Die größten Ernährungs-Mythen | EAT SMARTER
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Wahr oder falsch?

Die größten Ernährungs-Mythen

Die größten Ernährungs-Mythen

Senf macht dumm, von Kirschen und Wasser bekommt man Bauchweh und Schokolade macht glücklich. Soweit die Theorie selbsternannter Ernährungs-Experten. EAT SMARTER hat die beliebtesten Mythen rund um die Ernährung einmal genauer untersucht und sagt, an welchen Weisheiten tatsächlich etwas dran ist.

Gut gekaut ist halb verdaut...!

Stimmt! Wer schlingt, erschwert Magen und Darm unnötig die Arbeit. Beim ausgiebigen Kauen hingegen wird die Nahrung zerkleinert und mit Speichel vermischt. Das macht den Weitertransport durch die Speiseröhre nicht nur angenehmer, sondern auch schneller. Zudem setzen bereits im Mund erste Verdauungsprozesse ein, die man beim hastigen Essen verpasst. Kauen entlastet also den Magen-Darm-Trakt und reduziert Völlegefühle.

Cola und Salzstangen helfen bei Durchfall...!

Stimmt nicht! Es ist eines der beliebtesten Hausmittel bei Durchfall. Doch im Prinzip ist die Kombination aus Cola und Salzstangen unwirksam. Bei Durchfall verliert der Körper viel vom Salz Kalium – in Salzstangen steckt aber vor allem das Salz Natrium. Die Cola kann durch Zucker und Koffein die Kalium-Ausschüttung sogar noch verstärken. Wirksamer sind Saftschorlen, in denen ein wenig Salz und Zucker aufgelöst wird und Zwieback.

Schokolade macht glücklich...!

Stimmt nicht! Auch wenn sich diese Ernährungsweisheit hartnäckig hält – es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Schokolade glücklich macht. Zwar ist der gefeierte Glücks-Stoff Phenylethylamin tatsächlich in Schokolade enthalten. Jedoch in so winzigen Mengen, dass er – rein wissenschaftlich betrachtet – so gut wie gar nicht wirkt.

Von Wasser und Kirschen bekommt man Bauchweh...!

Stimmt nicht! Die Kombination von Wasser und Steinobst löst nicht wie oft behauptet Bauchschmerzen aus. Mediziner sehen keinerlei Grund für diese Behauptung. Selbst die Erklärung, dass Hefepilze auf den Früchten die Schmerzen auslösen könnten weisen sie zurück.

Schnaps regt die Verdauung an...!

Stimmt nicht! Nach einem fettigen Essen soll ein Schnaps wahre Verdauungswunder bewirken. Dabei ist bewiesen, dass Alkohol keinen positiven Effekt auf die Verdauung hat, die Organe sogar eher noch belasten kann. Allenfalls ein Kräuterschnaps nach dem Essen kann das Völlegefühl nehmen und die Verdauung in Schwung bringen. Das liegt aber an den enthaltenen Kräutern – ein Tee hat die gleiche Wirkung.

Bier macht einen Bierbauch...!

Stimmt nicht! Laut diverser Studien besteht kein direkter Zusammenhang zwischen Bier und einem Bierbauch. Bei den Untersuchungen waren moderat Bier trinkende Frauen sogar eher schlanker als die Probandinnen, die kein Bier tranken. Auch bei Männern stellte man keine gravierenden Gewichts-Unterschiede fest. Was aber stimmt: Bier wirkt appetitanregend. Bier-Trinker essen so mitunter einfach mehr Kalorienreiches.

Kaffee entzieht dem Körper gar keine Flüssigkeit...!

Stimmt! Obwohl oft das Gegenteil behauptet wird ist heute klar: Kaffee entzieht keine Flüssigkeit. Der Wachmacher kann wie alle anderen Getränke mit in die tägliche Flüssigkeitsbilanz eingerechnet werden, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Trotzdem sollte Kaffee wegen seiner anregenden Wirkung auf Kreislauf und Herz nicht als Durstlöscher genutzt und in Unmengen getrunken werden.

Senf macht dumm...!

Stimmt nicht! Grund für diese berühmte „Weisheit“ ist wahrscheinlich eine simple Namensverwechslung. Denn es gibt sogenannte cyanogene Senföle, aus denen Blausäuren entstehen, die in zu hohen Mengen genossen das Gehirn angreifen können. Aber diese giftigen Öle sind trotz ihres Namens nicht in Senf enthalten. Sie stecken zum Beispiel in Bittermandeln und Bambussprösslingen.
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Der Zusammenhang zwischen Bier und Bierbauch wird alle paar Jahre in den Medien wieder umerklärt. Mal soll's stimmen, mal nicht, mal soll's stimmen, mal nicht ...
 
beweise sonst nie passiert!
 
Natrium ist ein Element, kein Salz. Kalium ist ein Element, kein Salz. Es gibt Salze, die Kalium und Natrium enthalten, z.B. Kochsalz (Natriumchlorid). Insofern frage ich mich wirklich, woher das Kalium aus der gesalzenen (Kochsalz - NaCl) Saftschorle kommen kann, das dann besser als die Salzbrezel sein soll....