Die nervigsten Grill-Typen der Welt | EAT SMARTER
1
1
Drucken
1
Die nervigsten Grill-Typen der WeltDurchschnittliche Bewertung: 5151

Bio-Freaks, Kalorien-Zähler, Schnorrer

Die nervigsten Grill-Typen der Welt

Grillen soll eigentlich Freude und Spaß bereiten. Tut es aber nicht. Zumindest, wenn man sich mit den falschen Grill-Typen einlässt. Unser EAT SMARTER-Redakteur hat fünf Grill-Typen erlebt und weiß nun, dass Grillen mit diesen Menschen vor allem Stress bedeutet.

Samstagnachmittag, 16 Uhr. Ich bin zum Grillen eingeladen. Nette Leute, saftige Steaks, ein kühles Bier – so stelle ich ihn mir den weiteren Abend vor. Doch es wird anders kommen. Fünf spezielle Typen werden mir zeigen, dass Grillen kein Freizeitspaß ist, sondern echter Stress. Einkaufen für den Bio-Freak
Gastgeber Marc hat mich eingeladen. Er bittet mich, Fleisch mitzubringen. Sehr gerne – beim Metzger nebenan kaufe ich ein paar Steaks. Dann klingelt das Handy. Es ist Marc.
„Hi, hast du das Fleisch besorgt?“ „Ja. Bei mir um die Ecke im Supermarkt. Sieht köstlich aus.“ „Der Laden an der Brecht-Straße? Hast Du den Fleisch-Skandal etwa verpasst?“ Fleisch-Skandal? Oh Gott. Vor meinem inneren Auge werden Katzen zu kleinen Würstchen verarbeitet. Wie konnte ich nur so... „Der Laden hat kein Bio-Siegel!“ brüllt Marc. Bio? Ich atme auf. „Ach, der Bio-Hype ist doch Quatsch,“ entgegne ich, „Fleisch aus dem Supermarkt ist auch okay.“ Jetzt legt Marc los. Voll gepumpt mit Antibiotika sei das Fleisch. Seine Stimme überschlägt sich fast. Dass er mehr Rücksicht erwartet hätte und mehr Mitdenken. Mein Steak solle ich allein essen. Er legt auf. Achja, Marc ist ein Bio-Freak. Er behauptet, dass er den Unterschied schmecken kann. Ich nehme es gelassen, bleibt eben mehr für mich. Teilen mit dem Schnorrer
Ich habe noch Saucen und Bier besorgt. Jeder soll ja etwas mitbringen. Als ich ankomme, stelle ich meine Sachen auf den Tisch. Da drängelt sich ein dürres Männchen neben mich. Ich kenne es nicht. „Duuu, äh, sorry, dass ich dich jetzt so anspreche. Ich bin der Anton. Ähm. Ich habe es totaaal vergessen, dass wir ja heute grillen wollten und da habe ich jetzt nichts mitgebracht. Ist irgendwie doof. Kannst du mir einen kleines Stück abgeben? Vielleicht das kleine Steakchen da?“
Anton ist ein Schnorrer. Auf jedem Grillabend gibt es einen, den niemand kennt, der nichts mitbringt und alles haben will. Aber er nimmt auch konventionelles Fleisch. Später bettelt er nach Bier und Zigaretten. Und als er am Ende betrunken durch den Garten stolpert, fragt er, ob ich ihm Geld fürs Taxi leihen könne. Der Streit mit der vegetarischen Grillerin
Das Mädchen, das sich für sehr schön hält, kommt später. Sie blickt auf den Grill und hat gleich schlechte Laune. „Ihhh, jetzt ist ja schon alles voll“, nörgelt sie und packt in Folie eingewickelten Tofu und Käse aus. In ihrem Haar steckt eine Blume aus Papier. „Und wo können jetzt MEINE Sachen hin?“ Sie sieht, dass ich drei Steaks auf den Grill lege und flucht. „Das ist ja jetzt so typisch. Legst dir gleich drei Stücke drauf, ohne zu gucken, wer hier noch grillen will.“ Ich nehme ein Stück wieder runter. Der Schnorrer soll warten. Sie: „Ach toll, jetzt kommt mein Käse mit dem Ekel-Fett in Berührung.“ Ich reiche ihr ein Stück Alu-Folie. „Da müssen jetzt aber fünf Zentimeter Platz zum Fleisch sein.“
