Access to Nutrition Index | EAT SMARTER
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Übergewicht und Mangelernährung: Konzerne in der VerantwortungDurchschnittliche Bewertung: 5152
14. Januar 2016

Übergewicht und Mangelernährung: Konzerne in der Verantwortung

Jeder dritte Erdenbürger ist entweder übergewichtig oder untergewichtig. Zu diesem Ergebnis kommt der „Access to Nutrition Index“ der unabhängigen „Access to Nutrition Foundation“ (ATNF) aus den Niederlanden.

Drei Kinder sitzen auf einer Bank und essen Zuckerwatte

Durch die Folgeschäden von Übergewicht wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs sei der Volkswirtschaft im Jahr 2014 weltweit ein Schaden von 2 Trillionen US-Dollar entstanden, was 3 Przent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts entspricht. 2 Milliarden Menschen sind laut der Studie weltweit übergewichtig. 

Dem gegenüber stehen 800 Millionen Menschen, die nicht genug zu essen haben. Doch auch bei Menschen, die eigentlich genug auf dem Teller haben, kann es zu „verstecktem Hunger“ kommen, wenn die Nahrung nicht ausreichend Mikronährstoffe enthält. Rund 2 Milliarden Menschen auf der Welt seien von dieser Art der Mangelernährung betroffen.

Der Report, der am 13. Januar 2016 veröffentlicht wurde, untersucht den Einfluss multinationaler Nahrungsmittelkonzerne auf die Welternährung: Wie gesund sind die Lebensmittel der Konzerne? Erhalten sie zu viel Zucker, zu viel Salz oder zu viel Fett? Sind sie günstig genug, als dass auch arme Menschen sie sich leisten können? Liefern die Lebensmittel genug lebenswichtige Nährstoffe? Und: Inwieweit arbeiten die Firmen mit Regierungen und Organisationen zusammen, um die fehlende Balance in der weltweiten Ernährung zu bekämpfen? 

Das Ranking der Konzerne

Auf Basis ihrer Auswertungen erstellt die ATNF ein Ranking. An Platz 1: Der Konzern Unilever, zu dem unter anderem Knoor, Langnese und Bertolli gehören, gefolgt von Nestlé (u.A. Buitoni, Herta, Kit Kat) und Danone.

Zur Begründung heißt es in einer offiziellen Mitteilung der ATNF, die drei führenden Unternehmen hätten ein klares Bekenntnis zur Lösung globaler Ernährungsfragen geleistet und würden dies mit verschiedenen Maßnahmen in die Tat umsetzen. Dennoch hätten „alle untersuchten Unternehmen noch einen weiten Weg vor sich“.

Inge Kauer, Geschäftsführerin der ATNF, sagte: „Gerade wegen der weltweiten Verbreitung ihrer Produkte sind Nahrungsmittel- und Getränkekonzerne in der Verantwortung, wenn es darum geht, Mangel- und Fehlernährung zu bekämpfen.“ Die Hinwendung zu gesünderem Essen sei für die Firmen jedoch nicht nur eine Sache der sozialen Verantwortung, sondern auch ein Entwicklungschance, denn „immer mehr Verbraucher weltweit wollen gesündere Lebensmittel essen.”

Über den „Access to Nutrition Index“

Der „Access to Nutrition Index“ wird von der gemeinnützigen „Access to Nutrition Foundation“ (ATNF) erstellt. Die Organisation mit Sitz in den Niederlanden untersucht, inwieweit die großen Nahrungsmittelkonzerne die Welternährung beeinflussen, und bewertet das Verhalten der Lebensmittelriesen nach bestimmten Parametern, zum Beispiel, wie gesund und wie leicht zugänglich die Lebensmittel des jeweiligen Konzerne sind. Die Arbeit der ATNF wird finanziert von der Bill & Melinda Gates Foundation, dem Wellcome Trust und der Children’s Investment Fund Foundation. Eine Zusammenfassung des Reports lesen Sie hier

(lin)

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Gesunde Lebensmittel gibt's nicht bei großen Konzernen, die wachsen in der Natur!!! Und über die Gates sollte man sich mal richtig informieren, was die für Interessen verfolgen, das sind jedenfalls keine gesunden Lebensmittel für gesunde Menschen, nur große Worte... träumt weiter!