Wer langsam isst, bleibt leichter schlank | EAT SMARTER
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Fünf Tipps für Schnellesser

Wer langsam isst, bleibt leichter schlank

Wenn es schnell gehen soll, kann man seine Mahlzeiten natürlich schlingen, mampfen, stopfen oder hinunterstürzen. Das spart zwar Zeit, schlägt sich aber in der Regel auf den Hüften nieder. Denn wer schneller isst, hat häufiger mit Übergewicht zu kämpfen. Wer sich dagegen Zeit für seine Mahlzeiten nimmt, kann sein Gewicht besser kontrollieren: EAT SMARTER verrät fünf Tipps, mit denen Sie das Tempo beim Essen reduzieren können.

Wenn die Mahlzeit zur Schlingzeit wird, schlägt sich dies meistens auch auf die Figur nieder. Denn wer schneller isst, nimmt in der Regel auch größere Portionen zu sich. Dies zumindest belegen zahlreiche Untersuchungen mit Kindern und Erwachsenen. Das Hauptproblem: Viele Schnell-Esser fühlen sich nach der hastig herunter geschlungenen Mahlzeit noch nicht wirklich satt, füllen den Teller also noch einmal. Und ohne es zu merken, haben sie am Ende mehr gegessen.
Ernährungsexperten empfehlen daher schon seit längerem, dass man sich Zeit nehmen sollten beim Essen. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift: „Ernährung im Fokus“ macht Ökotrophologe Dr. Martin Hofmeister von der Verbraucherzentrale Bayern Vorschläge, wie man die Essgeschwindigkeit reduzieren kann. Die fünf wichtigsten Ernährungstipps finden Sie hier: Ausreichend Zeit nehmen
Für eine „langsame“ Mahlzeit sollten Sie sich rund 20 Minuten Zeit nehmen. Denn in der Regel dauert es so lange, ehe das Sättigungssignal unser Gehirn erreicht. Die Gefahr für Schnell-Esser: Essen Sie in der Zeit schneller, nehmen sie viele zusätzliche und unnötige Kalorien zu sich. Langsam zu essen kann man aber leicht trainieren. Setzen Sie sich für Ihre nächste Mahlzeit an einen gedeckten Tisch und achten Sie auf Ihr Sättigungssignal. Kleinere Gabeln verringern die Essgeschwindigkeit
Daneben lässt sich die Essgeschwindigkeit auch durch kleineres Besteck reduzieren. Je kleiner die Gabel zum Beispiel ist, desto weniger passt drauf. Sie nehmen pro Gabel also kleinere Portionen auf und vermeiden so unnötiges Hinunterschlingen. Ein weiterer Tipp: Füllen Sie Ihre Mahlzeit auf einen kleineren Teller. Der amerikanische Ernährungsexperte Brian Wansink fand heraus: Menschen, die ihre Portionen auf größere Teller füllen, essen automatisch mehr. Leere Teller lösen dagegen Sättigungssignale aus. Und wenn der Teller kleiner ist, ist er in der Regel schneller leer. Das Besteck ablegen
Versuchen Sie, das Besteck nach jedem Bissen abzulegen. Wenn Sie die Portion dann ordentlich gekaut haben, nehmen Sie Gabel oder Löffel wieder in die Hand. Langsam kauen
Mal ehrlich, wissen Sie wie häufig Sie Ihre Bissen kauen? Vielen Menschen ist das nämlich gar nicht bewusst. Hofmeister empfiehlt: Zu Beginn sollte jeder Bissen mindestens zehnmal gekaut werden. Und dann trainieren Sie das langsame Kauen. Später können Sie einen Bissen dann vielleicht sogar 20-mal kauen. Der Vorteil: Sie nehmen insgesamt weniger Essen zu sich. Nicht ablenken lassen
Ein Gespräch, ein interessanter Artikel in der Tageszeitung, ein Film im Fernsehen – diese Ablenkungen haben es beim Essen in sich. Der Grund: Wir essen schneller und achten nicht mehr so stark darauf, was wir eigentlich zu uns nehmen. Versuchen Sie also, Ihr Essen in aller Ruhe zu genießen. (wil)
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Wenn ich mit einer Mahlzeit in 20 Minuten fertig sein muss, muss ich entweder "schlingen" oder so wenig essen, dass ich nach 2 Stunden wieder Hunger habe und dann zu Schokolade, Keksen... greife - was auch nicht unbedingt Kalorien spart. Für eine "normale" Mahlzeit brauche ich etwa die doppelte Zeit, was mir mit dem Spruch: "Wer langsam isst, der arbeitet auch langsam" nicht unbedingt Sympathien für mein (eingeschätztes) Arbeitsverhalten einbrachte - was übrigens so nicht stimmt, denn arbeiten kann ich durchaus schnell und effizient! Vielleicht sollte man mit diesem o.g. (dummen) Spruch erst mal aufräumen! Chrisoldb
 
Dass man beim Tischgespräch mehr und schneller isst halte ich für ein Gerücht. Ich labere bei Tisch verdammt viel, bin immer die letzte, die mit ihrem Teller fertig isst(brauche doppelt so viel Zeit wie der Rest) und weniger esse ich auch. Außerdem müsste rein logisch Reden eine Verzögerung sein, so dass bis zum Sättigungsgefühl weniger gegessen wird.