Urban Gardening - Gemüse belastet | EAT SMARTER
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Gemüse aus Stadtgärten mit Schwermetallen belastetDurchschnittliche Bewertung: 3159

Urban Gardening

Gemüse aus Stadtgärten mit Schwermetallen belastet

Wie gesund ist Gemüse aus dem Stadtgarten? Wie gesund ist Gemüse aus dem Stadtgarten?

Es ist ein neuer Trend: Urban Gardening, der Anbau von Gemüse und Obst mitten in der Großstadt. Eine schöne Idee, die nun aber einen kleinen Dämpfer bekommt. Berliner Forscher untersuchten Gemüse aus dem Stadtgarten auf seinen gesundheitlichen Wert. Das Ergebnis: Obst und Gemüse aus Großstadtgärten enthalten teils erhebliche Mengen an Schadstoffen.

Urban Gardening, das Gärtnern in der Großstadt, liegt im Trend. Ob auf Hochhausdächern oder Grünflächen mitten in der City – die Lust auf selbst angebautes Obst und Gemüse im Stadtgarten lässt vielerorts aus Großstädtern Hobbygärtner werden. Berliner Wissenschaftler des Instituts für Ökologie der TU Berlin wollten nun wissen: Wie gesund ist Obst und Gemüse aus dem Stadtgarten? Die Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Journal „Environmental Pollution“.

Gemüse aus dem Stadtgarten: erhebliche Schadstoffbelastungen

Schwermetalle, Zink, Kupfer, Blei – fast nichts, was bei der Untersuchung zwölf unterschiedlicher Obst- und Gemüsesorten aus Berlin nicht im Stadtgemüse gefunden wurde. „Unsere Ergebnisse waren überraschend deutlich“, so Dr. Ina Säumel, die die Untersuchungen leitete. „Gemüse aus innerstädtischen Gärten kann im Vergleich zu Standard-Supermarktprodukten ein Vielfaches an Schwermetallen angereichert haben.“ Teils wurden gültige EU-Grenzwerte für die Schadstoffbelastung von Lebensmitteln überschritten. Das Fazit aus Berlin: Selbst angebautes Gemüse ist nicht zwingend gesünder, als Ware aus dem Supermarkt. Je näher eine viel vielbefahrene Straße liegt, umso belasteter kann das Gemüse sein.

Gemüse aus dem Stadtgarten: So verringert man die Schadstoffbelastung

Trotz der Ergebnisse gibt es, so die Forscher aus Berlin, keinen Grund zur Panik. Grundsätzlich gilt für Großstadtgärtner: Je größer die Distanz zwischen Gemüsebeet und befahrener Straße, umso besser. Doch schon natürliche Trennwände, wie zum Beispiel eine Hecke, oder auch Gebäude reduzieren die Schadstoffbelastung von Stadtgemüse deutlich. (ben)

 

 

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Wenn der Anbau von Gemüse in Straßennähe gesundheitlich bedenklich ist, wieso darf man dann eigentlich noch an Straßen wohnen? Das Problem ist nicht das Urban Gardening, sondern die Tatsache, dass Autoabgase sowie Reifen- und Bremsenabrieb eine erhebleiche Schadstoffbelastung verursachen. Lösung? Drastische Reduktion des motorisierten Verkehrs und Verbot des Einsatzes gesundheitlich bedenklicher Substanzen im Fahrzeugbau. Wer sagt, "Das geht nicht", hat das Problem nicht verstanden...