Liebe geht durch den Magen | EAT SMARTER
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Liebe geht durch den MagenDurchschnittliche Bewertung: 5151

Erotic Food

Liebe geht durch den Magen

Liebe geht angeblich durch den Magen. Daher wird immer wieder gerne versucht, mit speziellen Lebensmitteln dem eigenen Liebesleben einen kleinen Kick zu verpassen. Sogenannte Aphrodisiaka sollen die sexuelle Lust fördern oder die Potenz steigern. EAT SMARTER verrät, ob es wirklich Lebensmittel gibt, die das Herz höher schlagen lassen.

Sie wollen Ihren Schwarm erobern? Kochen Sie eine scharfe Gemüsepfanne, mit reichlich Chili! In Ihrer Beziehung ist die Luft raus? Essen Sie zusammen mit ihrem Partner eine Selleriesuppe! Es gibt viele gut gemeinte Ratschläge, wie man sein Liebesleben kulinarisch in Schwung bringen kann. Denn mit den richtigen Lebensmitteln ist das angeblich kein Problem. Doch ist es wirklich so einfach? Leider nein. Denn dass Lebensmittel wirklich eine positive Wirkung auf das Sexualleben haben, ist wissenschaftlich nicht bewiesen.

Aber auch wenn die sogenannten Aphrodisiaka keine echten Liebestränke oder Wundermittel sind, können sie dennoch, dank bestimmter sekundärer Pflanzenstoffe, die Lust steigern. Denn sie lösen im Körper bestimmte Reaktionen aus, die indirekt das Liebesleben verbessern können: Zum Beispiel fördern sie die Durchblutung und erhöhen so die Empfindsamkeit. Und noch ein Aspekt ist nicht zu unterschätzen: Auch wenn es keine wissenschaftliche Beweise gibt, oft reicht schon der Glaube an das Aphrodisiakum, um eine Wirkung zu erzielen.

Diese Lebensmittel sind kulinarische Verführer

Austern
Austern gelten als aphrodisierend, weil sie sehr viel Zink enthalten (45-75 mg pro 100 g). Das Spurenelement spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron. Und das wiederum steigert das sexuelle Verlangen.

Chili
Scharf werden Chilis durch den Inhaltsstoff Capsaicin. Je mehr davon in einer Schote steckt, desto schärfer schmeckt sie. Doch der Inhaltsstoff kann noch mehr: Er kurbelt die Durchblutung an und reizt die Rezeptoren der Schleimhäute. Dadurch reagieren diese empfindlicher auf Berührungen.

Ginseng
Von Ginseng wird behauptet, dass er die Potenz steigern kann. Seit Jahren versuchen Wissenschaftler herauszufinden, ob die asiatische Wurzel wirklich Einfluss auf die Libido hat. Koreanische Forscher konnten nachweisen, dass Ginseng bei Frauen in den Wechseljahren die Lust steigert und bei Männern Erektionsstörungen bekämpfen kann. Forscher in Malaysia hingegen sind skeptisch: Sie bemängeln die Qualität der Studien, insbesondere die kleinen Probandenzahlen.

Ingwer
Die ätherischen Öle im Ingwer, besonders das Gingerol, regen die Durchblutung an. Die Folge: Man wird sehr empfindsam, auch im Intimbereich.

Muskat
Auch in der Muskatnuss stecken ätherische Öle. Diese wirken berauschend, da sie eine ähnliche Struktur wie zum Beispiel auch Ecstasy haben. Wichtig ist die Dosierung: Eine zu große Menge Muskat schmeckt nicht nur unangenehm, sie ruft auch Halluzinationen hervor.

Sellerie
Sellerie als Aphrodisiakum, das klingt weder sexy noch erotisch. Die Knolle enthält einen Botenstoff, das Androstenol, der auch Bestandteil von männlichem Achselschweiß ist. Unglaublich aber wahr: Dieser Geruch kann bei Frauen die sexuelle Lust wecken.

Das verführerische Valentinstag-Menü

Natürlich gibt es keine Garantie, dass aphrodisierende Lebensmittel das Herz höher schlagen lassen. Doch ein Versuch lohnt. Ob zum Valentinstag oder einfach einmal so zwischendurch – hier kommt das EAT SMARTER Liebesmenü:

Aphrodisierend: Austern mit Petersilien-Salsa-Verde
Scharfmacher: Penne all'arrabbiata
Zum Dahinschmelzen: Chili-Schokoladen-Sorbet

(bor)

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