungs-Experten empfohlenen Tagesdosis an Vitamin K darin, außerdem reichlich Selen, Magnesium und herzschützendes Kalium. Auch sein Gehalt an Ballaststoffen spricht für Weißkohl, denn dadurch hält er nicht nur lange satt, sondern bringt auch eine müde Verdauung auf Trab.

Das hat im August Saison: Brombeeren

Brombeer-RezepteDie tief dunkelroten Pflanzenfarbstoffe der Brombeeren verbessern die Fließfähigkeit des Bluts, wirken antibakteriell und lindern Entzündungen. Außerdem hemmen sie die Ausbreitung von Viren, Bakterien und Pilzen. Wie bei vielen Früchten hat auch diese aromatische Beerensorte viele Pluspunkte: Brombeeren enthalten kein Fett, kein Cholesterin, keine Purine und kein Kochsalz. Dafür gibt es mehr Vitamin C als im Apfel, außerdem eine mittlere Portion Beta-Carotin und Vitamin E, Calcium und Kalium und eine ganz dicke Portion Ballaststoffe. Der lösliche Ballaststoff Pektin hilft, einen überhöhten Cholesterinspiegel in Schach zu halten.

Das hat im August Saison: Pflaumen

Pflaumen-RezepteZugegeben - bei diesem Steinobst kann man ganz schnell den Überblick verlieren. Weltweit gibt es über 2000 Sorten, die wir unter dem Oberbegriff „Pflaumen“ zusammenfassen. Die vier gängigsten Sorten sind die Pflaumen, Zwetschgen, Renekloden und Mirabellen.
Pflaumen lassen sich durchaus als blaue Gesundheitskugeln beschreiben. Neben Provitamin A, B-Vitaminen und den Vitaminen C, E und K enthalten Pflaumen auch Zink, Kupfer, Kalzium und Bor. Vor allen Dingen die B-Vitamine sind wichtig für einen gesunden Stoffwechsel und ein intaktes Nervensystem. Reife Pflaumen erkennen Sie an ihrer tiefen, rotbläulichen Farbe, reife Zwetschgen sind dunkelblau. Achten Sie beim Einkauf auf eine natürliche und unbeschädigte Wachsschicht und einen angenehmen Geruch. Geben die Früchte auf leichten Druck nach, sind sie optimal. Lagerung: Je nach Sorte halten sich die Pflaumen bis zu sieben Tage im Kühlschrank, am besten in einer durchlöcherten Plastiktüte.

Pflaumen werden meistens verwendet für Obstsalate, Kuchen und Kompott. Sie eignen sich auch sehr gut als Beilage zu Fleischgerichten wie Kalbsleber. Oder auch als Chutney zum Käse gereicht. Auch für Früchtebrot sind sie ein wichtiger Bestandteil. „In unsere Küche verwenden wir gerne Zwetschgen. Diese sind in der Konsistenz fester und säuerlicher“, sagt Sternekoch Heinz O. Wehmann.

(chil)

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