EHEC-Epidemie: Ist die Quelle endlich gefunden? | EAT SMARTER
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Ägyptische Sprossensamen unter Verdacht

EHEC-Epidemie: Ist die Quelle endlich gefunden?

EHEC – Quelle gefunden? EHEC – Quelle gefunden?

Der Verursacher der EHEC-Epidemie scheint gefunden zu sein: Nach Angaben der deutschen Behörden sind aus Ägypten stammende Bockshornkleesamen mit hoher Wahrscheinlichkeit der Auslöser der zahlreichen Erkrankungen. Die Behörden warnen aber weiterhin davor, selbst Sprossen zu ziehen oder rohe Sprossen zu verzehren. Denn nach dem derzeitigen Kenntnisstand können mit EHEC kontaminierte Sprossensamen noch immer im Umlauf sein.

Wochenlang hielt die EHEC-Epidemie die Menschen in Atem, Tag für Tag stieg die Anzahl der Erkrankten, die zuvor durch den Erreger O104:H4 infiziert worden waren. Die genaue Erreger-Quelle blieb dagegen wochenlang unbekannt. Nun halten die zuständigen Behörden den Fall für aufgeklärt.

Bockshornkleesamen aus Ägypten

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind ägyptische Bockshornkleesamen für die Ausbrüche verantwortlich. Die Behörden begründen ihre Vermutung durch epidemiologische Untersuchungen, sowie die Rück- und Vorwärtsverfolgung von Samenlieferungen durch eine gegründete EHEC-Task Force. In der Zwischenzeit waren auch in Frankreich Ausbruchsfälle mit demselben Erreger aufgetreten. Grund für diese Erkrankungen in Deutschland und Frankreich sei mit hoher Wahrscheinlichkeit Lieferungen von Bockshornkleesamen aus Ägypten, die in den zwischen den Jahren 2009 bis 2011 nach Europa kamen. Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wurden die Samen über mehrere Zwischenhändler bezogen. Auf diesem Weg gelangten sie auch zu einem Gartenbaubetrieb im niedersächsischen Bienenbüttel. Auf diesen Betrieb lassen sich viele Erkrankungen in Deutschland zurückführen.

Einfuhrverbot für ägyptische Samen und Bohnen

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hatten sich bis Montagabend 4047 Menschen mit EHEC oder HUS infiziert. Bislang seien 49 Menschen an den Folgen der Erkrankung gestorben. Der derzeitige Ausbruch ist das größte HUS/EHEC-Ausbruchsgeschehen, das je in Deutschland beschrieben wurde. Laut RKI weisen nun aber mehrere Studien daraufhin, dass sich der Ausbruch dem Ende neigt. Dass es neben den Bockshornkleesamen noch andere Erreger-Quellen gibt, halten die Behörden derzeit für ausgeschlossen. Dennoch warnen sie weiterhin vor dem Verzehr von rohen Sprossen. Daneben sollten auch keine eigenen Sprossen gezogen werden. Die Europäische Union hat unterdessen ein Einfuhrverbot für ägyptische Samen und Bohnen verhängt. Es soll bis Oktober anhalten.

(wil)

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Zum Glück ist das Drama an uns vorüber gegangen...!
 
EHEC, noch irgendjemand? Endlich ist das Thema durch!