FIlterkaffee ist wieder im Kommen! | EAT SMARTER
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Der Filterkaffee gibt sein ComebackDurchschnittliche Bewertung: 4152

Handgemacht und selbst gebrüht

Der Filterkaffee gibt sein Comeback

FIlterkaffee ist wieder im Kommen! FIlterkaffee ist wieder im Kommen!

Der Filterkaffee erlebt derzeit allerdings ein echtes Comeback. Ob Sie die Bohnen – wie Großmutter – selbst in exakt der Körnung mahlen, die Sie am liebsten mögen, oder das fertige Pulver kaufen, die neue Devise bei Feinschmeckern lautet in jedem Fall: handgemacht und selbst gebrüht!

Schon der Räuber Hotzenplotz war fasziniert von ihr: der Kaffeemühle. Und so schlich er sich in Großmutters Garten, raubte ihr das Mahlwerk und versteckte sich in einer Höhle im Wald, bis ihm Kasperl und Seppel auf die Schliche kamen. In dem Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler (1923-2013) musste die alte Dame noch mühsam von Hand die Kurbel drehen. Heute werden die frischen Bohnen nach neuestem Stand der Technik elektrisch zu aromatischem Pulver zerkleinert und häufig schon in gebrauchsfertigen Kapseln geliefert.

Guten Morgen: Wasser kochen und los geht´s

Die Kaffeemischungen von Lavazza haben den Vorteil, dass Sie nahezu alle auf jede erdenkliche Weise zubereiten können. Wenn das Wasser gekocht hat, warten Sie einen Moment, bis es sich auf ca. 91 Grad „abgekühlt“ hat. Ist das Wasser zu heiß, vermehren sich die Bitterstoffe; ist es nur lauwarm, schmeckt der Kaffee dünn und sauer. Sie können wählen, wie Sie das Kaffeepulver aufbrühen möchten.

Einige Möglichkeiten lesen Sie hier:

  • französisch mit einer sogenannten Press-Stempel-Kanne (French Press). Das Pulver, am besten grob gemahlen, kommt in ein Glasgefäß, wird mit Wasser übergossen und nach drei bis fünf Minuten mit einem Drahtsieb nach unten gedrückt.
  • türkisch wird in Deutschland die schnellste Art, Kaffee zu kochen, genannt: Pulver in die Tasse, Wasser drauf und kurz warten, bis der Kaffeesatz zu Boden gesunken ist.
  • italienisch bedeutet, heißes Wasser unter sehr hohem Druck (ca. 9,5 Bar) durch das Kaffeepulver zu pressen. Dabei entsteht der bräunliche Schaum (typisch für Espresso), der aus dem Öl der Bohnen besteht und Crema genannt wird. Auch die Mokka-Kanne oder Caffettiera kommt in Italien zum Einsatz, bereitet aber Kaffee und keinen Espresso zu, da hier der Druck lediglich mit ca. 1,5 bar ausgeübt wird. Die zweiteilige Kanne steht auf dem Herd, bis das heiße Wasser aus dem unteren Topf durch die fein gemahlenen Bohnen nach oben gedrückt wird. Dort sammelt sich der fertige Kaffee.
  • klassisch mit einem Filter aus Porzellan oder Kunststoff, in dem eine Papiertüte steckt. Der Filter wird direkt auf die Tasse oder Kanne gesetzt. Diese Variante des Direktaufgusses heißt übrigens auch „Räuberkaffee“.

Der Kaffeefilter wurde in Dresden erfunden – von einer Frau!

Die oben beschriebene, klassische Variante des Kaffeekochens ist erst seit rund 100 Jahren üblich. Dazu kam es so: Melitta Bentz war genervt. Die Dresdner Hausfrau war es leid, andauernd Kaffeesatz im Mund zu haben, wenn sie den letzten Schluck aus ihrer Tasse nahm. Und so kam Frau Bentz, damals 35 Jahre alt, auf eine bahnbrechende Idee. Sie stieß kleine Löcher in einen Metallnapf und legte ein gefaltetes Löschpapier hinein, das sie aus den Schulheften ihrer Kinder genommen hatte. Der „Urfilter“ war mit dieser Konstruktion erfunden. Melitta Bentz meldete daraufhin im Juni 1908 den Gebrauchsmusterschutz für den Kaffeefilter an und gründete das bis heute bestehende Unternehmen Melitta.

Nicht mehr weit war der Weg bis zur Herstellung einer elektrischen Filterkaffeemaschine. Für diese Erfindung ist erneut ein Deutscher verantwortlich: Gottlob Widmann. Er benannte das erste marktfähige Gerät dann auch nach sich. Der „Wigomat“ wurde 1954 patentiert und ging in Serie. Fortan tropfte heißes Wasser über die gemahlenen Bohnen in der Filtertüte und wurde in einer darunter stehenden Glaskanne aufgefangen. Wie viele Tassen Kaffee Frau Bentz und Herr Widmann wohl getrunken haben, um in den Nächten des Experimentierens einen klaren Kopf zu bewahren, ist nicht überliefert. Nur von der Großmutter in Preußlers Kinderbuch weiß man, dass sie doppelt soviel Kaffee trank, nachdem Kasperl und Seppel ihr die schöne Kaffeemühle zum Geburtstag geschenkt hatten.

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