Mediterrane Lebensweise ist nicht unbedingt gesünder | EAT SMARTER
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Trotz Olivenöl und Gemüse

Mediterrane Lebensweise ist nicht unbedingt gesünder

Viel Fisch, wenig Fleisch und alle Speisen mit Olivenöl: Bislang sagte man den Menschen in den Mittelmeerregionen eine gesunde Ernährungsweise nach. Eine aktuelle spanische Studie bringt dieses Bild allerdings ins Wanken. Zumindest die moderne mediterrane Lebensweise bewahrt die Menschen kaum noch vor Herzkrankheiten, viele Südeuropäer haben mittlerweile ebenfalls mit Übergewicht zu kämpfen.

Fettarm ist sie, reich an Fisch, Gemüse und Salat: die Mittelmeer-Diät, genauer gesagt die mediterrane Ernährungsweise, wird vor allem wegen des Gesundheitswerts gelobt. Wer sich entsprechend ernährt, schützt seine Gefäße und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Die Mittelmeer-Diät wurde nicht nur zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, sie hat auch unser Bild der Menschen in Südeuropa geprägt: Weil diese sich ausgewogen ernähren, so heißt es, haben sie bis ins hohe Alter hinein kaum mit Herzproblemen zu kämpfen. Doch eine aktuelle Studie stellt zumindest die moderne mediterrane Lebensweise infrage. Der spanische Forscher Ricardo Gomez-Huelgas hatte rund 2300 Patienten mit einem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. Die Teilnehmer kamen alle aus Malaga in Südspanien. Das Ergebnis war ernüchternd: Mehr als 60 Prozent der Probanden wog zu viel, bewegte sich zuwenig und hatte zu hohe Cholesterin-Werte. Die Menschen am Mittelmeer lebt nicht unbedingt gesünder
Die Studie revidiert das Bild des gesund lebenden Mittelmeermenschen. Mittlerweile stirbt auch in Spanien jeder dritte Mensch an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Zu den Risikofaktoren gehören unter anderem Bewegungsmangel, zu viel Bauchfett, Diabetes, Bluthochdruck, oder eine ungesunde Ernährung mit wenig Obst und Gemüse. Risikofaktoren, die man bislang eher den Einwohnern in Deutschland, USA oder Großbritannien zuschrieb, nicht aber den Menschen am Mittelmeer.
Bislang galten die Südeuropäer im Vergleich zu ihren Nachbarn als entspannte Menschen. Ihr Speiseplan bestand weniger aus industriell gefertigten Lebensmitteln, sondern aus Salat, Fisch und Gemüse direkt aus der Heimat. Dieses Bild wurde durch zahlreiche Untersuchung immer wieder bestätigt, vor allem durch die so genannte Kreta-Diät. Die Menschen der griechischen Insel zeigten in der Vergangenheit immer wieder deutlich geringere Risiken für Herzkreislaufkrankheiten. Und dies führten die Wissenschaftler auf die gesündere Ernährung zurück und übertrugen es auf die gesamte Mittelmeerregion. Erkenntnisse aus alten Studien
Doch die meisten dieser Studien sind nach Angaben von Ricardo Gomez-Huelgas bis zu 40 Jahre alt. Damals wurde hauptsächlich die Landbevölkerung untersucht, die in der Tat sehr fett- und fleischarm aß. Das lag vor allem daran, dass sich die überwiegend arme Bevölkerung selten Fleisch leisten konnte. So auch bei den Einwohnern von Kreta.
Mittlerweile haben sich die Lebensverhältnisse geändert: Viele Spanier müssen körperlich längst nicht mehr so viel arbeiten. Trotzdem ernähren sie sich kalorienreich, weil die Lebensmittel insgesamt billiger geworden sind. Und auch weil immer mehr Menschen in Südeuropa glauben, dass ihnen zum Kochen keine Zeit bleibt, greifen sie auf Schnellgerichte und Fast-Food zurück. Es sind nicht die Lebensmittel der mediterranen Küche, die ungesund sind, es ist vielmehr der Lebenswandel der Menschen. Nach Angaben der Wissenschaftler trifft es vor allem Menschen mit niedrigem Bildungsniveau. Ricardo Gomez-Huelgas glaubt aber, dass man die Zahl der Betroffenen deutlich reduzieren könne. Man müsse die Menschen mit geringer Bildung allerdings stärker aufklären. Immerhin: Seit Januar 2011 gilt in Spanien eines der strengsten Rauchverbote in Europa. Damit geht die Regierung zumindest gegen einen Risikofaktor für Herzkrankheiten vor.
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Ihr Titel ist vollkommen irreführend und daneben! Das die klassische Mittelmeerdiät/Lebensweise mit wenig Fleisch, Gemüse, Fisch, Oliveöl als Hauptfett besonders gesund ist ist wohl usreichend wissenschaftlich erforscht und empirisch evident. Das sich die Bewohner im Mittelmeerraum immer mehr mit Fast-Food ernähren, ist besonders erschreckend und wird lieder auch die Statistik in bezug auf Herz- und Kreislauferkrankungen verändern. Die trifft leider auch auf das Land mit der größten Lebenserwartung = JAPAN zu ! Es ist nicht die Lebensweise
 
leider wird mit zugaben von olivenoel übertrieben, fleisch wird schwimmend gebraten, für tomatensaucen werden die zutaten wie knoblauch und zwiebeln wieder schwimmend im oel angebraten etc. etc. und natùrlich wird kein schritt zu fuss gemacht und das fàngt leider schon bei den kindern an.... die werden vor die schule gefahren und wieder abgeholt, am meer wird mit dem auto spazieren gefahren nicht an der frischen luft zu fuss... traurig aber wahr!
 
so ein schwachsinnskommentar-dazu brauch ich nicht eat smarter das geht mir allerdings bei vielen beiträgen so.bekanntes einfach nur noch etwas aufgeblasen
 
Für mich ist das kein Phänomen, Fast Food Ketten machen auch vor Mittelmeerländern keinen Halt, die Inhaltsstoffe der Gemüse und Obstsorten sind auch dort nicht mehr oder besser geworden und mit Bewegungsmangel aufgrund von Ferneseher und Computer sind auch die Menschen dort nicht geschützt. Wenn man noch den Punkt der Veranlagung betrachtet, dann gibt es immer mehr eine Vermischung, so das auch dies ein Punkt sein könnte.
 
so wie die Mediterane Lebenweise definiert ist, ist es gesund. Wenn die die dort wohnen sich nicht mehr dran halten, dann ist das etwas völlig anderes. Ich finde den Aufsatz völlig daneben. Insbesondere den Titel. Dieses ganze Hüh Hott Geschreibe hilft überhaupt nicht. Der Leser wird irgendwann wirklich sagen egal schadet eh alles...