Ernährung: So essen die Deutschen | EAT SMARTER
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Ernährungsbericht 2012

Ernährung: So essen die Deutschen

Gemüse ist wichtig für eine gesunde Ernährung Gemüse ist wichtig für eine gesunde Ernährung

Die Deutschen essen insgesamt zu viel Fleisch, weniger Obst, dafür aber mehr Gemüse - das sind die neuesten Erkenntnisse der Deutschem Gesellschaft für Ernährung, die im Ernährungsbericht 2012 veröffentlicht wurden. Außerdem untersuchten die Forscher vor allem die Bedürfnisse der Senioren in einer immer älter werdenden Gesellschaft.

Mehr Gemüse, weniger Obst und viel Fleisch - so lassen sich die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen laut Ernährungsbericht 2012 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) knapp zusammenfassen.

Die Deutschen essen mehr Gemüse

„Die Deutschen verbrauchen seit dem Jahr 2000 mehr Gemüse. Der Verbrauch steigt um 1,1 kg pro Kopf und Jahr. Diesen positiven Trend begrüßen wir sehr. Er dürfte zu einer besseren Versorgung mit einigen Vitaminen sowie mit sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen beitragen." So lautet ein Fazit zur Ernährung von Prof. Helmut Heseker, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), zu den Trendanalysen zum Lebensmittelverbrauch im Ernährungsbericht 2012 auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Mehr Obst wäre für eine gesunde Ernährung förderlich

Dem steht allerdings ein Rückgang beim Obstverbrauch von 800 g pro Kopf und Jahr gegenüber, der Getreideverbrauch steigt mit 1,2 kg nur noch verhalten. „Um das gesundheitsfördernde Potenzial einer Ernährung mit reichlich pflanzlichen Lebensmitteln auszuschöpfen, sollten die Verbraucherinnen und Verbraucher bei Gemüse und Obst sowie Getreide aus dem vollen Korn noch mehr zugreifen“ betont Heseker. So können Menschen dem Ziel näher kommen, täglich fünf Portionen Gemüse und Obst zu essen und mindestens 30 g Ballaststoffe aufzunehmen. So nämlich lautet die Formel für eine gesunde Ernährung.

Schlecht für die Ernährung: zu viel Fleisch

Der Verbrauch von Fleisch ist in den letzten Jahren konstant, lediglich der Verbrauch von Geflügelfleisch steigt um ca. 120 g pro Person. Damit essen die Deutschen nach wie vor zu viel Fleisch. Mehr als 300 bis 600 g pro Woche sollten es nicht sein.

Der Bericht erschien zum zwölften Mal

Die Bonner Wissenschaftler haben bereits zum zwölften Mal einen Bericht zur Ernährung vorgestellt und so den Wandel der Ernährung der Deutschen nachgezeichnet. Gezielt erforschte die DGE die Situation pflegebedürftiger Senioren in Privathaushalten und von Kunden unterschiedlicher "Essen auf Rädern"-Dienste.

Viele Senioren bekommen "Essen auf Rädern"

Fazit der Senioren-Analyse: Wie der Rest der Bevölkerung essen die Senioren aus DGE-Sicht zu viel Fleisch und Wurst und zu wenig Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Obst und Fisch. Nach den Studienprotokollen nahmen die Befragten allerdings nicht übermäßig viele Kalorien zu sich. Die DGE schätzt die Zahl der Kunden unterschiedlicher Mahlzeitendienste wie "Essen auf Rädern" auf etwa 325 000. Problematisch sei allerdings, dass rund 70 Prozent der mehrheitlich gemeinnützigen Anbieter den Gesundheitszustand ihrer Kunden nur teilweise kennen, 40 Prozent wissen nichts über die Pflegestufe der Belieferten, so die Forscher.
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