Die 5 besten Weihnachtsgewürze | EAT SMARTER
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Gesund durch den Winter

Die 5 besten Weihnachtsgewürze

Bald beginnt die Vorweihnachtszeit und überall duftet es verführerisch nach Zimt, Nelken und Vanille. Die klassischen Weihnachtsgewürze veredeln aber nicht nur Gebäck. Sie haben auch einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit, stärken die Immunabwehr, wirken gegen Infektionen und besänftigen Magen und Darm. Am idealsten ist sicher die Kombination von mehreren Gewürzen wie etwa im Lebkuchen. EAT SMARTER stellt die fünf besten Winteraromen vor.

Für mehr Energie: Zimt

Der einzigartige Geschmack und Duft begleiten die Menschheit schon lange – Zimt ist eines der ältesten Gewürze überhaupt und wird schon in der Bibel erwähnt. Zwei Sorten gibt es bei uns zu kaufen: den feineren Ceylon- oder Kaneelzimt aus Sri Lanka und den intensiveren, etwas gröberen Kassia- oder Cassis-Zimt aus China. Beide stammen aus der inneren Rinde des Zimtbaumes. Man kann Zimt getrocknet als Stange oder gemahlen als Pulver kaufen. Den feineren Zimt gibt es im Bioladen und üppig sortierten Supermarkt, wird der Zimt nicht ausdrücklich als Ceylonzimt deklariert, bekommt man meist den günstigeren Cassis-Zimt.

Gesundheitseffekt

Zimt wirkt stabilisierend auf die Psyche, antibakteriell, hemmt das Pilzwachstum und fördert die Darmtätigkeit. Vor allem aber pusht er den Stoffwechsel und bringt einen ordentlichen Energieschub, wenn man gerade ein kleines Leistungstief hat. Etwas Zimt im Gebäck bringt auch einen niedrigen Blutdruck in Schwung.

Wurde nicht vor Zimt-Verzehr gewarnt?

Stimmt. Denn in bestimmten Produkten aus Cassis-Zimt wurde ein hoher Anteil des leberschädigenden Cumarins nachgewiesen. Doch wie Studien belegen, ist es nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung, der empfindlich auf diesen Aromastoff reagiert. Und das Cumarin muss über einen längeren Zeitraum regelmäßig gegessen werden. Wer sicher gehen will, sollte zwischendurch mal ein paar Tagen auf die Zimtsternchen verzichten. Oder ausschließlich Ceylon-Zimt wählen, er enthält kaum von dem in Verruf geratenen Stoff.

Zimt als Nahrungsergänzungsmittel

In hohen Dosen soll Zimt gegen Diabetes helfen und wird deshalb auch in Kapselform angeboten. Wer diese Produkte wählt, sollte sich in der Apotheke bestätigen lassen, dass sie kein oder wenig Cumarin enthalten. Schwangere sollten diese Extrakte generell meiden – auch wegen des anregenden und damit wehenfördernden Effektes.

Wirksam gegen Stress: Nelkenpfeffer, Gewürznelke oder Piment

Pfefferkuchen ist nach dem Nelkenpfeffer benannt und ein Stück davon ist ein angenehmes Entspannungsmittel. Man muss nichts tun, außer den Geschmack zu genießen und sich ein paar Minuten bequem zurücklehnen. Woher kommt es? Gewürznelken sind kleine Beeren vom Pimentbaum, die zerdrückt oder getrocknet verwendet werden. Frisch gemahlen schmeckt Pimentpulver am besten. Ursprünglich stammt es aus Lateinamerika.

Gesundheitseffekt

Bereits im Altertum kannte man Gewürznelken als Hausmittel bei Zahnschmerzen. Sie wurde direkt aufs Zahnfleisch aufgetragen. Neben der leicht betäubenden Wirkung der Nelken, stoppen sie auch die Verbreitung von Bakterien. Zu Öl verarbeitet kann Piment gegen Muskelkater helfen. Außerdem wurde es als Heilmittel gegen Nervosität und Anspannung verwendet.

Gut für die Verdauung: Anis

Schon die Form passt zu Weihnachten – die Samenkapsel sieht wie ein Stern aus. Woher kommt Anis? Es wird in der Türkei, China und sogar in geringem Umfang bei uns angebaut. Anis ist auch für den typischen Geschmack von Pernod und Ouzo verantwortlich.

Gesundheitseffekt

Ein Tee aus Sternanis-Samen ist ein wahres Allheilmittel – er lindert Husten und sorgt für eine gute Verdauung. Dafür ein bis zwei Teelöffel Anis mit einer Tasse heißen Wasser eine Viertelstunde ziehen lassen, dann abseihen. Anis lindert zudem Sodbrennen und Mundgeruch.

Gegen Übelkeit: Muskat

Das Gewürz ist ein Klassiker in der Weihnachtsbäckerei, wird aber auch bei salzigen Gerichten gern eingesetzt. Woher kommt es? Die Muskatnuss ist der Samen vom Muskatbaum. Die Schale muss dabei recht aufwendig entfernt werden. Hauptproduzent ist Indonesien.

Gesundheitseffekt

Als Antibrechmittel wird Muskat gegen Reiseübelkeit eingesetzt. In der Homöopathie wird es als Heilmittel gegen Nervosität verwendet. Die Naturheilkundlerin Hildegard von Bingen empfahl Muskat zudem als Stimmungsaufheller.

Seelentröster: Vanille

Vanille ist natürlich nicht nur zur Weihnachtszeit ein gutes Antidepressionsmittel, aber jetzt bereichern die kleinen schwarzen Pünktchen viele Plätzchen und vor allem Vanille-Kipferl. Und bei dunklem Nieselwetter können wir eine Extra-Dosis an Stimmungsaufhellern gut gebrauchen. Woher kommt Vanille? Ursprünglich aus Mexiko, inzwischen wird sie aber auch in Madagaskar und Guatemala angebaut.

Gesundheitseffekt

Die Schote einer Kletter-Orchidee enthält das heilbringende Vanillin. Das stärkt die Psyche und macht ein wenig glücklicher. Auch der Duft hat es etwas Tröstliches, in der Aromatherapie wird er unter anderem zur Harmonisierung von Körper und Seele eingesetzt.

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'Gewürznelken sind kleine Beeren vom Pimentbaum'. Das stimmt überhaupt nicht. Gewürznelken und Piment sind zwar verwand aber wachsen nicht am selben Baum! Auch finde ich das Stück über Anis verwirrend. Es gibt Anis (sieht aus wie Kümmel oder auch Fenchel) und dann gibt es Sternanis, wachsen aber auch nicht am selben Strauch ;-)
 
Legger, Vanille - in diesen Tagen schmeckt auch das Eis noch ;)
 
Zimt, Baby, es gibt Zimt! Zimt-Sterne, Zimt-Herzen...