Ohne Senf kein Sommer | EAT SMARTER
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Der perfekte SommerbegleiterDurchschnittliche Bewertung: 31517

Geben Sie Ihren Senf dazu!

Der perfekte Sommerbegleiter

Senf gehört zum Sommergenuss © Jacek Chabraszewski - Fotolia.com Senf gehört zum Sommergenuss © Jacek Chabraszewski - Fotolia.com

Die Eisheiligen haben wir mehr oder weniger bibbernd überstanden, der Sommer darf also nun bitte endlich kommen! Und damit auch das Schlemmen unter freiem Himmel, ob als Picknick oder beim Grillen. Ein kulinarisches Accessoire sollte dabei keinesfalls fehlen: Senf. Denn ohne Senf kein Sommer, meint Ralf Noserke – Küchenchef vom Restaurant Dorfkrug in Hamburgs Südosten. EAT SMARTER hat genauer nachgefragt.

Der 33-jährige gelernte Küchenmeister kennt sich bei Outdoor-Genüssen bestens aus. Denn neben seinem Restaurant mit großem Garten betreibt der Senf-Fan einen Catering-Service (www.dorfkrug-boberg.de) und veranstaltet regelmäßig Kochkurse.

Warum schätzen Sie Senf?

„Senf ist ein wunderbarer Geschmacksträger, der die drei wichtigsten Geschmacksvarianten in sich vereint: süß, sauer und salzig. Dieses Trio signalisiert „lecker!“ und wir bekommen Appetit auf mehr.“

Wieso passt Senf so gut in den Sommer?

„Durch sein unverwechselbares Aroma und den geringen Kaloriengehalt liefert Senf eine ideale Grundlage für leichte und figurfreundliche Saucen, Dressings und Dips. Eins meiner Lieblings-Salatdressings bereite ich aus Estragonessig, Meerrettich-Dijonsenf (z.B. Maille Senf au Raifort), etwas Gemüsebrühe, einer selbstgemachten Honig-Chili-Thymian-Essenz und einem Mix aus Oliven- und Traubenkernöl zu. Und als gebürtiger Süddeutscher mag ich keine Mayonnaise am Kartoffelsalat, sondern serviere ihn lieber leicht – mit einem Dressing aus gehackten Zwiebeln, ausgelassenem magerem Speck, grobem Dijon-Senf, Kalbsbrühe und frisch geschnittenem Sauerampfer – abgeschmeckt mit gemahlenem schwarzem Pfeffer, Salz und einer Prise Zucker.“

Ihr ultimativer Tipp zum Grillen?

Ein Muss beim Grillen ist für mich eine selbst gemachte Senf-Kräuterbutter, die sich ruckzuck zubereiten lässt und jedes Fertigprodukt in den Schatten stellt: 100 Gramm weiche Butter mit 1 EL Dijon-Senf mit Kräutern und je 1 EL fein gehackter Petersilie und Schnittlauch, einem Spritzer Zitronensaft und etwas Salz vermengen – kalt stellen und fertig!“

Und fürs Picknick?

„Auch im Picknickkorb macht sich Senf ganz hervorragend. Selbst gemachte Blätterteigstangen, bestrichen mit einem Mix aus Senf (z.B. Maille Senf mit grünem Pfeffer), Salz und Kräutern, kommen immer gut an. Ebenfalls ein frisch gebackenes Ciabatta mit einer eingearbeiteten Füllung aus Senf (z.B. Maille Senf à la Provençale), Rucola, getrockneten Tomaten, Parmaschinken und Parmesan. Das schmeckt unterwegs ganz ohne Extra-Aufstrich oder Belag herrlich saftig und gut! Vegetarier lassen den Schinken weg, Lakto-Vegetarier verzichten zusätzlich auf den Parmesankäse.“

Was empfehlen Sie generell für die Sommerküche?

„Einfach gesagt: ein bisschen Schärfe und eine Extraportion Essig. Die Schärfe, zum Beispiel aus dem Senf, reguliert das Schwitzen und wirkt antibakteriell – das kennen wir ja aus vielen südlichen Ländern. Und Essig erhöht die Haltbarkeit. Gerade bei längeren Grillabenden oder Picknicks, bei denen die Speisen länger draußen in der Wärme stehen, kommen eine Extraportion Schärfe und Säure daher gut an.“

Das Interview führten wir mit Küchenmeister Ralf Noserke, Küchenchef vom Restaurant Dorfkrug in Hamburg-Boberg, www.dorfkrug-boberg.de.

(JH)

 

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