Garnelenkunde für Genießer | EAT SMARTER
0
2
Drucken
2
Garnelenkunde für GenießerDurchschnittliche Bewertung: 51520

Eiweißreich, fettarm und lecker im Geschmack

Garnelenkunde für Genießer

Leicht, lecker, schnell zubereitet: Garnelen sind das perfekte Sommeressen! Mit viel Eiweiß, wenig Fett, köstlichem Geschmack und appetitlich rosafarbenen Aussehen verwöhnen sie Augen und Gaumen. Dazu machen sie satt, ohne zu belasten.

Garnelen werden immer beliebter. Mittlerweile gibt es sie sogar beim Discounter in Bio-Qualität. Die Produkte aus der Tiefkühltruhe sind günstig, schmecken aber köstlich. Derzeit wird mehr als ein Drittel des Weltbedarfs durch gezüchtete Garnelen aus Aqua-Kulturen gedeckt. Da sie sehr strengen Kontrollen unterliegen, sind diese Zuchtgarnelen in der Qualität den wild gefangenen in der Regel keineswegs unterlegen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, bevorzugt trotzdem am besten Bio-Garnelen.

Grundsätzlich gilt: Garnelen sind Wasserbewohner mit chitinhaltigem Außenskelett. „Natantia“ nennen Zoologen sie - rund 20.000 verschiedene Arten leben rund um den Globus, meist in Salzwasser. In der Küche werden Garnelen in Kaltwasser- und Warmwassergarnelen unterteilt. Kaltwassergarnelen: begehrt unter Feinschmeckern
Kaltwassergarnelen sind die begehrteren Meeresbewohner bei Feinschmeckern, denn als Faustregel gilt: Je kälter und tiefer das Wasser, desto besser ist Qualität der Garnelen. Weltweit gibt es nur zwei Arten von Kaltwassergarnelen, die im Handel angeboten werden: Die Tiefseegarnele, die in den Meeren der Nordhalbkugel lebt, und die Chilenische Kantengarnele aus den Regionen des südlichen Pazifiks. Beide Garnelen zählen zu den kleinen Garnelen Arten.
Die Unterordnung der Garnelen lässt sich zusätzlich noch in Meeres-, Süßwasser- und Brackwassergarnelen aufteilen. Brackwassergarnelen leben in den Flussmündungen der Meere, wo sich Süß- und Salzwasser vermischen. Sie sind etwas preisgünstiger, aber nicht unbedingt schlechter als ihre „Geschwister“ aus dem Meer. Kenner wissen: Auch hier schmecken die Garnelen umso besser, je tiefer und kälter ihre „Wohnstätte“ lag.
Besonders praktisch: nach dem Auftauen sind Garnelen servierfertig
Ob frisch oder tiefgekühlt gekauft: Rohe Garnelen mit Schale jeder Größe eignen sich besonders gut zum Braten und Grillen, da die Schale das empfindliche Garnelenfleisch gut vor dem Austrocknen schützt. Gekochte Garnelen bekommt man vor allem tiefgefroren. Ihr unschlagbarer Vorteil speziell im Sommer, wenn man auf die schnelle was Leichtes und Leckeres zaubern möchte: Nach dem Auftauen sind sie sofort servier- und verzehrfertig und lassen sich besonders einfach für Salate, für einen schnellen Bratreis oder für Garnelen-Cocktails verwenden. Auch als Bestandteil in einer warmen Pastasauce sind sie toll.
Bei der Garzeit von Garnelen ist Fingerspitzengefühl angesagt. Hier gilt: Je kürzer, je lieber. Der Reiz der Tierchen liegt ja nicht zuletzt in ihrer knackig-zarten Konsistenz beim Draufbeißen! Die aber geht ganz schnell verloren, wenn sie zuviel Hitze abbekommen. Zum Durchgaren genügen wenige Minuten bei mittlerer Hitze. Zum Glück kann man sehen, wann Garnelen „auf den Punkt“ gegart sind: Sobald sie sich rundum gleichmäßig rosa verfärben und weiße Eiweißflöckchen austreten, sind sie perfekt und sollten vom Herd genommen werden. (koe)
Ähnliche Artikel
Sie würden gerne zwischen Martins- und Weihnachtsgans noch ein Festessen einbauen? Dann machen Sie es doch wie die Amerikaner und feiern Sie Thanksgiving!
Mit dieser kleinen Weinkunde genießen Sie Ihr nächstes Glas Wein mit Stil. Probieren Sie es jetzt aus.
Fruchtjoghurt im Becher
Ein Becher deckt fast allein den Tagesbedarf an Zucker
Schreiben Sie einen Kommentar
 
Vermisst habe ich in diesem Artikel Hinweise auf eine mögliche Antibiotika-Belastung gezüchteter Garnelen.
 
Vielleicht sollten Sie auch noch erwähnen, dass Garnelen aus Aquakultur stark mit Antibiotika behandelt werden und außerdem Lebensräume zerstören. Sie werden in Mangrovenwäldern gehalten, die schon nach wenigen Jahren Garnelenzucht völlig zerstört sind und dann nicht mehr weiter genutzt werden. Das Ökosystem braucht Jahrzehnte um sich zu regenerieren.