Tapas: Kult-Happen aus Spanien | EAT SMARTER
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Tapas: Kult-Happen aus SpanienDurchschnittliche Bewertung: 4153

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Tapas: Kult-Happen aus Spanien

Wer in Spaniens Bars was auf den Deckel bekommt, darf sich freuen: Ursprünglich war eine Tapa ("Deckel") zwar nichts weiter als ein kleiner Teller, mit dem die Kellner die Wein- und Sherrygläser abdeckten, um den Inhalt vor kleinen Fliegen zu schützen. Inzwischen aber liegen auf diesem Tellerchen allerlei Köstlichkeiten. Die ersten Tapas bestanden bescheiden aus ein paar Oliven, einem Stück Serrano-Schinken oder Salzmandeln. Doch längst sind daraus raffinierte warme und kalte Küchenkreationen geworden - nicht nur in Spanien kulinarisch Kult!

Ob alt oder jung, ob Hausfrau oder Broker – in Spanien trifft man sich ab etwa 19 Uhr mit Freunden und Bekannten, genießt zusammen die Spezialitäten des Hauses und natürlich eine copa (ein Glas) dazu und zieht dann weiter in die nächste Bar. Der Tapeo genannte Zug durch die Bars kann sich leicht über Stunden hinziehen; schließlich gibt’s überall was Leckeres zu vernaschen und dazu den neusten Klatsch zu hören. Und dann ist noch lange nicht Schluss: Nicht selten zieht die ganze Tapeo-Meute gegen 22 Uhr noch ins Restaurant, um ein mehrgängiges Abendessen zu verspeisen. Dabei könnte die Auswahl in einer gut sortierten Tapas-Bar ein Menü locker ersetzen. Ob Fleisch, Fisch, Geflügel, Meeresfrüchte oder Gemüse – aus allem werden Tapas gemacht, und die Vielfalt ist einfach überwältigend. Manche werden kalt serviert, viele aber auch warm, wie die so genannten tapas de cocina, die gern in kleinen Tonschalen, den cazuelas serviert werden. Das können Hackbällchen in Tomatensauce sein, gegrillte Sardinen, Knoblauch-Hühnchen, geschmorter Reis mit Hähnchen, Nieren (riñones) in Sherrysauce oder gefüllte kleine Paprikaschoten, um nur einige der vielen Köstlichkeiten aufzuzählen. Ebenfalls heiß auf den Tisch der Tapas-Bar kommen die fritos, in Olivenöl gebratene bzw. frittierte Gerichte wie Kroketten aus Fleisch, Fisch oder Geflügel; Garnelen, Gemüse-Fleisch-Pfannen, Gambas mit Knoblauch oder gebratener Fisch. Nicht immer warm sind die praktischen pinchos bzw. Spieße mit Fisch, Fleisch oder Geflügel, die notfalls auch mit einer Hand in den Mund wandern können, während die andere das Weinglas hält. Typische kalte Tapas sind beispielsweise gefüllter Tintenfisch, Thunfischsalat, Kartoffelsalat, eingelegte Sardinen und die berühmte Tortilla, eine Art dickes Omelett mit Kartoffeln oder auch mit Artischocken. Aber ob heiß oder kalt, immer gehört zu Tapas frisches Brot. Eine Tapas-Bar, die mit dem Brot geizt, hat nicht lange Gäste! Wer Glück hat und die Geheimtipps kennt, bekommt in vielen Tavernen auch heute noch automatisch zu jedem Getränk eine Tapa gratis dazu. Besonders in Andalusien gilt diese großzügige Geste noch viel, wo man stolz wie der sprichwörtliche Spanier darauf ist, dass Sevilla von Kennern auch die „Welthauptstadt der Tapas“ genannt wird. Aber die Konkurrenz schläft mal wieder nicht: Auch im kühlen Norden Europas sind die Spezialitäten aus dem heißen Süden längst ein Renner. Tapas sind im Trend und werden von Berlin bis Bamberg in mehr oder minder stilecht gestylten Tavernen aufgetischt. Wer aber keine Tapas-Bar in der Nähe oder einfach Lust hat, mit Freunden kulinarischen Urlaub zu Hause zu machen, brutzelt seine Tapas einfach selbst. Eine Auswahl von etwa 12-15 verschiedenen Häppchen ist dabei übrigens ein Muss. Aber keine Panik: Auch der würzige Manchego-Käse, spanischer Serranoschinken und anderer Aufschnitt wie Chorizo sowie marinierte Oliven zählen zu den Tapas und machen kaum Arbeit.

Tapas servieren wie in Spanien

Klar, die leckeren Häppchen schmecken einfach immer. Aber wer dazu einlädt, kann den Genuss noch steigern, indem er das richtige Ambiente schafft. Das ist nicht schwer und kostet auch nicht die Welt, denn Tapas an sich sind eine eher rustikale Angelegenheit. Am besten kommen sie zur Geltung, wenn man sie in ganz schlichter brauner Keramik oder weißem Steingut anrichtet. Messer sollten überflüssig sein; schließlich sind Tapas quasi „Finger Food“. Gabel und eventuell Löffel müssen aber sein, vor allem bei warmen Tapas oder solchen mit Sauce. Reichen Sie dazu helles Bauernbrot oder ein selbstgebackenes Ciabatta.
Das echt spanische Lebensgefühl kommt fast von alleine auf, wenn Sie auf rohem Holz oder einer braun-weiß gewürfelten Decke auftischen. Schön sind Stoffservietten aus Leinen oder Baumwolle, aber große Papierservietten passen natürlich auch. Für Wein oder Sherry und Wasser bitte jeweils zwei Gläser aufdecken, und zwar möglichst schlichte. Stellen Sie auf jeden Fall noch Oliven und gesalzene Mandeln dazu, dann ist das Urlaubsfeeling perfekt! (Koe)

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hi
 
Hallo Andrea, du brauchst doch nur die unterstrichenen Begriffe anzuklicken, dann hast du doch Rezepte. Ansonsten googeln, da findest du sicher ganz viele :-)
 
Tapas geht immer :)
 
Tapas geht immer :)
 
Toll! noch toller wäre es mit dazugehörenden Rezepten oder einem Link.............