Studie ermittelt: Jojo-Diäten gesünder als ständiges Übergewicht | EAT SMARTER
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Studie ermittelt: Jojo-Diäten gesünder als ständiges ÜbergewichtDurchschnittliche Bewertung: 41513

Der ständige Kampf gegen die Kilos

Studie ermittelt: Jojo-Diäten gesünder als ständiges Übergewicht

Jojo-Diät besser als Übergewicht

Eigentlich sind Jojo-Diäten nicht zu empfehlen: Man nimmt zwar schnell ein paar Kilo ab, hat sie nach kurzer Zeit aber schon wieder auf den Rippen. In einem Tierversuch wiesen amerikanische Wissenschaftler aber nun nach, dass Jojo-Diäten gar nicht so ungesund sind. Zumindest im Vergleich zu dauerhaftem Übergewicht.

Das Auf und Ab mit dem Körpergewicht: Seit längerem warnen Ernährungswissenschaftler vor den Folgen von so genannten Jojo-Diäten. Zwar kann man kurzfristig Gewicht verlieren, doch wenn man die Diät danach einstellt, kommt das Gewicht in der Regel schon nach kurzer Zeit zurück. Das sei nicht nur sinnlos, sondern macht auch krank. Eine tierexperimentelle Studie vom Edison Biotechnology Institute in Athens/Ohio kommt nun aber zu dem Ergebnis, dass die gesundheitlichen Folgen nicht ganz so schlimm sind. Die Labormäuse, die einer ständigen Jojo-Diät ausgeliefert waren, hatten bessere Gesundheitswerte, als die Mäuse, die ständig fettreich ernährt wurden. Die Lebenserwartung wurde durch die Wechseldiät aber nicht beeinflusst. Für ihren Versuch teilten die Forscher die Tiere in drei Gruppen ein. Eine Gruppe wurde fettarm ernährt, die zweite dagegen sehr fettreich. Die dritte Gruppe wurde dagegen mal fettreich, mal fettarm ernährt. Bei den Tieren, die sehr fettreich ernährt wurden, stellten die Forscher schnell Übergewicht und Insulinresistenz fest. Sie lebten im Schnitt nur 1,5 Jahre. Die Gruppe, die fettarm ernährt wurde, lebte im Schnitt 2,09 Jahre. Jojo-Diäten beeinflussen nicht die Lebenserwartung
Die Mäuse, die auf eine Wechseldiät gesetzt wurden, lebten im Schnitt 2,04 Jahre. Wurden sie fettreich ernährt, stiegen Blutzuckerwerte und Körpergewicht. Gab es dagegen fettarme Kost, verbesserten sich die Gesundheitswerte deutlich. Ein Zusammenhang zwischen einer verkürzten Lebenszeit und Jojo-Diäten konnte dagegen nicht festgestellt werden. Was bleibt am Ende? Immerhin ist es fraglich, ob sich Ergebnisse aus Tierstudien auf Menschen übertragen lassen. Studienleiter Edward List schließt aus seinen Untersuchungen aber dennoch, dass dauerhafte Gewichtsschwankungen keinesfalls die Gesundheit beeinträchtigen. Seiner Meinung nach werden die Gefahren von Jojo-Diäten möglicherweise überbewertet. Noch besser ist es allerdings, beim Abnehmen gar nicht erst dem Jojo-Effekt zum Opfer zu fallen. Und dies geht am besten mit einer Kombination aus ausgewogener Ernährung und Bewegung. Ernährungsplan gegen den Jojo-Effekt: viel Eiweiß
In der Diogenes-Studie fanden Wissenschaftler Anfang des Jahres heraus, welcher Ernährungsplan den Jojo-Effekt nach einer Diät am besten vermeidet: Dazu gehören Lebensmittel mit einem niedrigen Glykämischen Index (GI) und Produkte, die viel Eiweiß enthalten. Lebensmittel mit einem niedrigen GI halten den Blutzuckerspiegel lange konstant und sorgen so für ein länger ausbalanciertes Sättigungsgefühl. Dazu gehören unter anderem Vollkornprodukte und Gemüse. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass diese Lebensmittel vor allem mit Proteinen aus magerem Fisch, Fleisch, Milchprodukten, aber auch aus Hülsenfrüchten und Soja kombiniert werden sollten.
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Hm, wirklich gesund kann das nicht sein - aber wer ist schon perfekt...
 
Nach dem Motto: Besser als gar nichts :) Aber konstant ausgewogene Ernährung wäre schon der bessere Ansatz....