Weinanbau in Niedersachsen ab 2016 | EAT SMARTER
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Klimawandel macht es möglich

Ab 2016 darf in Niedersachsen Wein angebaut werden

Chardonnay, Grauburgunder oder Riesling aus Niedersachsen? Was komisch klingt wird durch den Klimawandel Realität: Die natürliche Grenze für den Weinanbau in Deutschland verschiebt sich immer weiter nach Norden. Jetzt hat die EU grünes Licht für kommerziellen Weinanbau in Niedersachsen gegeben. Doch Hobby-Winzer gibt es im zweitgrößten Bundesland schon länger.

Schöner Weinberg bald auch Realität in Niedersachsen

Wein aus Niedersachsen bald offiziell

Wie das Agrarministerium in Hannover mitteilte, wird auch Niedersachsen am 1. Januar 2016 zur offiziellen Weinbauregion. Künftig ist in Niedersachsen auf insgesamt fünf Hektar kommerzieller Weinanbau erlaubt.

Bisher erlaubte die EU-Weinmarktregulierung dort nur einen hobbymäßigen Anbau von maximal 99 Weinreben. Die ersten Bewerber haben laut Aussage des Ministeriums schon Interesse angemeldet zwischen Harz und Nordsee einen Weinberg zu bewirtschaften. 

Wein aus Niedersachsen gibt es schon

Einige Hobbywinzer sind bereits jetzt in Niedersachsen aktiv: So reift mitten in der Domstadt Hildesheim Wein an den Rebstöcken des bischöflichen Weinbergs. Immerhin 300 Flaschen ergab die Weinlese des vergangenen Jahres 2014.

Auch in Hitzacker an der Elbe, in Friesland und in Erkerode im Kreis Wolfenbüttel sind Hobby-Winzer aktiv.

Übrigens: Der nördlichste Weinberg Deutschlands befindet sich in Schleswig-Holstein - auf der Nordseeinsel Sylt. Dort gedeihen seit 2009 Rivaner- und Solaris-Reben. Warum auch nicht? Sylt hat mit 1.714 Sonnenstunden jährlich sogar rund 130 mehr als der Rheingau. 

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