Regierungsberater empfehlen weniger Fleisch | EAT SMARTER
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Besser für das Klima

Regierungsberater empfehlen weniger Fleisch

Regierungsberater empfehlen Verzicht auf Fleisch Regierungsberater empfehlen Verzicht auf Fleisch

Weniger Fleisch für den Klimaschutz: In seinem neuen Gutachten empfiehlt der Bundessachverständigenrat für Umweltfragen, den Konsum von Fleisch einzuschränken. Der Grund: Werde weniger Fleisch produziert, werde auch insgesamt weniger Energie verbraucht. Und dies käme wiederum der Umwelt zu gute. Doch wie viel Fleisch essen wir eigentlich und wie lässt sich der Konsum einschränken? EAT SMARTER klärt die wichtigsten Fragen.

Warum sollen wir weniger Fleisch essen?

Die Sachverständigen achten in ihrem Gutachten vor allem darauf, dass das Wirtschaftswachstum nicht zu Lasten der Umwelt fällt. Doch gerade die Fleisch- und Milchproduktion trage erheblich zur Umweltbelastung bei. Die Zahlen sind in der Tat deutlich: Nach Angaben der Food Agriculture Organization of the United States (FAO) sei die Viehhaltung allein für 18 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich. Und sie verschwendet viele Ressourcen: Für ein Kilo Fleisch muss eine Kuh beispielsweise rund 10 Kilo Soja futtern, für ein Kilo Schweinefleisch werden 14000 Liter Wasser verbraucht. Daneben braucht die Produktion von Fleisch viel Landmasse: Rund 30 Prozent der eisfreien Fläche werden für die Viehwirtschaft verwendet.

Wie viel Fleisch essen die Deutschen?

Nach Angaben des Bundesamtes für Landwirtschaft und Ernährung verbrauchen die Deutschen pro Kopf und Jahr rund 89 Kilogramm Fleisch. Rund 55 Kilogramm Fleisch kommen vom Schwein, 20 Kilogramm Fleisch sind Geflügelfleisch und 12,5 Kilogramm Fleisch kommen von Rindern oder Kälbern. Der Rest setzt sich aus Schaf- und Ziegenfleisch oder Fleisch von anderen Tieren zusammen. Der tatsächliche Verzehr von Fleisch liegt bei etwa 60 Kilo im Jahr oder 1,15 Kilo Fleisch pro Woche. Zum Vergleich: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche.

Welche Maßnahmen schlagen die Sachverständigen vor?

Um den Konsum von Fleisch zu senken, empfehlen die Sachverständigen folgende Maßnahmen:

  • Die Bundesregierung sollte Fleischprodukte verteuern, indem sie den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Fleischprodukte aufhebt,
  • Die Bundesregierung sollte die Einführung einer sogenannten Fettsteuer auf gesättigte Fettsäuren prüfen. Bereits im vergangenen Jahr führt Dänemark diese Fettsteuer auf Lebensmittel wie Butter, Fleisch, Pizzen, Fertiggerichte oder Milch ein. Die Steuer beträgt 16 Kronen (2,15 Euro) pro Kilogramm gesättigte Fettsäuren,
  • Die Bundesregierung sollte gezielt die hohe Verschwendung von Lebensmitteln bekämpfen. So sollten unter anderem die Hinweise beim Mindesthaltbarkeitsdatum überarbeitet werden.

Welche Aufgabe hat eigentlich der Sachverständigenrat?

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen besteht aus sieben Professoren, die von der Bundesregierung alle vier Jahre ernannt werden. Regelmäßig geben die Experten Empfehlungen zu Umweltfragen ab. In dem in dieser Woche erschienenen Gutachten ging es unter anderem um die Reduzierung des Fleischkonsums.

Wie leicht lässt sich auf Fleisch verzichten?

Fleisch gehört für viele Menschen nach wie vor zu einem wichtigen Lebensmittel: Es liefert wichtige Vitamine, Mineralien und Proteine. Allerdings können diese Nährstoffe auch gut ohne Fleisch aufgenommen werden, indem man sie durch pflanzliche Nahrungsmittel ersetzt. EAT SMARTER verrät, wie Sie sich in zehn Schritten vegetarisch oder zumindest ein wenig fleischfreier ernähren können.Die passenden vegetarischen Rezepte finden Sie hier.

(wil)

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wie kann man sich es machen wenn man wenig fleisch isst.
 
ich muß mich nochmals zu Wort melden, auch wenn wohl keiner der Kommentatoren darauf antworten wird; Meine Aussage: "...Möge das primitive Volk zu seinem Brei zurückkehren, nur Herren dürfen Fleisch essen." ist immer noch richtig. Ihr solltet mal den Artikel lesen (und verstehen) Ja, ich weiß, ich mache mich jetzt unbeliebt, aber: nirgends stand, und darauf antwortete ich, daß Fleisch essen ungesund sei. Die hier aufgeführten Argumente, warum man nicht oder deutlich weniger Fleisch essen sollte, sind ja nicht falsch, nur steht das nicht im Artikel. Da steht: "Werde weniger Fleisch produziert, werde auch insgesamt weniger Energie verbraucht. Und dies käme wiederum der Umwelt zu gute." Nichts mit gesund leben, nur halt weniger produzieren, damit es der Umwelt gut geht. Auch nichts falsches, meine ich, nur die Aussage: "Die Bundesregierung sollte Fleischprodukte verteuern, indem sie den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Fleischprodukte aufhebt,... Die Bundesregierung sollte die Einführung einer sogenannten Fettsteuer auf gesättigte Fettsäuren prüfen." zeigt doch deutlich um was es wirklich geht. Um Geld!!!
 
Fantastischer Kommentar, lieber Oliver aus Leipzig!
 
Richtig! Nichts ernst nehmen! Auch das Buch "The China Study". Mittlerweile sorgt dieses in USA für Kritik, denn es wird immer mehr festgestellt, dass es sehr gewagte Unwahrheiten beinhaltet. Vegetarismus gesund? Er ist für mich nur ein Mythos. (Aus meiner eigenen Erfahrung)
 
Liebe Mechthild, wir haben das Wort "Wegwerfdatum" durch das Wort "Mindesthaltbarkeitsdatum" ersetzt. Wir danken für Ihren Hinweis und bitten um Entschuldigung.

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