Ein Plädoyer für die Schwarzwurzel | EAT SMARTER
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Ein Plädoyer für die SchwarzwurzelDurchschnittliche Bewertung: 4152

Gesünder isst man kaum

Ein Plädoyer für die Schwarzwurzel

Wer an Wintergemüse denkt, dem fallen Grünkohl oder Chicorée ein. Aber in den Regalen der Supermärkte liegen, auf den ersten Blick vielleicht noch unscheinbar, auch die kleinen, fingerdicken Schwarzwurzeln. Und die werden häufig übersehen. EAT SMARTER hat die Wurzel daher für Sie geschält - und unter der korkigen Schale den leckeren und gesunden "Winterspargel" entdeckt.

Wir sind ehrlich: Die Schwarzwurzel sieht zunächst wenig appetitlich aus. Als hätte man sie gerade aus der Erde gegraben, liegt sie im Supermarkt im Gemüsefach. Schwarz, verrunzelt, mit einer Haut, die eher an ein Stück Kork erinnert. Da hat der Winter doch wahrlich bessere Lebensmittel zu bieten, denken wir: den süßlich, würzig-herben Grünkohl etwa oder den bitter-herben Chicoée. Warum soll man sich mit der Schwarzwurzel abgeben? Weil sie eben doch lecker schmeckt, wie wir wenig später erfahren.

So viele gesunde Nährstoffe
Zuerst schauen wir noch einmal in unsere Bücher. Wir lesen: Das Wintergemüse wurde bis ins 17. Jahrhundert als Heilpflanze verwendet. Gegen Pest und Schlangenbisse. Gut, da kommt wenig Appetit auf. Doch ein wenig weiter steht: Die Schwarzwurzel gehört neben Erbsen und Bohnen zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten überhaupt. Sie liefern viel Vitamin B, E und C, Phosphor, Eiweiß und Calcium. Und außerdem haben sie einen hohen Gehalt an Inulin, einem Ballaststoff mit einem äußerst günstigen Einfluss auf den Fettstoffwechsel.

Wichtige Tipps für die Zubereitung
Wir wagen einen Versuch: Wir putzen, schälen und waschen die Wurzel - und dann hielten wir appetitliche Stangen von feiner Weißheit in den Händen. Wir müssen einzig darauf achten, dass der Milchsaft die weißen Stangen und unsere Finger nicht gleich wieder verfärbte. Wir lernen: Die Stangen nach dem Schälen gleich in Essig- oder Zitronenwasser legen. Alternativ kann man die geputzten aber noch ungeschälten Wurzeln auch gleich für 25 Minuten in Wasser kochen, das man mit Essig und Salz gewürzt hat. Danach kann man die Stangen abschrecken und die Haut lässt sich sehr leicht abziehen.

Wir entdecken den „Winterspargel“
Wegen ihrer weißen Stangen trägt die Schwarzwurzel auch den Namen „Winterspargel“. Mit dem Spargelgeschmack hat sie aber wenig zu tun. Schwarzwurzeln schmecken eher würzig und nussartig. Aber man kann die Schwarzwurzel, wie den Spargel auch, mit einer leichten Sauce Hollandaise, flüssiger Butter, magerem Schinken und Pellkartoffeln essen. Alternativ lässt sich das Wintergemüse auch zu einem Salat verarbeiten oder in einem Teig umhüllt knusprig ausbacken.

Am Ende finden wir: Vielleicht sollte man das Gemüse einmal ausprobieren, ehe der Winter wieder zu Ende ist. EAT SMARTER hat einige Rezepte zusammengestellt.

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Ich habe als Kind sehr oft Schwarzwurzeln gegessen und mir haben sie immer sehr gut geschmeckt. Selbst zubereitet habe ich sie noch nie. Vielleicht hole ich es nun mal nach. Ich weiß ja jetzt wie:-).
 
Bei uns gibts Schwarzwurzel aus dem eigenen Garten. Das Putzen macht schon etwas Mühe, aber dafür wird man mit dem besten Wintergemüse belohnt. Am liebsten essen wir die Schwarzwurzel gekocht und nur kurz in Butter geschwenkt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Guten Appetit!