Pute oder Truthahn: kalorienarme Fest-Schlemmereien | EAT SMARTER
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Gesundes Geflügel

Pute oder Truthahn: kalorienarme Fest-Schlemmereien

Wenn es um das feine Federvieh geht, herrscht mitunter Verwirrung. Heißt es nun Pute oder Puter und ist ein Truthahn eigentlich dasselbe? Nun, nicht ganz: Männliche Vögel heißen Truthahn oder Puter, ihr weibliches Pendant Truthenne oder Pute. EAT SMARTER sagt, was Sie sonst noch über das kalorienarme Geflügel wissen müssen.

Fettarmer Festtagsvogel

In Geschmack und Qualität besteht wenig Unterschied zwischen Pute und Puter, allerdings ist das Fleisch von weiblichen Vögeln besonders zart, wenn sie vor der Geschlechtsreife geschlachtet werden. Grundsätzlich gilt aber für Pute wie Puter, dass sie jeweils Teile von ganz verschiedenem Geschmack und Aussehen haben. So sind die Keulen stets dunkel, kräftig im Geschmack und relativ fett, während sich die Brust durch eine schneeweiße Farbe auszeichnet und besonders mager ist.
 
Normalerweise greifen wir ja alltags eher zu Brust oder – immer öfter – auch zu den Keulen, die sich gut für Schmorgerichte eignen, zum Beispiel für das ungarische Putengulasch oder das Szegediner Putengulasch. In der Vorweihnachtszeit aber sind auch ganze Vögel im Handel. Ob frisch oder aus der Tiefkühltruhe: Das prächtige Festtagsgeflügel wiegt pro Stück zwischen 4,5 und 6 Kilo und reicht für bis zu zwölf Portionen. Wer beim besten Willen nicht so viele Mitesser zusammen bekommt, kann aber auch eine sogenannte Babypute nehmen. Sie wiegt „nur“ etwa 2,5 bis 3 Kilo und eignet sich darum gut für kleinere Tafelrunden.

Deutsches Federvieh bevorzugt

Immer wieder liest man von den wenig artgerechten Bedingungen, unter denen Truthähne und –hennen aufwachsen. Doch gilt das vorwiegend für Importe. Während im Ausland die Schnellmast durchaus gang und gäbe ist, haben deutsche Vögel meist mehr Zeit, ihr Schlachtgewicht zu erreichen: Die Mastdauer liegt in Deutschland in der Regel für Hennen bei etwa vier Monaten, bei Hähnen sind es circa fünfeinhalb Monate. Übrigens richten sich deutsche Putenerzeuger nach einer freiwilligen Vereinbarung über die Haltungsbedingungen, die in Abstimmung mit Tierschutzorganisationen, Landesbehörden und dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft getroffen wurde.

Pute und Puter vom Biozüchter

Wer ganz sicher gehen möchte, artgerecht gehaltene Vögel auf den Tisch zu bekommen, kauft am besten Bioputen. Denn nur dann ist garantiert, dass das feine Federvieh überwiegend mit heimischem Weizen, heimischen Erbsen und Ackerbohnen aus Bioanbau gefüttert wird und im Freien Gras fressen darf. Bioputen-Züchter halten außerdem meist eher langsam wachsende Rassen, die sich für die artgerechte Freilandhaltung eignen. Sie sind auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten, brauchen also keine Antibiotika oder andere Medikamente. Bekommt der Biobauer keine langsam wachsenden Puten, sind auch andere Rassen erlaubt, dann jedoch nur weibliche Tiere – sie setzen zwar weniger Fleisch an als männliche, werden aber weit weniger krank.
 
Hier finden Sie unsere herrlichen kalorienarmen Rezepte.
 
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Ich habe gesehen, wie Bio-Puten leben. Auch sie können sich aufgrund ihres hohen Gewichts kaum auf den Beinen halten. Das ist Tierquälerei. Wenn, dann müßte es für die Bioaufzucht andere Tierrassen geben, die dieses Problem nicht haben. Ich rate daher generell von dem Verzehr von Putenfleisch ab.