Der Unterschied zwischen Hunger und Appetit | EAT SMARTER
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Was uns der Körper sagt

Der Unterschied zwischen Hunger und Appetit

Hier ein Croissant, dort ein Schokoriegel und noch schnell ein paar Fruchtgummis - am Tag kommen eine Menge kleiner Snacks zusammen. Doch die meisten dieser Kleinigkeiten haben wir nicht gegessen, weil wir Hunger hatten, sondern weil äußere Reize Appetit in uns ausgelöst haben. EAT SMARTER erklärt, wie Sie den Unterschied zwischen Hunger und Appetit erkennen können.

Bei diesen Angeboten könnten wir eigentlich ständig essen: Auf dem Weg am Backshop vorbei locken uns Croissants oder Kuchen, ein paar Meter weiter steigt uns der Duft von Bratwürsten in die Nase und sieht dieses Eis aus der Eisdiele da drüben nicht einfach verführerisch aus? Und es geht weiter: Irgendein Kollege hat wieder die Snackbox ins Büro gestellt und wenn wir heute Abend unsere Freunde besuchen, stehen bestimmt wieder Plätzchen oder Salzstangen auf dem Tisch. Häufig denken wir uns: „Das sieht aber lecker aus“, greifen zu und haben es schon gegessen. Schließlich meldet unser Körper doch ein Hungersignal. Aber: Ist das wirklich Hunger?
Wie wir Appetit bekommen
Vielmehr haben wir gerade in solchen Momenten Appetit auf genau das Lebensmittel bekommen, welches wir gerade wahrnehmen. Wir haben jetzt Lust auf das Croissant, weil die Schokolade so schön aussieht, wir wollen jetzt die Bratwurst essen, weil der Duft so verlockend ist oder verlangen genau in dieser Situation nach dem Eis, weil wir schöne Erinnerungen damit verbinden. Bilder, Düfte oder positive Erinnerungen haben einen großen Einfluss auf unsere Ess-Lust und je intensiver die Vorstellungen werden, umso überzeugter sind wir, dass wir auch wirklich Hunger darauf haben. Physiologischer Hunger ist dagegen etwas anderes: Das Gefühl ist unangenehm, eher schmerzhaft und stellt sich dann ein, wenn man über längere Zeit nichts mehr gegessen hat. Bei echtem Hunger sind wir längst nicht mehr so zielgerichtet wie beim Appetit. Croissant oder Vollkornbrot? Völlig egal: Hauptsache, wir werden satt.
Mittlerweile müssen die meisten von uns keinen echten Hunger mehr leiden und das ist auch eigentlich ganz gut so. Dennoch kann man seinen Körper so trainieren, dass man wieder mehr auf sein Hungergefühl achtet, um so auch das Sättigungsgefühl wieder besser wahrzunehmen. Diese Tipps können weiterhelfen. Hunger oder Appetit?
Wenn Sie das nächste Mal also essen, sollten Sie sich fragen, woran das liegt. Vielleicht essen Sie, weil Ihnen gerade langweilig ist oder weil Sie gerade Stress haben. Muss es gerade wirklich das Kuchenstück sein oder würde auch ein Vollkornbrot oder ein Apfel den Hunger stillen? Als Snacks lieber keine Süßigkeiten
Bei vielen Menschen sind Süßigkeiten als Zwischenmahlzeit sehr beliebt. Doch sie haben einen Haken: Durch den reichlich enthaltenen Zucker steigt der Blutzuckerspiegel erst stark an, um dann wieder rapide abzufallen. Die Folge: Durch den niedrigen Blutzuckerspiegel bekommt der Körper wieder Hunger. Sattmacher gegen den Hunger wählen
Besser sind dagegen Lebensmittel, die lange satt halten. Kartoffeln oder Haferflocken halten den Blutzuckerspiegel länger konstant, das Hungergefühl ist erst einmal gestoppt. Ebenfalls gut sind ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Erbsen oder Bohnen. Die unverdaulichen Pflanzenfasern quellen im Körper auf und füllen den Magen an. Dieser merkt, dass er voll ist und sendet ein Sättigungssignal an das Gehirn. Ein Tipp: Wenn wir essen, dehnt sich die Magenwand. Irgendwann melden die Nervenzellen, dass der Bauch voll ist. Dabei kommt es nicht auf die gegessenen Kalorien an, sondern auf die Masse. Salat füllt den Magen genauso wie ein Kuchen, hat aber deutlich weniger Kalorien. Langsam essen
Daneben sollten Sie Ihre Gerichte langsam essen. Der Grund: Das Sättigungssignal setzt bei vielen Menschen erst nach 20 Minuten ein. Sie werden merken: Wer langsam isst, nimmt insgesamt weniger auf. (wil)
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