Linsen: kleine Leckerbissen mit großen inneren Werten | EAT SMARTER
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Linsen: kleine Leckerbissen mit großen inneren WertenDurchschnittliche Bewertung: 4151

Gesunde Sattmacher

Linsen: kleine Leckerbissen mit großen inneren Werten

Man nennt sie auch "Kaviar des armen Mannes". Denn Linsen sind preiswert und dennoch von hoher kulinarischer Qualität. Gerade im Feinschmeckerland Frankreich gelten sie als Delikatesse, auch in Indien, Mexiko, im arabischen Raum und den Ländern rund ums Mittelmeer schätzt man die kleinen gesunden Sattmacher. Nun kommen Linsen auch hierzulande wieder zu neuen Ehren, und zwar nicht nur bei Vegetariern.

Linsen erleben eine kulinarische Renaissance. Selbst Sterneköche integrieren die kleinen Hülsenfrüchte in ihre Rezepte. Und das ist gut so, denn die kleinen Sattmacher bestechen durch ihren hohen Gehalt an Eiweiß und Eisen. Außerdem liefern sie reichlich Ballaststoffe: In 100 Gramm stecken davon rund 11 Gramm – immerhin rund ein Drittel der Menge, die wir mindestens pro Tag zu uns nehmen sollten.

Linsen: Sorten aus aller Welt

Linsensorten gibt es rund um den Globus jede Menge – allein in Indien kennt man rund 50 verschiedene Sorten. Die bei uns üblichen und bekannten Linsen sind hellbraun, manchmal ein bisschen ins Grüne spielend. Haben sie einen Durchmesser von drei bis vier Millimetern, heißen sie Tellerlinsen. Sie eignen sich mit ihrer mehligen Konsistenz besonders für Eintöpfe und Suppen, die sie beim Kochen leicht binden. Champagner-Linsen
Sie verdanken ihren Namen ihrer ursprünglichen Heimat, der französischen Champagne, und sind besonders klein und fein. Man nimmt sie vor allem für Salate und Risotto oder Aufstriche.
Puy-Linsen
Mit der dunkelgrünen, schwarz oder blau gefleckten Schale machen sich die winzigen, sehr aromatischen Linsen aus der französischen Auvergne vorzüglich in Salaten. Weiteres Plus dieser Sorte: Sie zerfällt beim Kochen nicht.
Beluga-Linsen
Warum sie so heißen, sieht man sofort: Klein und schwarz glänzend erinnern sie wirklich an Kaviar. Ihr Aroma ist mild und ähnelt dem von Esskastanien. Beluga-Linsen eignen sich gut für Salate, feine Vorspeisen und zur Dekoration.
Gelbe und rote Linsen
Sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern werden auch von Magenempfindlichen bestens vertragen. Denn hier handelt es sich um bereits geschälte und gespaltene Linsen, die schnell zerkochen. Darum reicht eine kurze Garzeit, wenn Sie daraus Salat oder Gemüse zubereiten möchten. Sie eignen sich aber auch toll für Suppen und Pürees.
Weiße Linsen
Gibt es als Spezialität aus dem Indienladen – wie rote und gelbe Linsen zerfallen sie rasch und werden ähnlich zubereitet.
Berglinsen
Rotbraun, mild-aromatisch und von fester Konsistenz. Sie schmecken am besten in kräftigen Eintöpfe, Aufläufen und Bratlingen.

Linsen: smarte Kochtipps

# Einweichen oder nicht? Das hängt von der Sorte ab. Große Tellerlinsen sind schneller gar, wenn man sie bereits am Vorabend mit knapp zwei Handbreit Wasser bedeckt. Sie brauchen dann etwa 45 Minuten bis eine Stunde. Das Einweichwasser schüttet man am besten weg und ersetzt es zum Kochen durch frisches. Ohne Einweichen geht’s zwar auch, rechnen Sie dann aber mit mindestens 30 Minuten mehr Kochzeit. Am allerschnellsten kommen Sie allerdings an Ihr Linsengericht, wenn Sie einen Schnellkochtopf besitzen: Darin halbiert sich die Kochzeit. # Kleine Linsen kommen in jedem Fall ohne Einweichen aus und brauchen auch kein „Turbo-Garen“. Die schwarzen Beluga-Linsen sind zum Beispiel nach 20 Minuten zart; frische Puy-Linsen brauchen ebenfalls kaum länger. Noch schneller fertig sind rote und gelbe Linsen: Hier genügen zehn bis zwölf Minuten, wenn man keinen Brei möchte! # Dass Linsen in gesalzenem Wasser hart bleiben, ist ein Ammenmärchen. Geben Sie im Gegenteil unbedingt Salz ins Kochwasser, sonst schmecken die kleinen Leckerbissen leicht fade! Hart kommen Linsen viel eher aus dem Topf, wenn man sie sprudelnd kochen lässt, denn der hohe Eiweißgehalt verträgt sich nicht mit großer Hitze. # Bei der Säure hingegen stimmen die alten Regeln: Sie betont den Geschmack und rundet ihn ab, gehört aber tatsächlich erst gegen Ende der Garzeit in den Topf. Lust auf Linsen bekommen? Hier finden Sie mehr als 20 Linsen-Rezepte von EAT SMARTER.

 
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Ein sehr guter Artikel für diese tolle Hülsenfrucht. Die Säure ist ein unbedingtes Muss und darf erst zum Schluss ans Linsengericht, sonst bleiben die Linsen hart. Gleiches gilt im Übrigen für nahezu alle Gemüsearten und Kartoffeln.