Süßholz: Wunderwurzel mit Allroundtalent | EAT SMARTER
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Süßholz: Wunderwurzel mit AllroundtalentDurchschnittliche Bewertung: 4.21535

Ein Heil- und Genussmittel

Süßholz: Wunderwurzel mit Allroundtalent

Süßholz: Wunderwurzel mit Allroundtalent Süßholz: Wunderwurzel mit Allroundtalent

Die Süßholzwurzel hat es geschafft, sie ist zur "Arzneipflanze des Jahres" gekürt worden. Tatsächlich hat das Gewächs als Naturmedizin vor allem bei Erkältungen sowie Magen- und Darmbeschwerden nachgewiesenermaßen wirksame Qualitäten. Ein weiterer Vorteil von Süßholz: Die Wurzeln werden zum größten Teil wild gesammelt und wachsen ohne Dünger oder Pflanzenschutzmittel. Süßholz hat also Bio-Qualität. Aber Süßholz kann auch kulinarisch punkten - und das keineswegs nur als Süßigkeit.

Was Süßholz so heilsam macht

So unscheinbar sie aussehen – Süßholzwurzeln haben es in sich. Rund 400 verschiedene Inhaltsstoffe wurden bis heute in Süßholz entdeckt, allen voran Glycyrrhizin und Glycyrrhizinsäure. Dieser Stoff im Süßholz hemmt den Abbau von körpereigenem Cortison und wirkt auf diese Weise gegen Entzündungen. Allerdings kann diese Wirkung auch unliebsame Folgen haben: Schwangere, Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion dürfen Süßholz darum nicht einnehmen. Auch wer Digitalis-Präparate, Cortison oder entwässernde Mittel (Diuretika) nimmt, sollte die Süßholzwurzel nur in Rücksprache mit dem Arzt anwenden. Bei allen anderen gilt: Süßholz ist ein gutes Mittel gegen zuviel Magensäure und Bauchkrämpfe, hilft bei Husten und Schnupfen und hemmt nachweislich das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen. Neuere Studien lassen sogar vermuten, dass Süßholz selbst bei schweren Erkrankungen wie Hepatitis A und C heilsam wirkt. Endgültig erforscht ist diese Wirkung allerdings bisher nicht.

Was Süßholz so beliebt macht

Fest steht aber, dass Süßholz seinem Namen alle Ehre macht: Glycyrrhizin hat etwa 50 Mal so viel Süßkraft wie Zucker, und das fast kalorienfrei und ganz ohne Fett. Kein Wunder also, dass der eingedickte schwarze Saft der Süßholzwurzel – gut bekannt als „Lakritz“ – seit Generationen buchstäblich in aller Munde ist: Lakritze schmeckt intensiv süß und ähnlich wie Anis. Aber auch die getrocknete Wurzel selbst taugt als Ersatz für kalorienreiche Süßigkeiten. Ganz clevere Naschkatzen kauen Süßholz einfach so lange, bis es weich wird und den Geschmack verliert – ganz ähnlich also wie beim Kaugummi. Es soll sogar Leute geben, die sich mit dem Kauen von Süßholz das Rauchen erfolgreich abgewöhnt haben. In Italien zum Beispiel stieg der Verkauf von Süßholz nach dem allgemeinen Rauchverbot sprunghaft an, weil sich viele am Glimmstängel hängende Italiener die Wurzel als Zigarettenersatz besorgten.

Was Süßholz kulinarisch alles kann

Rund 500 Tonnen Süßholz kommen jährlich zu uns, meist aus dem Mittelmeerraum importiert. Ein großer Teil davon wandert in Heil- und Genussteemischungen, in Kräuterliköre und in die Süßigkeitenproduktion. Aber auch in vielen Sterne-Restaurants steht Süßholz inzwischen im Gewürzregal, denn man kann mit der Wurzel auch wunderbar kochen. Besonders praktisch ist Pulver aus Süßholz, das man zum Beispiel im Internet bekommt, denn es lässt sich gut dosieren. Schon 1 bis 2 Teelöffel davon genügen, um Saucen, Risotto, Salatdressings, Schmorgerichten, herzhaften Füllungen oder Desserts eine feine Lakritznote zu geben.

