Gammel-Vorwürfe bei Vapiano | EAT SMARTER
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Getrickst beim Haltbarkeitsdatum

Gammel-Vorwürfe bei Vapiano

(Bild: Georg Bodenstein/ Vapiano) (Bild: Georg Bodenstein/ Vapiano)

Die Restaurantkette Vapiano kommt zurzeit nicht aus den Schlagzeilen: Nachdem vor einigen Wochen bekannt wurde, dass die Betreiber Ihren Kunden Garnelen als teure Scampi verkauft hatten, erheben ehemalige Mitarbeiter nun schwerwiegende Vorwürfe: Bei Vapiano seien gammelige Pasta und fragwürdiges Fleisch über den Tresen gegangen.

Wie die Zeitung Welt am 1. November 2015 online berichtete, wurden die Mindesthaltbarkeitsdaten in einigen Restaurants der Kette Vapiano nachträglich verändert. 

Zuweilen soll gar Ware auf den Tellern gelandet sein, die für das menschliche Auge (und die menschliche Nase) verdorben gewesen sei. Einzelne Restaurants, darunter in Berlin, Frankfurt am Main, Hannover, München und Köln, sollen gegen die unternehmensinternen Frischestandards verstoßen haben. Die Welt beruft sich in dem Artikel auf die Aussage ehemaliger und aktueller Mitarbeiter der Restaurantkette.

Fleisch und Gemüse einfach umetikettiert

Wie die Welt berichtet, seien vom Unternehmen selbst gesetzte Mindesthaltbarkeitsdaten verlängert worden, indem das Etikett mit den Haltbarkeitsangaben überklebt wurde.

Dadurch sei auch zweifelhafte Ware an die Kunden verkauft worden. "Die Nudeln, die wir verkauft haben, hatten manchmal einen grünlichen Schimmer", wird ein Vapiano-Mitarbeiter von der Welt zitiert. 

Das Bonner Unternehmen Vapiano weist die Vorwürfe zurück und verweist auf die unternehmensinternen Frischekriterien, die regelmäßig von einem unabhängigen Institut untersucht würden.

Gar nicht piano bei Vapiano

Am 2. Oktober 2002 wurde das erste Vapiano-Restaurant in der feinen Hamburger Einkaufsstraße Hohe Bleichen eröffnet. 

Das Konzept, Pasta, Pizza und Salat direkt vor den Augen der Gäste zuzubereiten, hatte Erfolg – mittlerweile betreibt Vapiano weltweit über 150 Restaurants, und mit L`Osteria und Mama gibt es bereits einige Nachahmer des Konzeptes.  

2011 stieg Tchibo-Erbe Günter Herz bei Vapiano ein. Glaubt man der Wochenzeitschrift ZEIT, die dem Unternehmen Vapiano in der aktuellen Ausgabe vom 29. Oktober 2015 einen größeren Artikel widmet, ist es mit dem "piano" (zu deutsch: langsam) im Namen seither vorbei: Der knallharte Wachstumskurs des Unternehmes führe dazu, dass die Franchise-Nehmer unter hohem Druck stünden, der Ton in den Filialen rau sei und eine hohe Mitarbeiterfluktuation herrsche. Im Jahr 2013 stellte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG Strafantrag gegen Vapiano, weil die Geschäftsführung die Wahl eines Betriebsrates behindert haben soll.

Recherchen des NDR ergaben im September 2015, dass in einigen Vapiano-Restaurants billige Garnelen als Scampi über die Theke gingen.

(lin) 

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