Das Mädchen ist militante Vegetarierin. Im Laufe des Abends versucht sie mich zu überzeugen, warum ich kein Fleisch mehr essen darf, warum ich irgendwann Krebs bekommen werde und warum ich mit ihr schlafen sollte. Ich sage ihr, dass das alles nicht geschehen wird. Sie steht den Rest des Abends mit verschränkten Armen da. Die Kalorien-Zählerin
Ich habe es stattdessen auf Julia abgesehen. Sie studiert Sport, ist sehr hübsch und ich will schon seit Monaten was von ihr. Deswegen habe ich Julia auch ein Steak mitgebracht. Als ich es ihr anbiete, schrickt sie auf. „Das sind mindestens 300 Kalorien und die Hälfte davon ist Fett pur. Wie kannst du mir so was nur anbieten?“
Wenn Julia grillt, genießt sie nicht, sondern zählt Kalorien. Sie isst Hünchenfleisch, Salat ohne Dressing und überlegt dabei, ob sie morgen noch Zeit zum Joggen hat. Und auch heute beschäftigt sie das so sehr, dass sie mit mir nicht mehr reden wird. Das Desaster mit dem Grill-Proll
Ich werde am Grill abgelöst, ab jetzt übernimmt Stefan. Er ist betrunken, schüttet seine Bierflasche auf die Steaks und grölt: „BIER-AUFGUSS.“ Sofort springen Marc und die Vegetarierin hinzu. „Spinnst du? Da entstehen jetzt polyzyklische aromatische Wasserstoffe. Das ist krebserregend.“ Marc sagt Stefan, dass er damit aufhören soll und Stefan sagt Marc, dass er die Klappe halten soll. Dann streiten sie sich, ob Grillen ungesund ist. Marc will Stefan die Zange aus der Hand nehmen. Stefan schubst zurück. Sie treten gegen den Grill, die militante Vegetarierin weint und ich werde heute kein Steak mehr essen.
Zugegeben, dieser Grill-Abend war sicherlich einmalig. Die meisten Abende fallen sicherlich ein wenig stressfreier aus. Lassen Sie sich die Laune daher nicht verderben. Wie Sie lecker und gesund grillen können, erfahren Sie in unserem Grill-Special.
Ähnliche Artikel
Rainbow-Sushi
01.06.2016
So gelingt der Regenbogen-Traum!
Sie möchten gerne mehr über besondere Salzsorten erfahren? EAT SMARTER stellt Ihnen die spannendsten Salzsorten der Welt vor.
Sie sehen merkwürdig aus oder stinken zum Himmel. Aber schmecken tun die verrückten Früchtchen alle verdammt gut. Wir zeigen Ihnen die 6 coolsten Früchte, die nicht nur optisch, sondern auch ein kulinarisch unbedingt einen Versuch wert sind.
Schreiben Sie einen Kommentar
 
auweia das ist der widerlichste Bericht den ich je gelesen habe. also es ist ja so das beim grillen man merkt wie menschen wirklcih ticken, der proll-macho gibt sich nur mit seinem fetten fleisch zufrieden, alles gemüse ist schwul, weibisch blablabla. 3 steaks? alles voll und die andere ist ne zicke weil sie qängelt? nene das ist einfach nur egoismus. ja und dass sie mit dir, leiber berichtschreiber ja schlafen will... hm grillen ist halt einfach was für biersaufende, dumme proll-menschen...