Fünf Regeln für eine gesunde Ernährung | EAT SMARTER
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Fünf Regeln für eine gesunde ErnährungDurchschnittliche Bewertung: 4153

Eine Orientierung beim Essen

Fünf Regeln für eine gesunde Ernährung

Irgendwie wissen wir es alle: eine gesunde Ernährung ist die wichtigste Voraussetzung für eine schlanke Figur. Doch wie lässt sie sich am besten umsetzen? Gibt es Regeln, denen man folgen kann? EAT SMARTER verrät fünf Ernährungstipps, die Ihnen auf dem Weg helfen können.

Jede Portion Obst oder Gemüse steigert die Gesundheit

Fünf Portionen Obst oder Gemüse pro Tag – das empfiehlt zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Auf diese Weise kommen circa 600 Gramm zusammen. Die Portionen garantieren eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen, überschaubare Kalorienmengen und einen gewissen Schutz vor Erkrankungen. Im Januar veröffentlichten Wissenschaftler der EPIC-Studie im European Heart Journal interessante Ergebnisse: 640 Gramm Obst oder Gemüse pro Tag reduzieren das Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen zu sterben, um bis zu 22 Prozent. Grund genug also, kräftig zuzulangen. Allerdings: Gemüse oder Obst stehen bei den meisten Deutschen nur selten auf dem Ernährungsplan. Dabei können sich schon kleine Mengen positiv auf den Körper auswirken. Die Wissenschaftler der Hamburger CORA-Studie fanden heraus: Bereits 200 Gramm Obst oder Gemüse am Tag senken das Risiko für eine Herzerkrankung um 60 Prozent.

Fleisch: Etwas weniger ist gesünder

Klar, ein gutes Stück Fleisch schmeckt einfach lecker. Aber müssen es unbedingt jeden Tag 160 Gramm sein? So viel Fleisch essen die Deutschen im Schnitt pro Tag. In einer Woche kommt so schnell mehr als ein Kilo zusammen. Dabei steht ein übermäßiger Fleischkonsum schon seit längerer Zeit im Verdacht, das Risiko für Darmkrebs zu erhöhen. Daneben führt ein übermäßiger Fleischverzehr auch zu weiteren gesundheitlichen Belastungen, zum Beispiel zu Übergewicht oder Herzerkrankungen. Besser ist: Genuss statt Masse. Die DGE empfiehlt 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche. Versuchen Sie daher, einige Tage in der Woche auf Fleisch zu verzichten. Der Verzicht hat nicht nur aus gesundheitlichen Gründen Vorteile: Wenn es dann Fleisch gibt, schmeckt es noch etwas besser.

Hülsenfrüchte und Vollkorn: Etwas mehr ist gesünder

Erbsen, Haferflocken, Macadamianüsse – sie alle sind reich an Ballaststoffen. Diese Pflanzenfasern sind unverdaulich und deswegen sehr gesund. Ballaststoffe sättigen kalorienfrei, was die Figur freut, binden auf ihrem Weg durch den Darm Gallensäuren, was den Cholesterinspiegel verbessert und regulieren den Blutzuckerspiegel, was Heißhungerattacken mindert. In der Regel kommen die meisten von uns aber nur auf 20 Gramm Ballaststoffe am Tag. Empfohlen werden 30 Gramm. Denn dann ist die Wirkung am besten. Erst kürzlich fanden britische Wissenschaftler heraus: 30 Gramm am Tag reduzieren das Risiko für Darmdivertikel. Dabei handelt es sich um Ausstülpungen im Darm, die eigentlich harmlos sind. Allerdings können sie sich entzünden, was zu Schmerzen und Blutungen führt. Wir verraten ihnen die besten Ballaststofflieferanten.

Zwei Liter Wasser am Tag

Medizinisch gesehen funktioniert unser Körper mit einem Liter Wasser ganz gut. Wer sich viel bewegt oder geistig frisch bleiben möchte, sollte aber mehr trinken. Eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit sind daher empfehlenswert. Am besten ist Wasser, denn es hat keine Kalorien. Sie suchen nach einem guten Wässerchen? Vor einiger Zeit analysierte die Stiftung Ökotest 105 verschiedene stille Wasser.

Dazu: ein wenig mehr Bewegung

In 70 Jahren essen wir etwa 30.000 Kilogramm feste Nahrung. Da kommt einiges an Energie zusammen, die wir brauchen, damit unsere Beine laufen, das Herz schlägt oder unser Gehirn funktioniert. Allerdings: Überschüssige Energie setzt sich in Form von Fettpolstern an Bauch, Beinen oder Po ab. Der beste Ausweg: mehr Bewegung. 10.000 Schritte am Tag können 500 Kalorien verbrauchen, eine Stunde Joggen vernichtet rund 700 Kalorien. Krafttraining erhöht den Anteil an Körpermuskulatur, was den Grundumsatz erhöht. Und so kommt Ihre Energiebilanz schnell wieder ins Gleichgewicht.

(wil)

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Hallo Rosa, in der EPIC-Studie wurden 300.000 Probanden rund 8 Jahre lang begleitet. Dabei wurde auch notiert, wie viel Obst die Menschen am Tag aßen. Es gab Unterteilungen in Menschen, die weniger als 3 Portionen am Tag aßen, 3 bis 4 Portionen am Tag aßen, 5 bis 7 Portionen am Tag aßen, oder acht Portionen am Tag aßen. In der Zeit starben rund 1300 Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen. Am häufigsten traf es die Gruppe, in der weniger als drei Portionen am Tag gegessen wurden. Im Vergleich du dieser Gruppe sank das Risiko für einen Tod durch Herz-Kreislauferkrankungen bei der Acht-Portionen-Gruppe um 22 Prozent. Die Forscher der CORA-Studie untersuchten hingegen die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankungen (nicht das Todesrisiko). Sie kamen zu dem Ergebnis, dass 200 Gramm die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung reduzieren könne. Die Redaktion
 
Also, bei den Zahlen ist ja wohl der Wurm drin: 600 g Obst / Gemüse reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankugnen um "bis zu 22 %". Nur 200 g, heißt es weiter unten, reduzieren es aber um 60 %. Demzufolge wären 200 g dreimal so gesund wie 600 g? Oder was habe ich da falsch verstanden?