Wie Sie beim Essen die Welt retten können | EAT SMARTER
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Klimafreundliche Ernährung

Wie Sie beim Essen die Welt retten können

Dass sich das Klima auf unserer Erde ändert, ist unbestritten. Doch ob derzeit effektiv dagegen vorgegangen wird, darf durchaus bezweifelt werden. Dabei kann jeder einen Teil zum Klimaschutz beitragen - auch bei der Ernährung. Denn allein in diesem Bereich werden in Deutschland rund 20 Prozent der Treibhausgase ausgestoßen. EAT SMARTER zeigt, wie man Energie ein-sparen könnte.

Weniger Fleisch, mehr Gemüse 

Die Viehhaltung ist ein wahrer Treibhausgaslieferant. Weltweit sind es rund 18 Prozent. Die Gase entstehen bereits bei den Futtermitteln, nämlich bei der Herstellung von Stickstoffdüngern. Diese werden eingesetzt, damit die Futterpflanzen vernünftig wachsen können. Daneben produzieren auch die Tiere selbst Treibhausgase. In den Mägen von Kühen entsteht zum Beispiel das Gas Methan. Eine Kuh kommt auf rund 500 Liter am Tag. In den vergangenen Jahren wurde sogar darüber diskutiert, ob Steuern auf die „Tier-Abgase“ erhoben werden sollen. Bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch werden rund 6,5 Kilo Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Im Vergleich dazu kommt man bei Gemüse auf lediglich 150 Gramm Kohlenstoffdioxid.

Der Vorteil von Öko-Produkten

Ökologische Betriebe produzieren weniger Treibhausgase. Einige Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass im Vergleich zu herkömmlichen Betrieben rund die Hälfte eingespart wird, andere sprechen von rund 30 Prozent. Umweltschützer raten daher, verstärkt auf ökologische Lebensmittel zu setzen.

Weniger Lebensmittel aus Übersee

Nach Angaben des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hat sich die Zahl der Lebensmitteltransporte in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Da werden Weine aus Südamerika eingeflogen, oder Tomaten über lange Strecken mit dem LKW transportiert. Die Abgase der Transporter belasten das Klima zusätzlich. Lebensmittel, die vor Ort produziert werden, legen diese Strecken nicht zurück. Dabei empfiehlt sich zum Beispiel Gemüse und Obst aus dem Freilandanbau. Denn sie werden nicht Treibhäusern angebaut, die das Klima bis zu 60mal stärker belasten. Saisonkalender zeigen, welche Produkte gerade vor Ort wachsen.

Klimakiller Tiefkühlware

Kühlschränke und –truhen haben einen großen Vorteil. Weil sie Lebensmittel kühl halten, bleiben diese lange haltbar. Doch gleichzeitig fressen die Geräte eine Menge Energie. So erzeugen tiefgekühlte Pommes Frites etwa 23mal mehr Treibhausgase als frisch geerntete Kartoffeln.

Klimafreundliche Ernährung senkt Treibhausgase

Im Jahr 2002 verglich eine Giessener Studie verschiedene Ernährungsstile auf ihre Klimarelevanz. Dabei untersuchten die Wissenschaftler durchschnittliche Mischkost mit viel Fleisch (biologisch, konventionell) und Vollwertkost mit wenig Fleisch und ohne Fleisch. Auch bei der Vollwertkost wurde wieder zwischen biologischer und konventioneller Herstellung der Produkte unterschieden. Das Ergebnis: Der Gewinner, die biologische Vollwertkost ohne Fleisch, verbrauchte bis zu 60 Prozent weniger Treibhausgase, als der Verlierer, die konventionelle Mischkost mit viel Fleisch. Die Ergebnisse zeigten: Eine fleischlose und biologische Ernährung kommt der Umwelt am meisten zugute. Umweltschützer empfehlen daher, öfter mal auf Fleisch zu verzichten, oder Lebensmittel aus biologischer Produktion zu kaufen. So kann jeder einen kleinen Teil zum Umweltschutz beitragen.

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Ist ja alles schön und gut, aber ich als Studentin kann es mir einfach nicht leisten nur Bio-Produkte zu kaufen...und den meisten Familien in Deutschland wird es ähnlich gehen. Hört sich nett in der Theorie an, in der Praxis aber einfach nicht umsetzbar.
 
Sie haben wohl keine Kinder Herr Stein?!?!?!
 
Doch, finde ich eine superwichtige Sensibilisierung - weiter so! Und gerade bei Tiefkühlgeschichten ist der Schaden ja absehbar...
 
Verschonen sie mich bitte mit der allgemeinen Umwelthysterie. Das Klima geht mir am Arsch vorbei.