Von guten und bösen Fetten | EAT SMARTER
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Faktencheck

Von guten und bösen Fetten

Fett hat nicht den besten Ruf und gilt gemeinhin immer noch als Dickmacher Nummer eins. Dabei sind nicht alle Fette grundsätzlich ungesund. Einige können sogar beim Abnehmen helfen! Wir erklären die Unterschiede und verraten, welche Fette man besser meidet – und welche Lebensmittel Sie unbesorgt genießen dürfen.

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1. Unser Körper braucht Fett

Fette sind für uns nicht nur als Energiequelle lebensnotwendig. Viele wichtige Vitamine (u. a. A, D, E und Carotin) kann der Körper ohne Fett nicht verwerten.

2. Pro Tag maximal 80 Gramm Fett

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal 80 g Fett pro Tag. Wer abnehmen will, reduziert die Menge auf maximal 30 g pro Tag.

3. Gesättigte Fettsäuren am besten reduzieren

Gesättigte Fettsäuren (z. B. aus Butter, Schmalz, Fleisch, Fertiggerichten) sollte man nur selten zu sich nehmen. Denn sie können u. a. den Cholesterinspiegel erhöhen.

4. Gesättigte Fettsäuren machen dick

Ein weiteres Problem: Unser Körper speichert die Energie aus gesättigten Fettsäuren direkt im Fettgewebe. So sammeln sich unliebsame Pölsterchen an.

5. Ungesättigte Fettsäuren sind wichtig

Gemeinhin als viel gesünder gelten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind essenziell, unser Körper braucht sie, kann sie aber nicht herstellen.

6. Die Figur freut sich über Rapsöl

Die einfach ungesättigte Fettsäure Ölsäure (z. B. aus Oliven- oder Rapsöl, Avocados und Nüssen) kann den Cholesterinspiegel senken und unterstützt den Stoffwechsel.

7. Omega-3-Fettsäuren zum Abnehmen

Die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren beeinflussen den Fettstoffwechsel günstig. Sie bauen Neutralfette ab und fördern das gute HDL-Cholesterin.

8. Omega-6-Fettsäure: Aufs Verhältnis achten

Auch Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure sind gesund, wir nehmen aber heute zu viel davon zu uns. Optimal ist ein Verhältnis von 4 : 1 (Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren).

9. Fisch und Öle sind Top-Lieferanten

Omega-3-Fettsäuren stecken vor allem in fettem Fisch wie Lachs und Makrele, aber auch in Leinöl. Omega-6-Fettsäuren hauptsächlich in Pflanzenölen (z. B. Distelöl).

10. Ungesunde Transfette

Bei der industriellen Härtung von Pflanzenölen (z. B. für Gebäck, Frittiertes oder Chips) können Transfette entstehen, die u. a. das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

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Ihr Beitrag findet meine volle Zustimmung. Die Kritik, die sich auf Kokosöl bezieht, geht von ganz falschen Voraussetzungen aus. Unser Körper verfügt über einen wichtigen Mechanismus: Bei Verknappung der Versorgungslage kann er das Fett in lebenswichtige Brennstoffe umwandeln. Dazu zerlegen wir Fett in spezialisierte Moleküle, die Ketone. Eines davon, die 3-Hydroxybutansäure, ist ein ersrtklassiger Treibstoff fürs Gehirn. Im Gegensatz zu anderen Säugern kann das menschliche Gehirn in Hungerzeiten eine zweite Kalorienquelle anzapfen Die 3-Hydroxybutansäure kommt außerdem nur in einem Produkt vor: Kokosöl. Deshalb sollte man Kokosöl gesondert betrachten.
 
Danke, wir leben seit einiger Zeit ketogen und uns ging es nie besser. Ich habe sogar meinen Typ 2 Diabetes so unter Kontrolle, dass ich keine Medikamente mehr nehmen muss.Auch Dank der Fette!
 
es wird aber behauptet dass gemüsechips? gesund sind
 
schon wieder werden überaltete "Weisheiten" über Fett verbreitet. Gesättigte Fette sind nicht schädlich und erhöhen nicht das Cholesterin. Ich empfehle u.a. die Bücher von Bruce Fife über Kokosöl und auch "Das Ketoprinzip" Es gibt langkettige gesättigte Fettsäuren, die zwar nicht vorteilhaft sind, aber die mittelkettigen gesättigten Fettsäuren, wie das Kokosöl, sind sogar sehr gesund und helfen beim Abnehmen !
 
Danke, das sehe ich ganz genauso! Mich ärgert es sehr, wenn dieses falsche "Wissen" weiter publiziert wird.

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