Wer mag, kann aber auch einfach ganze, getrocknete Süßholzwurzeln in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen und dann je nach Bedarf zerkleinern. Am besten ist natürlich Süßholz raspeln, und das im wahrsten Sinn des Wortes, nämlich auf der Küchenreibe. Kocht man – zum Beispiel in einer Suppe - die ganze Süßholzwurzel mit, muss man sie natürlich vor dem Servieren herausnehmen. Die ganzen Wurzeln lassen sich übrigens auch gut beim Braten oder Grillen verwenden: Einfach die Süßholzwurzeln der Länge nach halbieren und die Enden mit einem scharfen Messer etwas „anspitzen“ und Fleisch, Geflügel, Fisch oder Gemüse daraufstecken.

(koe)
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eine gute Nachricht vielen Dank! mir hilft Süssholz sehr sehr gut
 
Tut mir ehrlich leid aber es fängt an mich einfach anzukotzen. @Christina R.: Warum lesen sie sich denn artikel nichtmal mal vorherr RICHTIG DURCH bevor sie schwachsinn und unwahrheiten behaupten? Langsam reg ich mich darüber tierisch auf, überall begegnen mir leute(wie sie) die zu blöd sind ihre augen aufzumachen und zu denken oder zu lesen. Ich zitiere vom artikel: "Allerdings kann diese Wirkung auch unliebsame Folgen haben: Schwangere, Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion dürfen Süßholz darum nicht einnehmen" Zitat ende. Hätten sie sich den artikel auch nur einmal RICHTIG durchgelesen, hätten sie festgestellt dass die nebenwirkungen durchaus erwähnt worden sind. Lesen und denken können sie nicht, dafür aber den mund aufreißen und kritisieren, sehr schön. Ich habe nichts gegen die meinungen von anderen leuten, aber ich habe etwas dagegen wenn jemand auf einen artikel kommentiert ohne sich diesen vorherr überhaupt mal richtig durchgelesen zu haben. Wer glauben sie eigentlich dass sie sind? Gott? Der liebe gott der ALLES WEIß ohne sich vorherr den artikel durchgelesen zu haben? Tut mir leid sie enttäuschen zu müssen, aber weder sind sie gott noch einstein. Sie sind ein pobliger kleiner mensch wie ich und jeder andere auch. Sie haben keine "besonderen fähigkeiten", sie sind nicht superman und sie wissen auch nicht alles(schon gar nicht was in einem artikel steht denn sie nichtmal gelesen haben). Wenn ihr den artikel nicht gelesen habt: Fein, keiner zwingt euch dazu. Aber bitte tut nicht so als ob ihr bereits wüsstet was im artikel steht ohne ihn vorherr wenigstens einmal richtig durchgelesen zu haben. Tut mir leid aber das musste einfach mal raus. Ich finde es wirklich traurig dass fast nirgendswo eine konstruktive diskussion mehr möglich ist, da die diskussion immer in dummheiten und kindergarten endet, und das nur weil ein beachtlicher teil der menschen zu blöd zum lesen ist. So schwer ist es nicht leute, schreibt euch nicht ab, lernt lesen und schreiben. Wer lesen(und denken) kann ist klar im vorteil, das gilt nicht nur für artikel im internet sondern für jede lebenslage. LG ein etwas verärgerter Rainer G. P.S. Übrigens eine abführende wirkung muss nicht zwangsläufig negativ sein, schon gar nicht eine mild-abführende wirkung wie bei der süßholzwurzel. Menschen die verstopfungen haben, darmkrämpfe oder menschen die auf starke schmerzmittel wie opiate angewiesen sind können durchaus vorteile aus einer abführenden wirkung erzielen da es ihnen beim stuhlgang hilft. Sie tun so als ob eine abführende wirkung etwas schlechtes sei. Und tut mir leid aber das ist einfach falsch. Wie erwähnt kann es für(bestimmte menschen) auch vorteile haben. Genauso sind z.b. diuretika nicht immer positiv, ich glaube kaum dass einem halb verdustetem und vertrocknetem menschen diuretika gut tun, ganz im gegenteil. Wie gesagt es kommt auf die situation und den menschen bzw. dessen erkrankungen/beschwerden an. Das ignorieren sie aber völlig in ihrem kommentar. EAT SMARTER: DIESER KOMMENTAR WURDE GEKÜRZT.
 
Ich glaube, Sie haben zu wenig Süßholz geraspelt,
 
Guten Tag, wenn Sie über die heilenden Eigenschaften von Süßholz berichten, sollten Sie die Nebenwirkungen nicht weglassen. Süßholz bei hohem Blutdruck nicht nehmen, da es den Blutdruck anhebt. Außerdem wirkt Süßholz abführend.