Warum Obst und Gemüse für uns so wichtig sind | EAT SMARTER
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Schutz vor Herzinfarkt

Warum Obst und Gemüse für uns so wichtig sind

"An apple a day keeps the doctor away" haben die meisten von uns schon im Englischunterricht gelernt. Doch wer wirklich gesund leben möchte, sollte deutlich mehr Portionen Obst oder Gemüse am Tag essen. Denn so kann das Risiko für Herzinfarkt gesenkt werden.

Die Experten sind sich einig: Obst und Gemüse gehören zu einer ausgewogenen Ernährung unbedingt dazu. Die Inhaltsstoffe beugen zahlreichen Krankheiten vor, senken unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle oder Diabetes. Anfang des Jahres wurde der Schutz vor Herzinfarkten und Schlaganfällen durch eine britische Studie bestätigt. Wer regelmäßig bis zu acht Portionen am Tag isst, kann sein Risiko um bis zu 22 Prozent verringern.

Möglicher Schutz vor Herzinfarkten

Acht Jahre lang hatten die Forscher rund 300.000 Menschen untersucht. Dabei notierten sie, wie viele Portionen Obst oder Gemüse die Personen am Tag zu sich nahmen. Eine Portion entsprach dabei 80 Gramm. Während der Beobachtungsphase waren 1636 Menschen an Herzerkrankungen gestorben. Am häufigsten traf es die Gruppe, in der weniger als drei Portionen am Tag gegessen wurden. Im Vergleich dazu sank das Risiko für Menschen mit fünf Portionen am Tag um 21 Prozent. Den besten Wert erzielte aber die Gruppe, die mehr als acht Portionen am Tag aßen. Ihr Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall sank sogar um 22 Prozent. Die Studie ist im „European Heart Journal“ erschienen. Rechnet man die 80 Gramm auf acht Portionen hoch, ergeben sich rund 650 Gramm für den Tag. Diese Menge empfiehlt auch die "5-am-Tag"-Kampagne, an der auch das Bundesministerium für Verbraucherschutz beteiligt ist. Der Unterschied: die empfohlene Menge verteilt sich hier auf fünf Portionen. Lange Zeit sagte man Obst und Gemüse auch einen gewissen Schutz vor Krebs nach. 1990 empfahl die Welt Gesundheitsorganisation WHO den Menschen 400 Gramm Obst am Tag. Diese Empfehlung nahmen viele Staaten für ihre eigenen Gesundheitskampagnen auf. Doch eine Untersuchung im vergangenen Jahr kam zu einem ernüchternden Ergebnis: Wer regelmäßig Obst oder Gemüse aß, verringerte sein Krebsrisiko gerade einmal um 2,5 Prozent. Allerdings betonten die Forscher trotzdem die Wichtigkeit von Obst und Gemüse: Das Lycopin der Tomaten beispielsweise könne das Prostatarisiko verringern.

Gemüseverbrauch unter den Deutschen eher mau

Auch wenn die aktuellsten Untersuchungen einen möglichen Schutz vor Krebs infrage stellen, sollten Obst und Gemüse dennoch täglich auf dem Speiseplan stehen. Die Portionen versorgen den Körper mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien. Daneben stecken in den Lebensmitteln auch zahlreiche Flavonoide, Karotinoide, Glycosinolate und Sulfide, was die natürlichen Abwehrkräfte stärken kann. So wichtig die täglichen Portionen auch sein mögen, viele Deutsche halten sich nicht unbedingt daran. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts greifen gerade einmal 46 Prozent täglich zu Gemüse. Beim Obst sind es immerhin 72 Prozent. Für die Studie hatte das Institut 21.000 Deutsche befragt. Ein kleiner, aber durchaus effektiver Schritt für einen höheren Gemüseverbrauch: Ersetzen Sie beim Fernsehen Ihr Knabberzeug durch Gemüsesticks. Bei unserem Rezeptvorschlag kämen Sie so zum Beispiel schon auf etwa 800 Gramm Gemüse.

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Gute + wichtige Erinnerung! Heute wieder Obst-Großeinkauf auf dem Markt *g*