Die Ernährungs-Eigentore unserer WM-Lieblinge | EAT SMARTER
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Die Ernährungs-Eigentore unserer WM-LieblingeDurchschnittliche Bewertung: 41515

Die Ernährungs-Eigentore unserer WM-Lieblinge

Schnitzel, Pommes und Pizza: Beim Essen und Naschen zeigt sich die deutsche Nationalmannschaft wenig meisterlich. Wer gut spielt, der soll sich auch gut ernähren. Doch tatsächlich gibt es bei der Kicker-Kost einiges zu verbessern.

CP Rot-Weiß? Nein, das ist kein Fußballklub, sondern das Lieblingsgericht von Jungnationalspieler Marko Marin! Currywurst mit Pommes, Ketchup und Mayonnaise, zusammen knapp 1000 Kilokalorien, für die der 1,69 Meter große Mittelfeldspieler mehr als eine Halbzeit lang über den Rasen rennen muss. Kaum besser sind die kulinarischen Vorlieben seiner Stürmer-Kollegen Miroslav Klose (Schnitzel mit Bratkartoffeln) und Mario Gomez (Pizza). Es ist kaum zu glauben, dass sie mit derart gefüllten Mägen auch volle Leistung bringen können. Auch der neue Mannschaftskapitän Philipp Lahm gibt nicht das beste Beispiel für leichte und gesunde Sportlerkost, denn er schwört auf Leberkäse mit Kartoffelsalat von Oma.

Heimatlich und deftig mag es auch der in Polen geborene Lukas Podolski: Bigos, ein Eintopf mit Fleisch und Sauerkraut. Und nicht etwa Dribbelkönig Mezut Özil schwärmt ausdrücklich für türkische Vorspeisen - er mag lieber Chickenwings -, sondern sein Bundestrainer Joachim Löw. Bis vor kurzem schwärmte Bastian "Schweini" Schweinsteiger vom FC Bayern München für Germködel, Crêpes und Kaiserschmarren. Inzwischen scheint er die leichtere Küche für sich entdeckt zu haben und gibt als Lieblingsgericht Salat mit Putenbruststreifen zu Protokoll.

Immerhin: Die Verköstigung in den Trainingslagern ist mittlerweile optimiert, bei der WM sorgt der junge Spitzenkoch Holger Stromberg für gesundes Essen, das unser Team richtig torhungrig machen soll. Das scheint auch dringend nötig, denn das Essverhalten vieler Fußball-Profis ist ansonsten alles andere als vorbildlich. Der verletzte Ex-Nationalkapitän Michael Ballack wirbt für die Fastfoodkette McDonalds, Lukas Podolski futtert mit Vorliebe Chips, und zu allem Überfluss beschmieren Jogis Jungs in Werbespots ihr Weißbrot werbewirksam mit Nutella.

Das Spiel mit den Kalorien

Wer viel verdrückt, der schießt auch viele Tore, das war lange die Devise. Das Bild des Fußballers wurde geprägt von Spielerlegenden wie Gerd Müller und ihrer Botschaft: Essen für Zwei, Tore schießen für drei. Bier und Braten formten angeblich die Beine, mit denen dann die Tore geschossen wurden. Rekordverdächtige 68 Tore erzielte Müller in 62 Länderspielen und wurde 1974 Weltmeister. Auch Diego Maradona, den Viele als besten Ballkünstler aller Zeiten verehren und der mit der "Hand Gottes" 1986 seinem Heimatland Argentinien den Weltmeistertitel bescherte, war in dieser Hinsicht ein markantes Beispiel. Schon als aktiver Profi kämpfte er mit Drogen- und Gewichtsproblemen, richtig schlimm wurde es aber erst nach seiner Fußball-Karriere: Der 1,66 Meter kleine Maradona wog plötzlich 120 Kilo, das Gesicht war aufgedunsen und die Gesundheit ruiniert. Erst eine Magenverkleinerung, strenge Diäten und Entziehungskuren brachten ihn wieder auf die Spur: Er ist inzwischen der Nationalcoach Argentiniens.

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Ahhja ... und wie wir sehen bringen diese schlechternährten Fußballer ja auch keine Leistung ... mit einer besseren Ernährung wären sie wahrscheinlich Weltmeister geworden, was? Es interessiert doch keinen, was unsere Nationalspieler gerne essen, und außerdem wird das wohl kaum ihre tägliche Mahlzeit sein ... höchstwahrscheinlich leben die noch einiges gesunder als jeder durchschnittliche Deutsche. Diesr Artikel ist meiner Meinung nach weder interessant noch informativ.