Frosta kennzeichnet Herkunft der Zutaten | EAT SMARTER
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Als erster Lebensmittelhersteller

Frosta kennzeichnet die Herkunft seiner Zutaten

Als erster Lebensmittelhersteller macht das Unternehmen Frosta aus Bremerhaven künftig die Herkunft aller Zutaten seiner Produkte transparent. Verbraucherschützer loben diesen Vorstoß und wollen ihn zum EU-weiten Standard machen.

Verschiedene tiefgekühlte Gemüsesorten

"Ab sofort drucken wir die Herkunftsländer sämtlicher Zutaten auf die Verpackung. Ein neues, flexibles Drucksystem ermöglicht uns nun erstmals das variable Aufdrucken sämtlicher Herkunftsländer. Wir verwenden für unsere Marke über 200 Zutaten aus 35 Ländern in knapp 90 Produkten", heißt es auf der Website von Frosta

Bisher schreibt der Gesetzgeber EU-weit eine Nennung von Herkunftsländern nur für frisches Obst und Gemüse, frisches Fleisch und Eier vor. Sobald diese Gundzutaten weiter verarbeitet wurden – zum Beispiel zu einem Hacksteak – muss das Herkunftsland nicht mehr genannt werden. "Wir drucken die Zutatenliste jetzt einfach direkt auf die schon vorhandene Verpackung, das kostet pro Verpackung nur wenige Cent", sagte Frosta-Chef Christian Ahlers dem Nachrichtenmagazin Spiegel

Foodwatch fordert einen europaweiten Standard

Die Verbraucherorganisation Foodwatch, die seit Jahren einen verbindlichen EU-Standard für die Rückverfolgung von Herkunft und Transportwegen fordert, sieht sich durch Frostas Vorstoß bestätigt: Die Firma aus Bremerhaven widerlege die von der Nahrungsmittelindustrie immer wieder angeführten zu hohen Kosten für einen solchen Schritt.

"An den Kosten kann es also nicht liegen – eher schon an der mangelhaft umgesetzten Rückverfolgbarkeit", heißt es auf der Website von Foodwatch. De facto hätten viele Hersteller keinen Überblick darüber, wo ihre Lebensmittel herkommen; "zu viele Lieferanten und Sub-Lieferanten stehen zwischen ihnen und den Erzeugern".  

(lin)

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